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Frische Raumluft

Im Frühling abends besser nicht mehr lüften

Mann sitzt am Fenster und lüftet im Frühling
Im Frühjahr genießen viele die wärmeren Temperaturen und lüften ausgiebiger. Aber auch jetzt sollte man dabei einige Hinweise beachtenFoto: Getty Images

Wenn die Temperaturen im Frühjahr milder werden, tendieren viele dazu, das Fenster länger offen stehenzulassen. Hat man tagsüber das Lüften vergessen, holen es viele in den Abend- oder Nachtstunden nach. Warum das keine gute Idee ist und worauf man beim Lüften im Frühling achten sollte, erfahren Sie hier.

Lüften ist wichtig für ein gutes und gesundes Raumklima – nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie. Wenn es im Frühling wärmer wird, läuft man vielleicht nicht zwangsläufig Gefahr, dass die Wohnung beim Lüften auskühlt. Allerdings sollte man die Temperaturschwankungen zu dieser Jahreszeit trotzdem nicht unterschätzen. Und auch Schimmel kann ein Resultat von falschem Lüften sein.

Lüften im Frühling – wie geht es richtig?

Regelmäßiges Lüften sorgt dafür, dass die verbrauchte Luft durch sauerstoffreiche Frischluft ausgetauscht wird. Das wechselhafte Aprilwetter bringt mal kalte, mal warme Luft in die Wohnung. Wärmere Luft beinhaltet mehr Feuchtigkeit. Beim Lüften dauert es also länger, bis die wärmere Luft die Feuchtigkeit in Küche oder Badezimmer aufnehmen kann. Lüftet man nicht regelmäßig, bildet sich dort oftmals Schimmel.

Allerdings ist es im Frühjahr noch nicht so warm, dass man die Fenster dauerhaft offen stehen lassen sollte – vor allem nicht in den Abendstunden. Was man nicht vergessen sollte: Bis Mitte Mai können noch Spätfröste drohen. Der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. rät deshalb dazu, im Frühling am besten nachmittags das letzte Mal zu lüften. Drei- bis viermal Lüften pro Tag ist zu empfehlen, jeweils zwischen zehn und 15 Minuten. Im Winter sollte man hingegen nur dreimal stoßlüften, und zwar für jeweils fünf Minuten. Dabei sollte man die Heizung ausdrehen, egal, zu welcher Jahreszeit.

Tipp: Für einen optimalen Luftaustausch empfiehlt es sich, mehrere Fenster zu öffnen („Querlüften“), damit ein Luftzug entsteht.

Was tun bei Kondenswasser?

Sammelt sich Kondenswasser an den Fensterscheiben und rinnt auf das Fensterbrett, ist es in der Regel ein Hinweis auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Dann sollte man öfter lüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann, die sonst an den kalten Scheiben kondensiert. Durch das Wasser kann auch schnell Schimmel entstehen, wenn dabei auch noch die Heizung unter dem Fensterbrett läuft.

Passend dazu: 7 Tipps, um die Raumluft zu verbessern

Ungenutzte Räume nicht auskühlen lassen

Wenn man beispielsweise im tagsüber ungenutzten Schlafzimmer vergisst, das Fenster nach dem Lüften wieder zu schließen, kann es auch im Frühjahr an kalten Tagen auskühlen. Der Raum benötigt dann umso länger, bis er sich wieder aufwärmt. Bestenfalls fällt die Temperatur nicht unter 15 Grad. Eine optimale Temperatur im Schlafzimmer beträgt übrigens rund 18 Grad – also zwei Grad weniger als im Wohn- und Essbereich.

Passend dazu: Die ideale Luftfeuchtigkeit und Temperatur für jeden Raum

Was sollten Allergiker beim Lüften im Frühling beachten?

Auch wenn man unter Heuschnupfen leidet, sollte man im Frühjahr nicht auf das Lüften verzichten. Allerdings bietet es sich in diesem Fall an, auf die Morgen- und Abendstunden auszuweichen, da zu dieser Zeit weniger Pollen fliegen. Die niedrigste Pollenkonzentration in der Luft liegt in der Stadt zwischen 6 und 8 Uhr morgens, auf dem Land zwischen 19 und 24 Uhr. Allerdings sollte man dabei nur Stoßlüften und nicht dauerhaft „auf Kipp“ – auch aus dem Grund, dass sonst die Wohnung zu stark auskühlt. Das fanden auch Forscher der TU München heraus, als sie die Pollenbelastung in Innenräumen gemessen und verglichen haben. Das Ergebnis: Beim regelmäßigen Stoßlüften dringen immer noch weniger Pollen ein im Vergleich zu einem schwachen, aber kontinuierlichem Luftzug.

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