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Aus Minimalismus wird Maximalismus

So funktionieren die neuen Wohn-Trends

Gemütlich, natürlich oder glamourös - aktuelle Wohn-Trends lassen sich mit Zutaten wie Farben und Deko umsetzenFoto: OBI
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Sie kennen sicher den Spruch „Alles neu macht der November“ – okay, zugegebenermaßen eine leichte Abwandlung, aber absolut passend für die Jahreszeit. Umso mehr wir in den eigenen vier Wänden sind, desto dringender brauchen sie ein Trend-Update!

Doch was sind Trends eigentlich? Unsere Kleidung, Frisuren und ja, auch unser Wohn-Stil sagen immer etwas über unser Wesen aus und die Zeiten, in denen wir leben. Der Job von OBI Trendscout Eva Klabuhn ist es, unsere Deko-Vorlieben zu analysieren und vorauszusehen. Sie verrät hier, zu welchen Stilen wir uns gerade hinwenden. Zu wem welcher Wohn-Trend passt und wer welche (Ein-)Richtung anpeilen sollte, erklärt OBI Interior Designerin Josephine Lüders.

Was beeinflusst, wie wir unser Zuhause gestalten?

„Wohn-Trends entstehen durch verschiedene Faktoren: Gesellschaftliche Zusammenhänge spielen eine Rolle, ebenso politische oder soziale Umstände“, erklärt Trend-Expertin Eva Klabuhn. Als Beispiel nennt sie den Cocooning-Trend, den es schon vor Corona gab, der sich dann weiterentwickelt hat.

„Dabei wird das Zuhause zu einer Art gemütlichen Höhle, die sicher und einladend ist. Das Bedürfnis danach hat sich während der Pandemie noch verstärkt, unser Zuhause ist zum wichtigsten Rückzugsort für uns geworden“, so Klabuhn.

Felle, Kissen, Teppiche … Alles was kuschlig und gemütlich ist, ist beim Cocooning willkommenFoto: OBI

„Für die Gestaltung bedeutet das, dass wir viele organische Strukturen und superweiche Textilien sehen. Keramik wirkt wie handgemacht, Textilien sind mit sehr viel Textur versehen und dadurch sehr haptisch, wie zum Beispiel Bouclé“, sagt die Expertin.

Bislang war Minimalismus einer der großen Wohntrends, dem kommt jetzt eine Art Maximalismus entgegen. Dekoration darf ausgefallener wirken, zusätzlich werden die Formen wieder runder und die Farben wärmer.“

OBI Trendscout Eva Klabuhn

Sie beobachtet, dass wir immer mehr einen Ausgleich zur omnipräsenten digitalen Welt suchen: „Natürliche Materialien und warme Farbpaletten kombiniert mit vielen Pflanzen wirken wie Gegenstücke zum allgegenwärtigen Bildschirm“, so die Trend-Beobachterin. Ihr Tipp: „Sie können Trends in einem Raum schon allein durch Accessoires umsetzen und ausprobieren. Kissenhüllen, Vasen, kleinere Regale oder Körbe sind leicht auszutauschen und lassen sich auch einfach selbst kreieren und verschönern.“ 

Mehr Grün, mehr Pflanzen, mehr Charakter – der Trend geht zu Natur und ÜberschwangFoto: OBI

Alles in allem kann OBI Trendscout Eva Klabuhn vier große Wohn-Trends ausmachen, die uns in den kommenden Jahren beeinflussen werden: Boho Natur, Jungle Botanik, Japandi und Glamour.

Wie sie sich umsetzen lassen und zu wem sie passen, erklärt hier ihre Kollegin Josephine Lüders, Interior Designerin bei OBI. DIY-Expertin Nadine Büker verrät Extra-Tipps für DIY-Accessoires, die mit wenig Aufwand große Stil-Wirkung erzielen.

1. Boho Natur: Eleganz des Ursprünglichen

Naturbelassene Farben und organische Formen sind Grundlage des Boho-Natur-Stils Foto: OBI

Was macht den Stil aus?

Josephine Lüders: „Die Wertschätzung der Natur und des Ursprünglichen sind Grundlagen des Stils. Unbehandeltes Holz, Bast, Leinen, Terrakotta und weitere möglichst natürliche Materialien kreieren eine entspannte Wohlfühlatmosphäre mit lebendigem Touch. Dazu gehören auch Pflanzen und kreative Elemente, wie gemusterte Teppiche und viele kleinere Accessoires – z.B. aus Bambus, getrockneten Blüten oder Flechtware. Die Wände sind in gedeckten, erdigen Farben gehalten, die rustikalen Charme ausstrahlen.“

Gedeckte Naturfarben und rustikale Details für den Retro-Charme: So kreieren Sie die den Boho-Natur-Style zu Hause Foto: OBI

Zum wem passt der Trend?

Zu allen, die ihr Zuhause als natürliche Oase zur Erdung empfinden und die grünen, entspannten Lifestyle lieben. Außerdem natürlich zu allen, die Freude an Natur und einer gedeckten Farbpalette haben.

Das ideale DIY-Boho-Natur-Accessoire: Makramee

Nadine Büker: „Makramee ist ein dekorativer Alleskönner, mit der Knüpftechnik lassen sich zum Beispiel Wandbehänge oder Blumenampeln herstellen. Je üppiger das Knotenmuster, umso rustikaler kommen sie daher. Mit reduzierten Knüpfungen entstehen Objekte, die auch zu minimalistischeren Interieurs passen. Dabei ist die Technik erstaunlich einfach, mehr Feinmotorik als ‚Fäden durch eine Schlinge am Stab ziehen‘ ist für eine stylische Wanddekoration nicht gefragt.“

Hier gehts zur ausführlichen Sammlung von Makramee-Anleitungen!

2. Jungle Botanik: lebendige Gemütlichkeit

Grüner wird’s drinnen nicht – ein Schlafzimmer im Jungle-Botanik-Look holt Natur ins HausFoto: OBI

Was macht den Stil aus?

Josephine Lüders: „Grün, üppig, überraschend – der Stil schöpft aus dem Vollen der Pflanzenwelt. Das bedeutet natürlich viele grünblättrige Topfpflanzen in allen Ausführungen, wie große Monstera und hängende Farne. Aber auch die Wände sind wild mit Design-Tapeten in Tropen-Optik und Wandfarben aus der Grünpalette. Holz, Bast, Rattan oder Leinen sind ideale Materialien, die die Lebendigkeit des Looks ergänzen. Für gezielte Kontraste eignen sich Elemente aus Beton, Stein und Stahl – etwa ein Regal aus Stahlrohren.“ 

Viel Grün, Pflanen und Naturmaterialien – und schon heißt es: Welcome to the Jungle!Foto: OBI

Zum wem passt der Trend?

Zu allen, die in ihrem Zuhause Energie und Inspiration tanken wollen und es ein wenig verspielt mögen. Und natürlich zu allen, die Pflanzen lieben.

Das ideale DIY-Jungle-Botanik-Accessoire: Holzvase

Nadine Büker: „Eine DIY-Variante, die besonders gut zum grünen Thema passt, sind Holzvasen aus Rundstäben. Dafür können Sie ganz nach Belieben aus verschiedenen Holzsorten und Größen der Rundstäbe wählen. Als Grundlage dient ein zylinderförmiges Glas bzw. ein Eimer. Die Rundstäbe werden auf die gewünschte Länge geschnitten und mit Alleskleber am Gefäß befestigt – fertig ist das individuelle Designerstück!“

Hier geht’s zur ausführlichen Anleitung und Materialliste!  

3. Japandi: Harmonie der Fusion

Alles mit Maß: Ein Zimmer im Japandi-Look ist der Ruhepol im ZuhauseFoto: OBI

Was macht den Stil aus?

Josephine Lüders: „Ruhig, balanciert, edel – der Stil feiert die Eleganz der Schlichtheit. Klare Linien, freie Flächen und wenige, gezielt eingesetzte Accessoires erzeugen minimalistische Harmonie. Der Stil ergibt sich aus dem traditionellen japanischen und dem skandinavischen Wohnstil und stellt Symmetrie und langlebige, natürliche Materialien, wie Bambus, Stein und helles Holz, in den Vordergrund. Dazu kommen einige dunkle Akzente als Kontrast und typisch asiatische Design-Elemente, wie Kirschblüten oder Buddha-Figuren.“

Japandi mixt Elemente aus Japan und Skandinavien – minimalistisch-verspielt und cool! Foto: OBI

Zu wem passt der Trend?

Zu allen, die ihr Zuhause als Ruhepol wollen und am besten in geordneter Atmosphäre abschalten und auftanken können. Und natürlich zu allen, die ostasiatische und skandinavische Design-Kultur lieben. 

Das ideale DIY-Japandi-Accessoire: Sprossenwand

Nadine Büker: „Eine minimalistische Sprossenwand aus hellem Holz oder mit dunkler Lackierung ist die perfekte Ergänzung des Japandi-Stils. Sie wird aus Leisten gemacht und ist eine schlichte, aber wirksame Wand-Deko. Die Sprossenwand besteht aus Holzleisten, die auf Gurtbänder getackert und dann an die Wand gebohrt werden. Besonders schön wirkt ein starker Kontrast, etwa natürlich helle Sprossen auf einer dunklen Wand oder schwarze Sprossen vor einer hellen Wand.“

Hier geht’s zur ausführlichen Anleitung und Materialliste! 

4. Glamour: Opulenz der Gemütlichkeit

Dunkel, satt und einladend ist die Farbgebung beim Glamour-Stil Foto: OBI

Was macht den Stil aus?

Josephine Lüders: „Glanz, Luxus und Individualität ziehen mit diesem Stil bei Ihnen ein. Dunkles Holz, Gold, Kupfer und eine satte Farbwelt mit Nuancen wie Aubergine und Anthrazit strahlen Ruhe und Komfort aus. Florale Muster, z.B. auf einzelnen tapezierten Wänden oder Kissenbezügen, und weiche, schwer fallende Textilien runden den Look ab. Details an Möbeln und Accessoires sind in Gold und anderen schimmernden Materialen gehalten. Besonders fürs Schlafzimmer ist der Stil ideal.“

Dunkles Holz, edle Metallic-Oberflächen, satte Farben und weiche Textilien sind die Zutaten für den Glamour-LookFoto: OBI

Zu wem passt der Trend?

Zu allen, die ihre sinnliche und extravagante Seite ausleben wollen, ohne in Kitsch zu verfallen. Außerdem zu allen, die sich zu Hause wie in einem kleinen Luxus-Hotel fühlen möchten.

Das ideale DIY-Glamour-Accessoire: Beton-Kupfer-Kerzenständer

Nadine Büker: „Warmes Kerzenlicht ist ein garantierter Wohlfühlfaktor und unterstreicht in Kombination mit einem Kerzenhalter aus Beton und Kupfer die ruhige Eleganz des Glamour-Stils. Sie können den Block mit Bastel-Beton selbst in Ihrer Wunschgröße gießen. Dafür basteln Sie einen Quader aus Acrylglas als Gussform und befestigen eine Kupfermuffe darin. Dann füllen Sie den Beton ein, der in etwa sechs Stunden getrocknet ist. Aus der Form kommt dann Ihr glamouröses Designer-Stück!“

Hier geht’s zur ausführlichen Anleitung und Materialliste! 

Viele weitere Projektideen und DIY-Anleitungen für alle Stilrichtungen finden Sie bei CREATE! by OBI oder in der heyOBI App.

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