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von myHOMEBOOK

Meinung zu Corona-Panik

Ihr Hamsterkäufer, was macht ihr schon wieder mit dem ganzen Toilettenpapier?

Hamsterkäufe: Wo lagert man die Massen an Toilettenpapier?
Gerade besonders begehrt bei Vorratskäufern: ToilettenpapierFoto: Getty Images

Zu Beginn der Coronapandemie hatten sich viele vor allem um eins gesorgt: ihren Klopapier-Vorrat. Nicht etwa Wasser oder Nahrungsmittel wurden wie wild eingekauft, sondern tonnenweise Toilettenpapier. Schnell zeigte sich: eine völlig unbegründete Kurzschlussreaktion. Gelernt haben die Hamsterkäufer aus ihrer unverhältnismäßigen Panik aber offenbar trotzdem nicht, denn kaum steigen die Infektionszahlen in Deutschland, geht das Horten wieder los. Ein Meinungsstück – 2.0.

Der Besuch eines Supermarktes im vergangenen März zeigte, dass nichts so begehrt war wie Klopapier. Die Flächen waren bis auf die letzte Rolle leer gefegt und keiner wusste so recht, woher das plötzliche, völlig belanglose und überzogene Interesse an dem Hygieneartikel kam. Und dieses Szenario spielt sich auch jetzt wieder in deutschen Supermärkten ab. Trotz eindringlicher Hinweise der Märkte selbst, dass Klopapier – und auch Lebensmittel – nur in haushaltsüblichen Mengen gekauft werden sollen und dürfen, schlagen die Hamsterer wieder zu.

Überlebenshelfer Toilettenpapier?

Schon seit 2016 rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe dazu, Notfall-Vorräte für zehn Tage zu Hause zu haben. Ob es tatsächlich auch jetzt notwendig ist, Hamsterkäufe zu machen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist: Auf der offiziellen Checkliste der Behörde, die eine Übersicht darüber gibt, was ein Mensch zum Überleben braucht, steht definitiv nicht: „Legen Sie sich mindestens 40 Rollen Toilettenpapier zu.“

Dazu passend: Notfall-Vorräte – welche Lebensmittel Sie wie lagern sollten

Hinzu kommt der Kaufakt an sich. Mindestens zwei Pakete Klopapier pro Hamsterkäufer – wenn der Partner noch dabei ist oder man einen Einkaufstrolley zu Hilfe nimmt, sind sogar vier bis fünf Pakete möglich. Diesen Wahnsinn konnte ich selbst schon beobachten. Dabei kam ich nicht umher, mich zu fragen, wofür besagte Hamsterkäufer diese Unmengen an Toilettenpapier brauchen – und das Kopfkino nahm unweigerlich seinen Lauf.

Was man mit Unmengen Toilettenpapier anstellen kann

Immerhin muss man im Ernstfall davon ausgehen, dass die Ernährung zurückgefahren wird – aufgrund der knappen Ressourcen. Das heißt im Umkehrschluss, dass man nicht unbedingt häufiger als vor Ausbruch der (offenbar von vielen erwarteten) „Apokalypse“ zur Toilette muss. Seinem üblichen Zweck muss das Papier demnach nicht dienen. Hier eine Liste von alternativen Verwendungsmöglichkeiten:

  1. Kennen Sie noch das bei Kindergeburtstagen beliebte Spiel „Mumie“? Zweierpaare müssen im Wettlauf gegen die Zeit jeweils ihren Partner mit Klopapier einwickeln. Wer zuerst die vorgegebene Menge an Rollen verbraucht hat, hat gewonnen. Ein schöner Zeitvertreib, wenn man zu Hause eingesperrt ist und sich bei all den negativen Pandemie-Gedanken aufmuntern möchte.
  2. Eine Zeitlang waren Perlenvorhänge als Dekoration für Türen angesagt. Warum stattdessen nicht Klopapier verwenden? Wenn man es vorher einfärbt, könnte man Wohnbereiche farblich voneinander unterscheiden – und sich damit gleich noch etwas mehr beschäftigen.
  3. Die Variante für die Hardcore-Hamsterer: Die Klorollen sicher lagern und auf den Zusammenbruch der Finanzwelt warten. Dann könnten die Toilettenpapierblätter als Zahlungsmittel verwendet werden.

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Und wo lagert man den Klopapier-Vorrat?

Wenn der passende Verwendungszweck gefunden ist, muss nur noch eine Lösung für die Lagerung gefunden werden. Der Vorteil:

Problematisch wird das nur, wenn man keinen Lagerraum oder Keller hat – oder beides nicht die richtigen Voraussetzungen hat, um Klopapier richtig und vor allem trocken zu lagern. Dann kann man die Rollen immer noch um Türrahmen herum stapeln oder in echter Heimwerkermanier DIY-Stühle und -Sofas aus ihnen bauen.