Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

„Tape-Art“

Bei „Die Höhle der Löwen“ – für wen lohnt sich die Kunst mit Klebeband?

Tape Art bei DHDL
Stephan Meissner, Nicolas Lawin, Mohamed Ghouneim und Timm Benjamin Zolpys präsentieren den Löwen ihr „Tape Art Kit“Foto: TV-NOW / Bernd-Michael Maurer

Klebebänder eignen sich nicht nur, um Dinge zu fixieren – sie können auch einen gestalterischen Wert haben. Ein Unternehmen namens „Tape Art“ setzt genau hier an und stellt seine Klebebänder als Kunstform bei „Die Höhle der Löwen“ vor. myHOMEBOOK hat vorab mit den Gründern gesprochen.

Eine weiße Wand wird mit einigen bunten Klebebändern schnell zum Hingucker – ganz ohne Farbrolle oder Spraydose! In manchen Fällen erinnern diese Kunstwerke sogar an Graffiti und Street-Art. Hinter „Tape Art“ stecken vier kreative Köpfe: Timm Benjamin Zolpys (41), Mohamed Ghouneim (42), Stephan Meissner (32) und Nicolas Lawin (30). Timm hat vor einigen Jahren zusammen mit Mohamed ein Fachgeschäft namens „Klebeland“ eröffnet. Stephan und Nicolas sehen sich als Künstler im Team, sie haben bereits Räume in Japan gestaltet, in Taiwan ausgestellt und New Yorker Straßen verziert. Nun möchten die vier bei „Die Höhle der Löwen“ auf die Kunst mit bunten Bändern aufmerksam machen – und brauchen 100.000 Euro von den Investoren. Dafür würden sie auch 12,5 Prozent der Firmenanteile abgeben.

Was unterscheidet „Tape Art“ von anderen Klebebändern?

„Zunächst wurden unsere Klebebänder mit Künstlern der Tape-Art-Szene gemeinsam entwickelt“, erklärt Timm. Die Firma besteht aus vier gleichberechtigten Partnern und setzt sich aus dem Künstlerkollektiv „Tape That“ und der Klebeland GmbH zusammen. „So verbinden wir den künstlerischen Anspruch und Bedarf mit der Erfahrung aus Produktion und Vertrieb“, sagt Timm, der vor mehr als zehn Jahren zusammen mit Mohamed Klebeland ins Leben gerufen hat. Letzterer kam ursprünglich aus der Graffiti-Szene. Doch was ist nun das besondere an den Klebebändern? Ganz einfach: „Unsere Klebebänder unterscheiden sich zum Beispiel durch verschiedene Stärken, Abmessungen und Klebebeschichtungen, die es so nur bei uns gibt.“ Damit lassen sie sich interessant kombinieren und zu flächigen Kunstwerken zusammenstellen.

Wie kam es zu der Idee?

„Mo hatte für das Klebeland schon vor einigen Jahren eine Tape Box entwickelt“, so Timm. Dabei handelte es sich um einen praktischen Abroller für Klebeband – das Produkt war in der Szene sehr gefragt. Zusammen mit Klebeband-Künstlern wie Stephan und Nici von „Tape That“ sponnen sie die Idee fort und entwickelten die Produkte von Tape-Art.

Auch interessant: Wie man mit Kunst die Wohnung richtig dekoriert

Lässt sich das Klebeband auch wieder abziehen, ohne dass der Putz bröckelt?

„Für diese Herausforderung haben wir das ‚Tape Art Kit Paper‘ speziell für das Kinderzimmer entwickelt“, sagt Timm. Der Vorteil: „Diese Tapes sind rückstandsfrei von jedem Untergrund wieder zu lösen.“ Daher sind diese ideal für das Kinderzimmer, aber auch für den Klassenraum oder wo auch immer man es ausprobieren möchte.

Ein weiteres Produkt ist das „Tape Art Kit Gaffa“. Es ist für den langfristigen Gebrauch gedacht, um etwa Kunstwerke auf Holzplatten zu tapen, die man aufhängen möchte. In jedem Set ist ein spezielles Cuttermesser integriert sowie eine Rakel aus Filz, um das Band glattzuziehen.

Für wen ist „Tape Art“ gedacht?

„Unsere Zielgruppen sind vielfältig“, meint Timm. Dazu zählen Familien mit Kindern, kreative Menschen oder Schüler. „Aber auch die Profis wie Architekten, Interior Designer und natürlich Künstler aller Sparten!“

Passend dazu: 8 geniale Tricks mit Panzertape

Kann ich einfach drauf los kleben?

Im Grunde handelt es sich beim Tapen um eine kreative Art der Wandgestaltung, die man auch selbst ausprobieren und erlernen kann. Die Gründer bieten allerdings auch Kurse für diejenigen an, die tiefer in die Welt der bunten Klebebänder eintauchen möchten. Da man die Bänder einfach wieder abziehen und somit korrigieren kann, ist hier die Hemmschwelle nicht so hoch wie beim Arbeiten mit Farbe.

Wie geht es nach „Die Höhle der Löwen“ weiter?

„Das Thema ‚Tape Art‘ wird nicht mehr verschwinden“, meint Timm. „Wir werden kontinuierlich an der Produktpalette arbeiten.“ Nun stellt sich jedoch zunächst die Frage, wie die Investoren bei „Die Höhle der Löwen“ auf das Produkt anspringen und die Gründer mit 100.000 Euro unterstützen.

Und was sagen die „Löwen“ zu „Tape Art“?)

Carsten Maschmeyer äußerte Vorbehalte, ihm war der Finanzierungsplan nicht klar. Georg Kofler willigte ein – allerdings mit 18 Prozent Anteile anstatt der ursprünglich geplanten 12,5 Prozent. Und Judith Williams unterbot ihren Kollegen, indem sie 15 Prozent veranschlagte. Während sich die Gründer besprochen haben, unterbrach sie Williams. Sie würde gerne zusammen mit Georg Kofler einsteigen, aber „mit zwei Löwen braucht man mehr Prozente“. Sie bieten für 150.000 Euro für 20 Prozent. Diesem Partner-Angebot sagten die Gründer schließlich zu.

Alle Infos und Folgen von „Die Höhle der Löwen“ finden Sie bei TVNOW.