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Pflanzen, Pflege, Kosten

Fassadenbegrünung – 7 Tipps für einen vertikalen Garten

Fassadenbegrünung
Eine grüne Fassade ist ein toller Anblick – und bietet auch einige praktische VorteileFoto: Getty Images

Vor allem in Großstädten ist die Fassadenbegrünung ein begehrter Trend. Doch auch für das Einfamilienhaus am Stadtrand oder auf dem Land ist der vertikale Garten eine tolle Möglichkeit, den Look des Hauses zu verschönern.

Mit einer grünen Fassade holt man sich ein Stück Natur direkt ans Haus – besser gesagt, an die Fassade! Der Einsatz von Gewächsen, die sich am Haus entlang in die Höhe ranken, entspricht absolut dem Zahn der Zeit und ist ein Trend, der im Rahmen der Nachhaltigkeit zunehmenden Aufschwung erlebt. Eine grüne Fassade gibt der Natur eine bereits bebaute Fläche zurück, optimiert die Dämmung des Hauses und spart so Energie ein. Zudem schützt sie im Sommer vor Sonnenhitze und hält das Haus im Inneren schön kühl, während die Pflanzen draußen stetig Sauerstoff produzieren und Staub filtern. Dazu kommt der kosmetische Aspekt, denn eine schöne Begrünung verwandelt auch ältere Hausfassaden ganz einfach in moderne Hingucker.

7 Tipps für die Fassadenbegrünung

1. Die örtlichen Gegebenheiten klären

Ein schönes Zuhause gehört zu den wichtigsten Ansprüchen des modernen Lebens. Auch Mieter wollen sich natürlich in ihren eigenen vier Wänden wohlfühlen. Möchte man die Fassade eines Mietshauses begrünen, sollte man in jedem Fall zuerst den Vermieter um Erlaubnis fragen. Ist man selbst Besitzer des Hauses, fällt dieser Punkt natürlich weg. Aber auch dann sollten die Gegebenheiten vor Ort genauestens geprüft werden, bevor die Entscheidung zur Fassadenbegrünung endgültig fällt. Generell gilt: Je weniger Fenster, Vorsprünge und Balkone die Fassade hat, desto einfacher die Bepflanzung und die spätere Pflege der Gewächse.

2. Von Experten beraten lassen

Je nachdem, wie herausfordernd die Begrünung ist und welche Pflanzen zum Einsatz kommen sollen, ist es zu empfehlen, vor Beginn des Projektes einen Profi zurate zu ziehen. Handelt es sich um einfache Kletterpflanzen, die beispielsweise an einem Spalier in die Höhe wachsen sollen, ist die Prüfung der Gegebenheiten durch ein Fachunternehmen meist nicht nötig. Wer seine Fassade jedoch durch großflächige Begrünung klimafit machen möchte, sollte sich unbedingt im Vorhinein von einem speziellen Unternehmen beraten lassen.

3. Selbstklimmende Pflanzen

Soll die Hauswand durch eine grüne Bepflanzung zum Blickfang werden, ist die Auswahl der richtigen Gewächse natürlich essenziell. Viele Hausbesitzer entscheiden sich hierbei für sogenannte „Selbstklimmer“, die keine Stütze benötigen, sondern von selbst die Wand emporklettern. Zu diesen Selbstklimmern gehören pflegeleichte Pflanzen wie Efeu, Wein und Kletterhortensien. Vor allem Efeu erfreut sich als Fassadenbegrünung derzeit großer Beliebtheit, da die immergrüne Pflanze das ganze Jahr über hübsch aussieht.

4. Konsequenzen beachten

Entscheidet man sich für einen Selbstklimmer wie Efeu zur Begrünung der Hausfassade, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass die Gewächse die verputzte Hausfassade beschädigen können. Auch Fensterrahmen aus Holz oder Regenrinnen aus Blech sind nicht vor den stark haftenden Wurzeln der Pflanze sicher. Bei einer ohnehin rissigen Hauswand oder blätterndem Putz ist also Vorsicht geboten: Hier empfiehlt sich die Fassadenbegrünung durch Selbstklimmer nicht! Prinzipiell sollte man sich vor der Fassadenbegrünung darüber im Klaren sein, dass diese nur auf lange Sicht sinnvoll ist, denn die Pflanzen wachsen nicht von heute auf morgen. Der dekorative Effekt der Begrünung ist also erst nach Monaten wirklich sichtbar.

5. Bepflanzung mit Rankhilfen

Wenn Selbstklimmer wie Mauerwein oder Efeu für die Fassadenbegrünung nicht infrage kommen, empfiehlt es sich, über Rankengewächse nachzudenken. Zwar muss man hierfür ein spezielles Gerüst an der Wand anbringen, doch dafür greifen die Gewächse weder Putz noch Mauerwerk an. Damit das funktioniert, sollte die Rankhilfe mit einigen Zentimetern Abstand zur Mauer angebracht werden. Geeignete Pflanzen sind in diesem Fall unter anderem Kletterrosen, Blauregen, Wald-Geißblatt oder Waldreben. Da diese Pflanzen nicht immer grün sind, sollte man bei der Wahl der Rankhilfe darauf achten, dass diese optisch zum Stil des Hauses passt.

6. Die Kosten im Blick behalten

Wie viel eine Fassadenbegrünung kostet, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Größe der zu bepflanzenden Fläche, die Art der Pflanzen, ob und welche Rankhilfen zum Einsatz kommen und natürlich das Honorar der beauftragten Fachfirma. Eine professionelle Bepflanzung mit Rankhilfe und Montage kostet meist zwischen 20 und 50 Euro pro Quadratmeter. Für Sparfüchse eignet sich also eher die Fassadenbegrünung durch Selbstklimmer wie Efeu. Damit kann eine kleine Hauswand bereits für rund 100 Euro begrünt werden.

7. Die richtige Pflanzen-Pflege

Wünscht man sich eine pflegeleichte Begrünung, sind bodengebundene Selbstklimmer die ideale Wahl. Diese versorgen sich eigenständig durch den Boden sowie Regen- und Grundwasser mit den nötigen Nährstoffen. Nur Jungpflanzen sollten regelmäßig gedüngt und gegossen werden. Je nach Wachstum ist es jedoch ratsam, auch Selbstklimmer hin und wieder zu stutzen. Dabei gilt vor allem in der Nähe von Blitzableitern, Dachrinnen oder Fenstern besondere Vorsicht. Etwas aufwendiger in der Pflege sind Pflanzen an Rankhilfen, die in jedem Fall mehrmals pro Jahr zurückgeschnitten werden sollten, damit das Gewicht für das Gerüst nicht zu schwer wird.

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