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Neues Jahr – neue Regelungen

Das ändert sich 2020 für Mieter und Hausbesitzer

Änderungen und Neuerungen für Mieter und Hausbesitzer
2020 bringt einige Änderungen für Hausbesitzer und Mieter in puncto Stromkosten, Wohngeld oder auch SanierungFoto: Getty Images

Mehr Wohngeld, Steuerbegünstigungen für energetische Sanierungen, aber auch steigende Stromkosten: Das Jahr 2020 bringt einige Änderungen mit sich. Was Mieter und Hausbesitzer erwartet.

Das neue Jahr bringt auch neue Regelungen mit sich, die für Mieter und Eigentümer relevant sind. myHOMEBOOK gibt eine Übersicht:

Mehr Wohngeld für Mieter

Dadurch können circa 660.000 Haushalte in Deutschland profitieren. Während bisher beispielsweise ein Zwei-Personenhaushalt monatlich 145 Euro Wohngeld erhielt, sind es nun 190 Euro. Die Anhebung des Wohngeldes wird mit den steigenden Mieten begründet.

Steuerbegünstigungen für energetische Sanierungen

Besitzer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung werden ab 2020 bei den Kosten für die Sanierung ihrer Gebäude steuerlich gefördert. Profitieren können dabei alle, die:

  • ihr Wohneigentum selbst nutzen.
  • eine mindesten zehn Jahre alte Immobilie besitzen.
  • Dach, Wände oder Decken dämmen, die Heizungsanlage, Lüftung oder Fenster und Türen sanieren.
  • ihr Zuhause mit digitalen Energiespareinrichtungen aufrüsten.

Die Steuerbegünstigungen für energetische Sanierungen sollen mindestens für die kommenden zehn Jahre bestehen bleiben. Auch Kosten für Energieberater sollen künftig im Rahmen dessen steuerlich absetzbar sein. Eigenheimbesitzer sollen auf diese Weise 20 Prozent der anfallenden Kosten für eine bessere Energiebilanz und das Heizen mit erneuerbaren Energien steuerlich (verteilt über drei Jahre) absetzen können. Insgesamt können Hausbesitzer maximal 40.000 Euro pro Immobilie anrechnen lassen.

Abwrackprämie für alte Ölheizungen

Alte Ölheizung raus, neues klimafreundliches Modell rein: Wer 2020 seine Heizung erneuert, kann eine Finanzspritze vom Bund in Anspruch nehmen. Der Einbau von umweltfreundlichen Heizungen, wie beispielsweise einer Luft-Wärmepumpe oder einer Holz-Pelletheizung, soll ab 2020 im Rahmen des Klimaschutzprogramms des Bundes bezuschusst werden.

Baukindergeld noch bis Ende 2020

Für den Erwerb des ersten Wohneigentums können Eltern als zukünftige Haus- oder Wohnungsbesitzer 2020 noch Baukindergeld beantragen. Verteilt über zehn Jahre hinweg zahlt ihnen die KfW-Bank auf diese Weise insgesamt 12.000 Euro. Den Zuschuss gibt es aber nur noch für einen bis Ende des Jahres notariell beglaubigten Kaufvertrag.

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Nachrüstungspflicht für alte Kamine

Schlechte Nachrichten für alle Besitzer eines Kamins mit Baujahr 1994 und älter: Bis Ende 2020 sollen diese aufgrund ihrer Feinstoffbelastung nachgerüstet werden. So sieht es die Bundes-Immissionsschutzverordnung vor. Andernfalls droht ihnen die Stilllegung. Erster Ansprechpartner für Hausbesitzer mit Kamin ist der regionale Schornsteinfeger. Dieser informiert über Nachrüstungsalternativen, aber auch Ausnahmeregelungen.

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Steigende Stromkosten für Mieter und Hausbesitzer

Jedoch fällt dies regional sehr unterschiedlich aus. In Berlin und Brandenburg sei keine Erhöhung geplant. Haushalte in Schleswig-Holstein (+ 4,2 %), Bayern (+5,5 %), NRW (+6,2 %) und Hessen, das Saarland und Bremen müssen jedoch mit einer Preiserhöhung der Grundversorger von 6,6 Prozent rechnen. Von dieser Preiserhöhung sind entsprechend der Bundesnetzagentur Haushalte betroffen, die den Grundversorgungstarif nutzen. Auch die EEG-Umlage soll zu Beginn 2020 um ca. fünf Prozent, also auf 6,756 Cent je Kilowattstunde, ansteigen. Die EEG-Umlage beträgt 22 Prozent des Strompreises.