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Mit effektiven Hausmitteln

Apfelwickler erfolgreich bekämpfen – so geht’s

Wie man effektiv gegen den Apfelwickler vorgehen kann
Der Apfelwickler ist bekannter als ObstmadeFoto: Getty Images

Die Ernte ist ein Highlight für Hobbygärtner. Endlich macht sich die harte Gartenarbeit bezahlt und man wird mit einer reichen Ernte belohnt. Es sei denn, Schädlinge wie der Apfelwickler haben sich über die Früchte hergemacht. Um ihn wieder loszuwerden, kann man sich glücklicherweise einiger Hausmittel bedienen.

Der Apfelwickler ist besser unter dem einfachen Begriff Obstmade bekannt. Er gehört zu den Schmetterlingen – und außerdem zu den größten Obstschädlingen Europas. Er befällt vor allem Apfel- und Birnenbäume, aber auch andere Obstbäume sind vor ihm nicht sicher. Dabei vernichten nicht die Falter die Ernte, sondern deren Larven, die sich durch das Fruchtfleisch fressen. Während die erste Generation des Schädlings bereits geschlüpft ist, kommt es ab Mitte Juli bei warmer Wetterlage oft zur Ausbildung einer zweiten Generation, die erneut die Apfelbäume befällt. Wie man Apfelwickler effektiv bekämpfen kann, erklärt myHOMEBOOK.

Wie sehen Apfelwickler aus?

Der Apfelwickler ist ein unauffälliger grau-brauner Falter. Um sich fortzupflanzen, benötigt der Apfelwickler trockenes Wetter und Temperaturen über 15 Grad Celsius. Tagsüber kleben die Obstbaumschädlinge mit gefalteten Flügeln unauffällig an der Baumrinde. Je nach Wetter sind sie ab Ende April bis Mitte Mai unterwegs.

Erst abends in der Dämmerung beginnen die Apfelwicklerfalter mit der Partnersuche. Nach erfolgreicher Befruchtung legt das Weibchen seine Eier an jungen Früchten, Trieben und Blättern eines Apfelbaumes ab. Ein bis zwei Wochen später schlüpfen die Larven. Diese bohren sich nach dem Schlüpfen von der Oberfläche in den Apfel hinein. Dabei naschen sie sich bis zum Kern durch. Für den anfallenden Kot legen die reinlichen Tiere einen weiteren Gang nach draußen an. Eine erwachsene Larve verlässt den Apfel und sucht sich ein Plätzchen zum Überwintern. Zum Beispiel in einer Borkenritze, in den Schuppen des Baums oder im Obstlager. Dort verpuppt sie sich. Einige Apfelwickler schlüpfen im gleichen Jahr und sorgen erneut für Nachwuchs. Andere schlüpfen erst im April/Mai des Folgejahres.

Die Obstmade entwickelt sich zu einem gut getarnten Falter, der dann auf der Baumrinde zu finden ist
Die Obstmade entwickelt sich zu einem gut getarnten FalterFoto: dpa picture alliance

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Woran erkennt man, ob Obstbäume vom Apfelwickler befallen sind?

Falls Sie sich noch gar nicht sicher sind, ob Ihre Obstbäume tatsächlich vom Apfelwickler befallen sind, gibt es ein einfaches Merkmal, an dem Sie es erkennen können: Die Früchte sind von zahlreichen kleinen Bohrlöchern übersät. Aus den Löchern quellen kleine Kotkrümelchen. Schneiden Sie den Apfel auf, dann finden Sie die Verursacherin: eine kleine weiße Larve. Eine ausgewachsene Apfelwicklerlarve hat eine rosa Farbe und ist etwa zwei Zentimeter lang.

Während sich die Larven in den Früchten befinden, sitzen die ausgewachsenen Falter auf der Rinde des Baums. Durch ihre gräulich-bräunliche Farbe sind sie gut getarnt, wer gezielt nach ihnen Ausschau hält, sollte sie aber entdecken können.

Wie kann man den Apfelwickler bekämpfen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Apfelwickler zu bekämpfen.

  1. Da im Frühling die ersten verpuppten Apfelwickler schlüpfen, sollten Gärtner vorab – also im zeitigen Frühjahr – ihre Bäume schütteln. Dadurch fallen die Kokons ab. Bei älteren Bäumen sollte man auch die Rinde vorsichtig abbürsten, um Kokons zu entfernen.
  2. Ein bewährtes natürliches Spritzmittel ist die Wermut-Jauche. Setzen Sie dafür 300 Gramm frische Blätter des Wermutkrauts mit zehn Litern Regenwasser an. Nach zwei Wochen kann die vergärte Jauche unverdünnt als Spritzmittel für Ihre Bäume verwendet werden.
  3. Sie können natürliche Fressfeinde zur Bekämpfung von Obstmaden verwenden, beispielsweise Schlupfwespen oder Ohrwürmer. Auch Vögel verzehren Apfelwickler mit Vorliebe – sorgen Sie also dafür, dass Ihr Garten für Vögel attraktiv ist.
  4. Eine weitere ergänzende Möglichkeit im Kampf gegen den Apfelwickler ist das Spritzen eines Granulosevirus-Präparats. Dabei handelt es sich um ein biologisches Mittel, das speziell gegen den Apfelwickler hilft. Bei der Verwendung sollte man einen Drucksprüher verwenden und den richtigen Zeitpunkt zum Spritzen abpassen: Er liegt genau zwischen dem Schlüpfen und Einbohren der Larven etwa Ende Mai bis Ende Juni.
  5. Entfernen Sie befallenes Obst sofort, damit sich der Schädling nicht weiter verbreiten kann.

Wie beugt man dem Apfelwickler vor?

Falls Ihr Baum noch nicht befallen ist und Sie ihn davor bewahren wollen, gibt es einen einfachen Trick: eine Art Fanggürtel. Diesen kaufen Sie fertig im Fachhandel oder sie basteln sich selbst einen aus Wellpappe. Einen Obstmaden-Fanggürtel bringen Sie ab Ende Juni um den Baumstamm herum an. Im Optimalfall nisten sich die Apfelspinner-Raupen im Fanggürtel. Ihre Aufgabe ist es, den Obstmaden-Fanggürtel regelmäßig zu kontrollieren und die Raupen, die sich einquartiert haben, zu entfernen. Wahrscheinlich erwischen sie nicht die ganze Population, aber Sie reduzieren den Befall deutlich.

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Eine weitere Möglichkeit, dem Befall mit Apfelwickler vorzubeugen, sind Pheromonfallen im Baum. Hängen Sie diese ab Ende April in den Baum.

Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen

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