Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Heimwerkermaterial, Badezusatz und Co.

Verwerten statt wegwerfen – Upcycling-Ideen für Weihnachtsbäume

Verwerten statt wegwerfen – Upcycling-Ideen für den Weihnachtsbaum
Kein seltener Anblick: Nach den Feiertagen landen viele Weihnachtsbäume bis zur Abholung am StraßenrandFoto: Getty Images

Kaum ist das Weihnachtsfest vorbei, fliegen die ersten Weihnachtsbäume schon wieder aus den Wohnungen. Doch wohin mit dem guten Stück, das eigentlich viel zu schade zum Wegwerfen ist? myHOMEBOOK hat acht Upcycling-Ideen für Weihnachtsbäume gesammelt.

Viele der entsorgten Weihnachtsbäume könnten anderweitig noch verwendet werden. Vor allem, wenn man Bio- oder FSC-Siegel-zertifizierte Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen gekauft hat, kann man sie anschließend ohne Bedenken upcyceln. Acht Möglichkeiten im Überblick.

1. Tanne als Heimwerkermaterial

Das Holz von Nordmanntanne, Kiefer und Fichte ist deutlich weicher als beispielsweise das Holz von Eiche oder Buche. Daher ist es perfektes Schnitzmaterial für alle DIY-Fans. Das vergleichsweise weiche Holz erleichtert besonders Anfängern, erste eigene Stücke zu schnitzen – und das mit wenig Aufwand und handwerklichem Geschick.

Von der Tannenbaumspitze zum Quirl – so geht‘s

Anfänger Experte
Schwierigkeitsgrad
kurz lang
Dauer
0,- € > 1.000,- €
Kosten
  1. Zuerst die Tannenbaumspitze mit dem ersten Astkranz absägen.
  2. Danach das abgesägte Holzstück auf die gewünschte Länge kürzen.
  3. Nadeln sowie Rinde entfernen.
  4. Anschließend den Quirl schleifen und mit Pflanzenöl ölen.
  5. Bei Bedarf: Am Ende des Stiels ein Loch als Aufhängung bohren. Ebenso optional: den Stiel des Quirls farblich gestalten.

Weitere Inspiration gefällig?

  • Aus dem Weihnachtsbaumstamm lässt sich ebenso gut ein Kleiderständer für den Flur schnitzen. Die Achsen der Äste werden ohne großen Aufwand zu Garderobenhaken.
  • Aus den Ästen lassen sich außerdem Sitzstangen für Vogelkäfige oder anderweitige kletterfreudige Haustiere herstellen.
  • Aus abgesägten, dickeren Ästen können Holzknöpfe werden.

Hierzu passend: Richtig sägen – mit diesen 7 Tipps klappt es

2. Tannennadeln als Badezusatz

Zugegeben, rieselnde Tannennadeln am Fußboden bieten keinen erfreulichen Anblick. Dennoch haben es die piksenden Teile von Kiefer, Fichte und Tanne durchaus in sich. Dank ihrer ätherischen Öle sind sie ein wunderbarer Zusatz für Entspannungs- und Erkältungsbäder. Ein solches Bad wirkt bei Erkältungssymptomen schleimlösend und entspannend.

Von der Tannennadel zum Badezusatz – so geht‘s

Anfänger Experte
Schwierigkeitsgrad
kurz lang
Dauer
0,- € > 1.000,- €
Kosten
  • 100 g Nadeln für zehn Minuten aufkochen.
  • Den Sud anschließend durch ein Sieb direkt ins Badewasser gießen.

3. Upcycling-Idee: Tannen-Tee

Nicht nur als Badezusatz können Kiefer- und Fichtennadeln ihre heilsamen Kräfte entfalten. Auch als Tee zubereitet, bekämpfen die ätherischen Öle und der hohe Vitamin C-Gehalt der Nadeln Erkältungssymptome effektiv. Ein solcher Tee soll zudem Frühjahrsmüdigkeit wunderbar vertreiben können.


Von der Tannennadel zum Tee – so geht‘s

Anfänger Experte
Schwierigkeitsgrad
kurz lang
Dauer
0,- € > 1.000,- €
Kosten
  • Für eine Tasse Tee aus Tannennadeln zuerst circa einen Teelöffel Tannennadeln zerkleinern.
  • Die zerkleinerten Nadeln danach direkt in eine Tasse, ein Teesieb oder einen Teefilter füllen.
  • Heißes Wasser aufgießen.
  • Den Tee anschließend zehn Minuten ziehen lassen.
Tannennadeln zu Tee upcyceln
Wussten Sie, dass man die Nadeln von Weihnachtsbäumen auch zu Tee upcyceln kann?Foto: Getty Images

4. Tannennadeln als Schneckenschreck

Sie gelten als altbewährtes Hausmittel im Kampf gegen Schnecken: Tannennadeln. Ohne große Umstände oder gar chemische Mittel halten Tannennadeln die gefräßigen Tiere von Gewächsen fern. Dafür einfach die Nadeln des Weihnachtsbaumes aufsammeln, an einem trockenen Ort lagern und dann bei Bedarf im Frühling um Stauden und Pflanzen streuen. Wie ein Bannkreis halten die Nadeln des Weihnachtsbaumes Schnecken fern.

Tannennadeln schützen Pflanzen vor Schnecken
Die vom Weihnachtsbaum gesammelten Nadeln können schneckengefährdete Pflanzen im Frühjahr ganz natürlich schützenFoto: Getty Images

5. Der Weihnachtsbaum als Kompostbeschleuniger

Eine weitere Upcycling-Idee für den Weihnachtbaum: Verwenden Sie ihn als Kompostbeschleuniger! Wer die Möglichkeit hat, kann den ausgedienten Weihnachtsbaum durchaus auf dem eigenen Kompost entsorgen. Da während der Wintermonate vorwiegend feuchte Küchenabfälle auf dem Kompost landen, können sich die Zweige des Weihnachtsbaumes positiv auf die Kompostierung auswirken. Durch die Zweige und Nadeln des ausgemusterten Weihnachtsbaumes bekommt die Kompostmasse mehr Struktur. Dadurch wiederum wird der Kompost besser durchlüftet. Und auch dem Weihnachtsbaum bekommt die Entsorgung auf dem Komposthaufen: Die feuchten Küchenreste begünstigen seine Zersetzung.

Ein alter Weihnachtsbaum kann auf dem Kompost entsorgt werden
Die Reste des Weihnachtsbaumes sind eine ideale Ergänzung für den heimischen KomposthaufenFoto: Getty Images

6. Den Weihnachtsbaum als Frostschutz upcyceln

Vom Wohnzimmer in den Garten: Gartenbesitzer können ihren ausgedienten Weihnachtsbaum auch als Frostschutz nutzen. Dazu einfach die Äste absägen und diese in mehreren Lagen flach auf den Beeten verteilen. Besonders empfindliche Pflanzen und sehr zeitig austreibende Blumenzwiebeln sind so vor Frost und eisigem Wind optimal geschützt.

7. Vom Weihnachtsbaum zum Mulchmaterial

Der Weihnachtsbaum kann alternativ auch zu Mulch verarbeitet werden. Hierzu den kompletten Baum in circa vier Zentimeter große Stücke schreddern. Ein im Baumarkt ausgeliehener Häcksler erleichtert die Arbeit. Anschließend den Mulch ausgiebig auf den Beeten ausbringen. Ein derartiger Mulch schützt die Beete nicht nur vor Frost. Auch bereichert er den Boden mit notwendigen Nährstoffen und reduziert gleichzeitig die Verdunstung. Praktischer Nebeneffekt: Unkraut hat es in einem gemulchten Beet zur Freude jedes Gärtners sehr schwer.

8. Der Weihnachtsbaum als Brennmaterial

Die nächste Upcycling-Idee ist vermutlich die bekannteste: das Verbrennen des Weihnachtsbaumes. Als Brennmaterial erweist sich der ausgediente Weihnachtsbaum nach den Feiertagen als nützliches Utensil. Als gemeinschaftliches Event, gern organisiert von Freiwilligen Feuerwehren und Pfadfindern, lodern zu Beginn des neuen Jahres vielerorts die ausrangierten Weihnachtsbäume. Einige Weihnachtsbäume landen sogar erst zu Ostern im Feuer.

Für den Hausgebrauch empfiehlt es sich, das Holz des Weihnachtsbaumes unbedingt gut durchtrocknen zu lassen. Kleine Faustregel hierzu: Die Restfeuchte sollte unter 20 Prozent liegen. Auf diese Weise wird eine ungewollte starke Rußbildung vermieden. Experten raten daher, die zersägten Teile des Weihnachtsbaumes vor dem Verbrennen ruhig für zwei bis drei Jahre an einer trockenen Stelle zu lagern.

Der Weihnachtsbaum soll nicht upgecycelt, sondern entsorgt werden? Dann nutzen Sie den Service der Städtischen Abfall- und Entsorgungsbetriebe. Diese bieten das Abholen des Weihnachtsbaumes meist kurz nach dem Jahreswechsel an. Die Termine können aus dem Abfallkalender oder auf den entsprechenden Internetseiten eingesehen werden. Keinesfalls sollten Weihnachtsbäume im Wald entsorgt werden! Eine Entsorgung des Baumes im Wald wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. Als illegale Entsorgung von Gartenabfällen oder Müll werden je nach Bundesland laut Bußgeldkatalog Bußgelder in Höhe von fünf bis 100 Euro fällig.