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INSPIRATION

Das sind die Wohntrends 2020

Das sind die Wohntrends für 2020
Das Thema Natürlichkeit spielt in den Wohntrends für 2020 eine große RolleFoto: Getty Images

Unruhige Zeiten rufen bei Menschen immer eine Sehnsucht nach Behaglichkeit hervor. Dies wirkt sich auch auf die Wohntrends für 2020 aus. Was genau das für die Einrichtung bedeutet, erklärt myHOMEBOOK-Interior-Designerin Odett Schumann. 

In der Designwelt ist das Jahr 2019 längst Geschichte. Wirklich interessant sind die Wohntrends für 2020. Manche Interior-Entwicklungen kennt man bereits, sie werden im nächsten Jahr aber in modifizierterer Form erscheinen. Fest steht: Ob alt oder neu, 2020 überwiegt die Tendenz zur Behaglichkeit.

Wohntrends 2020 im Überblick

Opulent und rund

Bei Sitzmöbeln wie Sofas oder Sesseln gibt es daher weniger kantige Kastenmöbel.

So wuchtig die Möbel, so kräftig sind auch ihre Farbtöne. Vor allem Mineralfarben in Verbindung mit Velours-Bezügen, die sich beide als Design-Relikte des beliebten Mid-Century-Styles verstehen, tauchen hier wieder auf. Neu ist die meist eher massive Basis des Produkts statt filigraner, schräg gestellter Hairpin Legs. Dies fällt insbesondere bei Sesseln und Hockern auf. Varianten mit einem güldenen Metallic-Finish wirken zudem edel.

Klassische Massivholzmöbel

Massivholzmöbel erfahren sehr viel Beliebtheit, denn Möbel aus natürlichen Rohstoffen strahlen reichlich Gemütlichkeit aus. Hier fällt vor allem ein Möbelstück ins Auge, welches die meisten noch aus den 90er Jahren kennen. Die Vitrine erlebt ein Revival – nicht zuletzt, weil das Material Glas wieder sehr beliebt wird. Einst war die Vitrine als edles, fast schon protziges Möbelstück zum Lagern von gutem Porzellan, Pokalen und anderen Auszeichnungen verschrien. Heute ist sie vielseitiger. Ob mit Komplett-Verglasung oder in Verbindung mit Holzmöbeln werden 2020 in Wohnzimmern und Küchen die verschiedensten Varianten zu sehen sein. In ihnen kann man jetzt außerdem auch Dinge wie Bücher, Kissen oder Vasen lagern.

Schnörkellose Accessoires

Was das Material betrifft, wird man vor allem Glas häufig sehen. Auch handgefertigte Waren oder DIY-Produkte finden immer mehr Anklang. Dies betrifft vor allem Handgefertigtes aus Textilien wie Makramee, Utensilos (Stoffkörbchen) sowie Kissenbezüge. Generell gilt aber: Vorsicht vor Überdekoration. Da diese Accessoires schon als Einzelstücke stark für sich sprechen, braucht es auch keine Unmengen. Halten Sie es schlicht und Sie werden sehen, dass dies zu mehr Wohlgefühl beitragen wird.   

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Glasklare Sache(n)

Glas is back
Glas ist nicht nur im Möbeldesign zurück, sondern auch bei den Accessoires findet das Material wieder gut Anklang. Gern dürfen Trinkgläser, Kelche oder auch Vasen aus möglichst dickem Glas bestehen und klar in seiner Form seinFoto: Getty Image

In den 90er Jahren galt Glas bereits als Wohntrend. Nach einiger Zeit hatte man sich allerdings an Glas satt gesehen und es hatte den Ruf weg, spießig zu wirken. Heute ist Glas schöner denn je zurück. Neben Vitrinen sind auch gläserne Beistelltische angesagt, meist eingefasst mit metallenen Rahmen aus Gold. Und auch was Accessoires betrifft, ist Glas angesagt. Doch statt filigraner, reichlich verzierter Deko-Artikel, dürfen diese jetzt etwas massiver sein. Vasen, Trinkgläser oder Kelche aus besonders dickem Glas sind Trend. Gern auch in natürlichen Farben wie Grün oder Blau getönt, aber auch Klarglas sorgt für einen schönen Look. Und auch hier ist die Formensprache klar, wenig verspielt und organisch, um nicht zu sagen, bauchig.

Naturtöne und -materialien

Der Hang zu natürlichen Utensilien und Farben in der eigenen Umgebung prägt sich stark aus – mit steigendem gesellschaftlichem Umweltbewusstsein vielleicht sogar mehr denn je. Die Farbpalette erstreckt sich dabei über warme, neutrale Erdtöne und verwaschene bis graustichige Pastell-Nuancen. Als Basisfarben liegen dem Ganzen Naturtöne wie Grau, Grün, Blau, Beige sowie Gelb zugrunde. Ebenso integriert man Weiß wieder gezielter ins Interieur. Knallige, leuchtende Farben hingegen gibt es kaum und wenn nur als Akzentfarbe in den Accessoires. 

Glas, Stein, Sisal, Leinen, Holz und viele weitere Naturmaterialien sind noch immer stark gefragt beim Thema Inneneinrichtung. Dies zeigt sich auch in den Wohntrends für 2020 vor allem bei Accessoires und Textilien. Dies liegt nicht nur daran, dass der allgemeine Unmut gegenüber Produkten aus Kunststoff mehr und mehr wächst, sondern auch weil Beton, Kork und Leder eine gewisse Haptik mit sich bringen. Texturen fühlen sich gut an und schaffen entsprechend Behaglichkeit. Deswegen findet sich dieser Look vor allem im Boho-Stil wieder. 

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Futuristische, natürliche Blautöne

Was (noch) klingt wie ein Widerspruch, könnte im Jahr 2020 Realität werden. So findet man wohl kräftige, aber nicht knallig-leuchtende Naturtöne in Dunkelblau an Wänden oder als Bezugsstoffe auf Sitzmöbeln. Denn alles, was an die Natur oder – in diesem Fall – an den Ozean erinnert, suggeriert Behaglichkeit. Gewissermaßen wird diese Farbtendenz auch als Verschmelzung der Natur mit neuen Technologien gesehen, die in Form von smarten Home Solutions immer mehr Einzug in den Alltag hält.   

Monochromer Look

Dieser Wohntrend steckt gerade in den Anfängen. Wie der Name schon verrät, steht hier ein unifarbener Look im Fokus. Der konzentriert sich allerdings nicht nur auf ein Produkt oder eine Fläche, sondern bezieht auch seine Umgebung mit ein. Ein Beispiel: Nicht nur eine Wand wird in einem satten Grün gestrichen, sondern dazu auch der Sockel- sowie die Deckenabschlussleiste, der Stuck an der Wand oder an der Decke sowie die Tür mit komplettem Rahmen. Dies streckt den Raum, da keine optischen Barrieren entstehen. Zudem wirkt der Look beruhigend und ausgleichend auf das Gemüt. Behaglichkeit entsteht! 

Im Winter sieht man den Monochrom-Look eher in dunklen Farben. Mit dem Wandel der Jahreszeiten wird man ihn 2020 auch in helleren, natürlichen Nuancen sehen wie in hellem Grau, Greige oder verwaschenen Pastelltönen, die eher natürlich wirken.  

Leuchten aus Holz 

Beim Leuchten-Design lösen Lampenschirme aus Holz jene aus Beton oder Metall allmählich ab. Hier treten vor allem Deckenleuchten in Kugelform mit dünnen Holzverstrebungen hervor, aus denen das Licht strömen kann. Auch Designs, die ähnlich dem derzeit beliebten Wiener Geflecht sind, oder Korb-Verflechtungen sieht man vermehrt. Das Gleiche gilt auch für Tischleuchten. Haben diese Holzleuchten dann eine Lichtquelle, die reichlich warmes Licht spendet, sorgt die Leuchte rundum für Gemütlichkeit im Raum. 

Metallic-Look

Noch vor einiger Zeit gab es einen wahren Hype um den Metallic-Look. Es fing langsam mit Gold und Silber an, steigerte sich in Kupfer-Akzenten und endete schließlich in Messing-Tönen. Dann sah man ihn kaum noch, doch jetzt ist der Metallic-Look zurück – in Gold. Dieses Mal wird man den Trend jedoch mehr bei (Klein-)Möbeln als bei Accessoires sehen. So erhalten Sessel und Poufs breite, güldene Zierleisten und wirken in Verbindung mit einem Velours- oder Samtbezug hochwertiger. Der Metallic-Look steht den derzeit sehr beliebten Naturmaterialien als Kontrast gegenüber und verschafft Räumen eine moderne Note.  

Handmade und DIY  

Handmade & DIY boomen
Stricken, Häkeln, Nähen und Co. liegen im Trend. Eigene, handgefertigte Produkte machen uns stolz und lösen zugleich Gemütlichkeit aus Foto: Getty Image

In Zeiten, wo das Thema Nachhaltigkeit nicht weniger in aller Munde stehen könnte, wird der eigene Konsum überdacht und sich die Anschaffung neuer Produkte einmal mehr überlegt. Second Hand, Vintage, Handmade oder DIY hört man jetzt wieder häufiger. Es wird wieder gebastelt, getüftelt und gewerkelt – ohne Anspruch auf Perfektion. Denn Produkte mit Makeln wirken authentisch und natürlich.