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Auf „Bestträger“ achten

Erdbeeren vermehren – die optimalen Pflanzen wählen

Erdbeeren vermehren mit dem Bestträger
Die Königin im Garten trägt Knallrot – die ErdbeereFoto: Getty Images

Der süße, leicht würzige Geschmack von Walderdbeeren – unübertroffen! Kein Vergleich zu den faden Früchtchen, die man im Supermarkt bekommt. Ein Grund für den Geschmacksverlust sind die langen Transportwege. Die fallen weg, wenn man Erdbeeren selbst anbaut. Damit der Ertrag im folgenden Jahr noch üppiger ausfällt, sollte man seine Erdbeeren vermehren. Wie das gelingt.

Diese Köstlichkeit nicht vernaschen? Unmöglich! Süße Erdbeeren sind die Sommerfrüchte schlechthin. Wer sie im Garten selbst anbaut, hat doppelt was davon. Die Früchte wandern frisch in die Küche – oder gleich in den Mund. Und sie wachsen Sommer für Sommer stetig wieder nach. Gewiefte Hobbygärtner steigern den Ertrag durch eine Vermehrung. Dazu sollte man die Pflanzen markieren, die Bestträger sind. Bedeutet: Die Mutterpflanzen mit den meisten und gesündesten Früchten werden ausgesucht, um Erdbeeren zu vermehren.

Zuerst Erdbeeren auf Krankheiten kontrollieren

Wurzel- und Grauschimmelfäule – klingt nicht nur fies, sie sind es auch. Erdbeeren sind leider besonders anfällig für diese Pilzerkrankungen. Gefürchtet unter Hobbygärtnern ist ebenso der Mehltau. Wie man den Pilz effektiv, jedoch ohne Chemiekeule im Garten bekämpft, verrät myHOMEBOOK hier. Wer Erdbeeren vermehren will, sollte sie zuerst auf diese Erkrankungen kontrollieren. Für die Vermehrung nur die Pflanzen auswählen, die ganz gesund sind. Das gilt auch für Pflanzen, die schwach wachsen und wenig Ertrag bieten.

Wie kann man Erdbeeren vermehren?

Für die Vermehrung sollten die ausgewählten Erdbeerpflanzen markiert werden. Tipp: Ein Stöckchen in die Erde stecken oder eine kleine Schlaufe um die Pflanze wickeln! Bilden die Erdbeeren schließlich neue Triebe, sollten diese nicht abgeschnitten werden. Daraus entwickeln sich neue Jungpflanzen.

Zusammen mit der sogenannten Mutterpflanze wird die Jungpflanze in ein kleines Töpfchen umgesetzt. Sie gedeihen über den Sommer und bilden kleine Wurzelballen. Spätestens im September werden die Erdbeeren dann ins Gartenbeet gepflanzt.

Erdbeeren: Erdbeeren mit neuen Trieben
Die Erdbeer-Triebe bilden neue JungpflanzenFoto: dpa picture alliance

Auch interessant: Zwei Methoden, um Grauschimmel bei Erdbeeren vorzubeugen

Kranke Triebe schwächen den Wuchs gesunder Erdbeeren

Um den Fruchtertrag zu steigern, nur die kräftigsten Erdbeerpflanzen auswählen. Was nicht gut gedeiht, beherzt mit einer scharfen Gartenschere oder einem Messer entfernen! In einem größeren Garten mit mehreren Erdbeerpflanzen kann auch ein scharfer Sparten eingesetzt werden. Auch hier sollte man recht resolut zustechen. Denn andernfalls könnten die schwachen oder kränklichen Ausläufer und Triebe die gesunden Pflanzen im Wuchs schwächen.

Erdbeeren brauchen einen humusreichen, lockeren und leicht sauren Boden. Erde mit guter Qualität ist der reine Power-Booster für ein gesundes Wachstum der Pflanzen. Wie man gute Erde erkennt? Am Duft nach Wald. Und wer den erzeugt, sind Mikroben. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Auch interessant: Wie Sie Erdbeeren vor Schnecken und Fäulnis schützen

Waldaroma bekommen Erdbeeren durch den richtigen Mulch

Der Standort im Garten sollte sonnig sein. Idealer Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sind 30 Zentimeter. Die einzelnen Reihen brauchen Platz: In ein Gartenbeet von 1,50 Metern Breite können zwei Reihen Erdbeerpflanzen gesetzt werden. Für eine gute Nährstoffversorgung das Pflanzloch mit ausreichend reifem Kompost auslegen und anschließend mit etwas Steinmehl bestreuen. Angießen kann man mit Brennnessell-Jauche oder Bokashi, einem selbstgemachten Wunder-Dünger.

Tipp: Um das unvergleichbare Aroma von Walderdbeeren zu bekommen, mulcht man das Beet mit holzigen Abfällen und halb verrottetem Laub und Nadelstreu. Wer das nicht hat, nimmt Rindenkompost oder abgestorbene Senfsaat.