Unreife grüne Tomaten sind giftig, man sollte sie nicht essen. Es gibt allerdings einen Weg, die letzten verbliebenen Früchte an der Staude vor dem Saisonende im Gemüsebeet noch zu retten.
Tomaten bilden sehr lange noch Früchte aus, die zum Herbst hin aber nicht mehr unbedingt rot und damit reif werden. Das lässt sich nachträglich jedoch noch ändern und die letzten Tomaten damit retten.
Tomaten retten durch Nachreifung
Diese grünen Tomaten können bei Temperaturen von 18 bis 30 Grad gut nachreifen, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Dabei ist es egal, ob die Umgebung hell oder dunkel ist. Es bietet sich an, die Früchte auf Backbleche oder in Obstkisten auszulegen. Handelt es sich um noch nicht komplett satt rote Tomaten, kann man diese auch bei 12 bis 15 Grad lagern, wodurch sie nachfärben und sich „retten“ lassen.
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Grüne Tomaten bloß nicht essen
Die unreifen grünen Früchte darf man nicht in größeren Mengen essen, denn sie enthalten Solanin, das bei einer bestimmten Dosis giftig bis tödlich ist. Vergiftungssymptome sind unter anderem Kopfschmerzen, Halskratzen, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen.
Mit der Einfärbung der Tomaten ins Orange und Rote sinkt der Solanin-Gehalt stark. Die roten Früchte enthalten dann gar keines mehr – ausgenommen im Stielansatz, daher sollte man diesen besser immer herausschneiden. Keine Lösung ist es, grüne Tomaten vor dem Verzehr zu kochen. Dabei geht nur ein Teil des Solanins ins Kochwasser über, es wird aber nicht zerstört.
Die Ausnahme: Grüne Tomatensorten
Manche Tomaten muss man aber gar nicht retten, denn ihre grüne Farbe ist gewollt. Das gilt für die Sorten, die als Grüne Tomaten verkauft werden und auch im Reifezustand noch grün sind. Diese verlieren ihr Solanin ebenfalls mit zunehmender Reife.