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Der HomeSpot von o2 im Test

Wlan aus der Steckdose – funktioniert das wirklich?

Wlan aus der Steckdose – eine clevere Alternative zum altgedienten DSL-AnschlussFoto: Unsplash

Stecker rein, SIM-Karte einschieben und lossurfen – das verspricht der Mobilfunkanbieter o2 den Käufern seines HomeSpots. Ab ins Internet ohne Techniker-Termin! Der Router soll ein vollwertiger Ersatz für einen DSL-Anschluss sein, bis zu 64 Geräte in einem Haushalt können damit gleichzeitig ins Wlan gehen. Klingt theoretisch alles super. Aber wie gut funktioniert das Gerät in der Praxis? TECHBOOK hat es getestet.

In Deutschland gibt es etwa eine Handvoll Mobilfunkanbieter, die einen HomeSpot im Programm haben – also einen Router, der Nutzer über die Steckdose mit dem Internet verbindet. Aber nur o2 bietet dazu auch Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen an. So muss man beim Surfen, Streamen oder Downloaden nicht nervös an irgendeine Obergrenze oder versteckte Kosten denken. Gute Voraussetzungen! TECHBOOK hat geprüft, ob auch der Rest des Angebotes stimmt. 

Erster Eindruck 

Wer den o2 HomeSpot bestellt, erhält per Post eine handliche blaue Box. Deren Inhalt ist angenehm übersichtlich: Da ist einmal der HomeSpot, dazu ein Steckernetzteil, ein LAN-Kabel und eine Kurzanleitung. Das macht besonders Technik-Phobikern Mut im Hinblick aufs Einrichten des Geräts! 

Im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern ist der o2 HomeSpot nicht eckig, sondern röhrenförmig. Weiße Ummantelung, schwarzer Deckel – modern und schlicht. Mit 18 cm Höhe und 12 cm Durchmesser bringt man das Gerät auch easy in der Wohnung unter, ohne dass es stört.  

Einrichtung des Geräts 

Der Weg ins Netz ist bei o2 nur drei Schritte weit, so steht es in der Kurzanleitung. Schritt eins ist die Freischaltung der SIM-Karte. Auf o2.de/freischalten muss man dazu die Mobilfunknummer und Kartennummer der mitgelieferten SIM-Karte sowie die eigene Adresse angeben. Darauf folgt der wohl aufwändigste Teil der Einrichtung, der allerdings auch nur fünf Minuten dauert: das Post-Ident-Verfahren. 

Dafür muss man die Post-Ident-App aufs Handy laden und starten sowie einen QR-Code auf dem Computerbildschirm scannen. Im Video-Chat hält man seinen Ausweis in die Kamera, beantwortet ein paar Fragen zu Wohnort und Co. und schon ist man durch. Im TECHBOOK-Test kommt zwei Minuten später eine E-Mail von o2, die bestätigt, dass die SIM-Karte freigeschaltet ist.  

Also rein mit der SIM-Karte in den Schlitz an der Rückseite des HomeSpots. Wichtig (das steht aber auch in fetter Schrift in der Anleitung): Drei SIM-Formate lassen sich herausbrechen (Mini, Micro, Nano). Für den HomeSpot braucht man die mittlere Größe, damit die Technik funktioniert.  

Dann wird einfach der Stecker des HomeSpots eingesteckt, das Gerät angeschaltet und schon blinken vorne die Info-LED-Lichter. Sie zeigen an, ob Telefon- und Internetverbindung generell stehen, welches Wlan verfügbar ist (2.4 GHz und/ oder 5 GHz) und wie stark die Netzverbindung ist. Der Aufbau des Netzes kann ein paar Minuten dauern.  

Zuhause bequem im Internet surfen, wo und wie lange man will – das geht mit Hilfe des o2 HomeSpot Foto: Unsplash

Um loszusurfen und zu telefonieren, muss man sich jetzt nur noch online über o2.spot mit dem Kennwort einloggen, das auf dem Boden des HomeSpots vermerkt ist. Dann die PIN für die SIM-Karte eingeben und auf „Entsperren“ klicken. Fertig! Vom Auspacken des Pakets bis zur Nutzung des Netzes hat es im TECHBOOK-Test gerade mal 30 Minuten gedauert.  

Performance 

Das Netz ist beim TECHBOOK-Test in einer Münchner Wohnung von mäßiger Signalqualität – das verrät eine kleine Tabelle in der Kurzanleitung. Statt wie im Idealfall blau, leuchtet das entsprechende LED-Lämpchen am HomeSpot grün. Das ändert sich auch nicht beim Anschließen des Gerätes in verschiedenen Räumen der Wohnung oder nachdem es direkt vorm Fenster platziert wurde.  

Nichtsdestotrotz funktioniert die Verbindung störungsfrei und schnell. Die maximale Anzahl der Geräte, die verbunden werden können (es sind 64), werden nicht ausgereizt, aber Laptop, Smartphone, Tablet, Fernseher und ein intelligenter Lautsprecher teilen sich beim Test gleichzeitig das Netz, das der o2 HomeSpot zur Verfügung stellt. Und das erfolgreich in allen Räumen der Wohnung, was über einen DSL-Anschluss vorher nicht gut ging.  

Netflix, YouTube, Internetradio – alles läuft ohne Pause oder Stottern. Und das über Tage hinweg, das Netz ist durchweg stabil. Sehr gut! 

Nutzerfreundlichkeit  

Das Praktischste am o2 HomeSpot: Nutzt man einen DSL-Anschluss ist man beim Aufstellen seines Routers an bestimmte Zimmer mit Telefonanschluss gebunden. Der HomeSpot dagegen lässt sich überall aufstellen, wo es eine Steckdose gibt. Dadurch ist man natürlich weitaus flexibler, muss nicht aufwändig Kabel verlegen oder Umbauten vornehmen.  

Einen kleinen „Holperer“ gibt es nur beim Einrichten eines Benutzerkontos bei „Mein o2“. Denn für den Login wird eine SMS an die Handynummer verschickt, zu der das Konto gehören soll. Aber die steckt doch im HomeSpot! Eine Lösung für dieses Problem bietet die Kurzanleitung nicht. 

Aber eine freundliche Dame von der o2 Hotline klärt das Rätsel schnell auf: Die SMS von o2 können HomeSpot-Nutzer ebenfalls über o2.spot abrufen. Loggt man sich dort wie schon beschrieben ein, kann man im Menu auf „SMS“ klicken und die Nachrichten dort online lesen. So gelangt man schließlich in die „Mein o2“-Welt, wo sich der Tarif ändern oder Guthaben auf eine Prepaid-Karte laden lässt.  

Fazit im Test 

Der o2 HomeSpot ist genauso, wie man es sich heutzutage wünscht: flexibel und stark. Er eignet sich für alle, die mit ihrem aktuellen Anschluss unzufrieden sind, weil an ihrem Wohnort kein schnelleres DSL oder Kabel-Internet verfügbar ist. Oder Menschen, die umgezogen sind und nicht wochenlang auf einen Techniker warten wollen, der irgendwann mal den DSL-Anschluss einrichtet. Ein tolles Gefühl, nicht abhängig von anderen zu sein, sondern einfach selber zu machen. Und das kann in diesem Fall wirklich jeder!  

Schnell aufgebaut, schnell online: Der HomeSpot eignet sich besonders für Menschen, die nach einem Umzug ohne großen Aufwand ins Netz wollen Foto: o2

In puncto Download- und Upload-Geschwindigkeit gibt es schnellere Mitbewerber: o2 bietet bei seinen zum HomeSpot passenden Tarifen maximal 100 MBit/s an, sofern das am eigenen Standort verfügbar ist. Abermal als Beispiel: Netflix schlägt für Filme und Serien in Ultra-HD eine stabile Internetverbindung von 25 Mbit/s vor. Schon beim mittleren o2 My Home M Tarif erreicht man den doppelten Wert (50 Mbit/s). Wer also nicht aus irgendwelchen Gründen auf überdurchschnittliche Top-Geschwindigkeiten angewiesen ist, liegt hier genau richtig. Denn die Preise, die o2 im Vergleich zu seinen Mitbewerbern bietet, sind unschlagbar günstig! 


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