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Schritt für Schritt zum eigenen Freibad

»Dieses Jahr machen wir Urlaub in NaPOOLi

Volker H. aus der Nähe von Stuttgart wird den Badeurlaub mit seinen Söhnen Finn (l.) und Anton im eigenen Pool verbringenFoto: iStock bei Getty Images
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„Eigentlich stand dieses Jahr ein großer Trip mit der ganzen Familie an – der ist leider storniert. Das dafür geplante Budget stecken wir nun in einen eigenen Pool“, erzählt Volker H. „Damit der Badeurlaub nicht ganz ins Wasser fällt.“ Wir durften die Familie auf ihrem Trip begleiten und geben Tipps für das „Erlebnisbad“ im eigenen Garten.

Wer einen Pool plant, muss sich vor Baustart informieren, ob eine Baugenehmigung einzuholen ist – am besten schon in einem sehr frühen Planungsstadium. „Auskünfte erteilt die lokale Baubehörde“, erklärt Markus van Iterson, Gartenbauexperte bei OBI. „Dort bekommen Sie die nötigen Informationen zu Form und Umfang der verlangten Planungsunterlagen und zu den örtlichen Vorschriften zu Grenzabständen sowie zur Wasserentsorgung.“

Volker und Karen H. wollen ihren Familienurlaub diesen Sommer am eigenen Pool verbringen: „Auf das geplante Budget für die Reise mussten wir zwar noch einiges drauflegen, aber dafür haben wir ja auch lange was davon“, erzählt das Paar schmunzelnd Foto: iStock by Getty Images

Die Vorschriften für private Schwimmbecken sind von Kommune zu Kommune verschieden. Bei Pools, die oberirdisch aufgestellt werden können und nicht mehr als 50 Kubikmeter Wasser fassen, brauchen Sie die Baubehörde in der Regel nicht zu informieren. Selbst wenn keine Genehmigung fällig wird, muss der neue Pool dennoch planungsrechtlich zulässig sein. Wer sich nicht daran hält, kann später Probleme bekommen. Es gilt der Grundsatz: Fragen kostet nichts!

Unser Platz an der Sonne

van Iterson: „Ideal ist ein sonniger, nach Südost ausgerichteter Platz, möglichst nicht unter Bäumen – egal ob Laub oder Nadel. So kann die Sonnenwärme genutzt werden, um das Wasser zu temperieren, und es fällt weniger ins Becken, das mühsam herausgefischt werden muss.“ Tipp: Achten Sie darauf, dass Strom- und Wasserleitungen in der Nähe liegen. So können die Kosten kleingehalten werden.

Wenn das zuständige Amt informiert ist und keine Einwände hat, geht es darum, die Größe festzulegen – die ist zum einen eine Frage des Platzes und zum anderen des Budgets. Außerdem spielt die Anzahl der Personen, die den Pool zeitgleich nutzen wollen, eine Rolle: „Pro Badegast sollten Sie mit einer Schwimmbecken-Oberfläche von zweieinhalb Quadratmetern oder vier Kubikmeter Wasser kalkulieren. Bei vier Badegästen kommen Sie so auf eine Grundfläche von zehn Quadratmetern bzw. 16 Kubikmeter Poolwasser“, erklärt van Iterson. Der durchschnittliche Pool in einem Privatgarten ist übrigens etwa vier mal acht Meter groß oder hat einen Durchmesser von sieben Metern.

Der neue Pool nimmt eine große Fläche im Garten ein: „Trotzdem haben wir eine zusätzliche Terrasse geplant, denn in Zukunft wollen wir am Wasser sitzen“, sagt Volker H. Foto: iStock by Getty Images

„Um ordentlich schwimmen zu können, sollte die Beckentiefe zwischen 1,5 und 1,6 Metern liegen – so kommen Sie auf eine Wassertiefe von ca. 1,3 und 1,4 Metern“, sagt der Experte. Achtung: Wer gefahrlos ins Wasser springen möchte, muss tiefer planen!

Die Familie aus der Nähe von Stuttgart hat sich für ein betoniertes Folienbecken entschieden und für die Umsetzung Hilfe bei den MachbarMachern* gesucht: „So konnten wir die Arbeiten, die wir uns zugetraut haben, selbst erledigen. Die komplizierteren Jobs – z.B. die Bodenplatte – haben wir den Profis überlassen“, erzählt das Paar.

Pool-Typen im Vergleich:

  • In den Gartenboden eingelassen: Bevor es losgeht, müssen Bauherren bei der zuständigen Behörde checken, ob eine Genehmigung einzuholen ist. Je nach Größe fällt eine Menge Erdreich an, das abtransportiert werden muss. „Für die reine Bauzeit sollten Sie etwa 14 Tage einplanen“, erklärt Markus van Iterson. Interessenten können zwischen betonierten Folienbecken, Stahlwand-Folienbecken, Kunststoff- und Edelstahlbecken wählen – je nach Budget.
  • Oberirdisch: Hier stehen in erster Linie Stahlwand-Folienbecken, Modelle mit Stahlrohrrahmen und seltener Styroporstein-Konstruktionen zur Auswahl, die auf dem Gartenboden aufgestellt werden. Leitern und Verkleidungen sind meist im Setpreis enthalten.

Oberirdische Pools sind in der Regel günstiger und schneller bereit zum Anbaden als eingelassene Modelle. Wichtig: Der Untergrund muss vorbereitet werden – sprich: „Der Boden muss waagerecht sein, da das Becken sonst umkippen kann“, warnt van Iterson. Außerdem können selbst kleine Steine und Wurzeln Risse in der Folie verursachen – dringend entfernen! Den sichersten Stand hat Ihr Pool, wenn Sie den Boden mit dem Spaten ausstechen. Ein Unkraut-Vlies verhindert, dass Wurzeln an die Folie gelangen. Eine dünne Schicht Quarzsand oder feiner Brechsand gleicht selbst kleinste Unebenheiten aus: „Den Sand nach dem Auftragen befeuchten und dann mit einem geraden Brett oder einer Richtlatte eben abziehen“, erklärt der Experte.
Tipp: Spezielle Unterlagen schützen die empfindliche Pool-Folie und sorgen zusätzlich für ein angenehmes Fußgefühl.

  • Pop-up-Swimmingpools werden zum Start der Badesaison im Garten aufgestellt und brauchen einen ebenen Untergrund – sind aber ansonsten sehr flexibel. Sets dieser aufblasbaren Pools werden meist mit Pumpen und allem nötigen Zubehör geliefert.
  • Planschbecken: Wenn nur kleine Kinder Spaß im Wasser haben wollen, reichen kleine Becken zum Aufblasen oft schon aus. Das Wasser ist schnell gewechselt, auf den Einsatz von Chemikalien kann verzichtet werden.
    Tipp: „Bei Fragen zu Typen und Umsetzung helfen die Gartenplaner von OBI gern weiter“, verrät der Experte.
Für welches Modell man sich entscheidet, hängt vom Platz im Garten und natürlich vom Budget ab. Doch egal ob Planschbecken für die Kleinen, ein Pop-up-Pool für den ganz schnellen Badespaß oder ein dauerhafter Pool – über oder unter der Erde: Für Abkühlung und Spaß sorgen alleFoto: OBI; iStock by Getty Images

„Für einen Pool mit 3,5 x 8 Metern müssen Sie bei einer Tiefe von ca. 1,5 Metern mit etwa 4000 bis 5000 Euro rechnen.“
Markus van Iterson

Mehr Freude am Pool

Wer schon im Frühling und noch im Spätsommer seine Bahnen ziehen möchte, kann das Pool-Wasser mit einer Wärmepumpe, einer Solar- oder Elektroheizung temperieren. Eine Wärmepumpe ist umweltfreundlich und effizient, aber leider nicht ganz günstig. Eine Solarheizung kostet sehr viel weniger, braucht aber viel Platz. Auch die Elektroheizung reißt kein großes Loch ins Budget, braucht aber ziemlich lange, um große Wassermengen zu erwärmen. Übrigens: „Die Folgekosten für den Unterhalt der Heizung bei der Entscheidung nicht vergessen!“, gibt Markus van Iterson zu bedenken.

Apropos Reinigung: Zur regelmäßigen Pool-Pflege gehören die Wasser- und Beckenreinigung, die pH-Regulierung sowie der Schutz vor Kalkablagerungen. Grobe Verschmutzungen im Wasser können Sie mit dem Kescher beseitigen, feine Schwebe- und Sinkstoffe entfernen die Filteranlage oder ein Pool-Roboter.

Ein Saugroboter gehört zu den gängigen Hilfsmitteln bei der Pool-Reinigung und -PflegeFoto: iStock by Getty Images

Das Becken selbst und Leitern sowie Griffe können Sie mit Reinigungsmitteln, die Verkalkungen lösen und vorbeugen sowie wirksam gegen Algen und Braunfärbungen sind, wieder zum Strahlen bringen. Die Ausbreitung von Bakterien und Algen können Sie mit der regelmäßigen Kontrolle des pH-Wertes sowie per Chlor-Zugabe verhindern – es gibt aber auch chlorfreie Alternativen.

„In der Regel reicht es, den Pool zu Saisonbeginn zu putzen und mit frischem Wasser zu füllen“, erklärt der Gartenbauexperte. Neben Schrubber, Schwamm und Lappen kann sich dabei der Einsatz eines Hochdruckreinigers lohnen. Abgepumpt wird mit einer Tauchpumpe: Das Wasser darf nicht in Kanäle, Flüsse oder Seen geleitet werden und sollte auf dem eigenen Grundstück (Beet, Wiese) versickern.

Tipp: Ein Pool wird mit Trinkwasser gefüllt. Wenn Sie bei Ihrer Kommune eine Gartenwasseruhr bestellen, wird der Verbrauch separat berechnet. Da das Wasser im Boden versickert und nicht über den Kanal abgeleitet werden muss, fallen keine Kanalgebühren an. So können Sie sparen!

Mit 8,5 m Länge bietet der Pool genug Platz für die fünfköpfige Familie: „Wenn dann noch die Freunde der Kinder da sind, wird es manchmal eng werden“, glaubt Mutter Karen

Pool-Probleme erkennen und lösen:

ProblemMögliche Ursache(n)Lösung
Grünes Wasser – gestörte Filterfunktion
– pH-Wert nicht richtig eingestellt
– organische Verschmutzungen
– Filteranlage gründlich rückspülen
– pH-Wert auf 7,0–7,4 einstellen
– Stoß-Chlorierung vornehmen
– abgesunkene Algen absaugen
Trüb-milchiges Wasser– pH-Wert wahrscheinlich zu hoch– Filteranlage gründlich rückspülen
– pH-Wert mittels pH-Minus auf 7,0–7,4 einstellen
– Flockungsmittel verwenden und Filteranlage 5–6 Stunden durchlaufen lassen
Braunes Wasser– Kupfer- oder Eisenablagerungen im Schwimmbadwasser– Filteranlage gründlich rückspülen
– pH-Wert mittels pH-Minus- oder -Plus auf 7,0–7,4 einstellen
– Poolwasser Flockungsmittel beigeben
– Eisen- oder Metall-Ex in den Pool geben
Haut- und Augenreizungen– pH-Wert und/oder der Chlor-Wert falsch eingestellt– Filteranlage gründlich rückspülen
– pH-Wert mittels pH-Minus- oder -Plus auf 7,0–7,4 einstellen
– Chlor-Wert prüfen: Ist dieser zu hoch, Becken mit Frischwasser auffüllen oder den Dosierschwimmer mit Langzeittablette aus dem Wasser entfernen, bis der Chlorwert wieder bei 0,5–1,0 mg/l liegt
Mit der richtigen Pflege macht das Abtauchen im eigenen Pool noch mehr Spaß! Foto: iStock by Getty Images

Mit Sicherheit mehr Badespaß

„Wenn Sie einen Pool anlegen – egal ob als Eigentümer, Mieter oder Pächter –, unterliegen Sie der Verkehrssicherungspflicht“, gibt van Iterson zu bedenken. Das bedeutet: Sie sind dafür verantwortlich, dass niemand zu Schaden kommt. Das heißt auch, dass Sie das Schwimmbecken vor unbefugtem Betreten schützen müssen. Die Regeln zur Pool-Sicherung sind regional verschieden: „Informieren Sie sich vor Baubeginn bei Ihrer Gemeinde, welche Maßnahmen gefordert sind“, rät der Experte.

Möglichkeiten zur Pool-Sicherung:

  • Pool-Alarm: Das Gerät gibt ein Signal, wenn sich im Becken etwas tut. So können Sie schnell reagieren.
  • Eine Abdeckung kann nicht nur Unfälle verhindern, sondern sorgt auch dafür, dass weniger Schmutz in den Pool gelangt und die Temperatur gehalten wird. Es gibt Planen – die als Kinderschutz meist nicht ausreichend sind –, aber auch feste Lösungen zum Schieben (z.B. aus Plexiglas) oder Heben.
  • Ein Zaun sorgt dafür, dass Kinder und auch einige Tiere nicht mehr ans Wasser gelangen können.

An Land geht die Party erst richtig los

Ein cooler Pool ist allerdings nur die halbe Miete: „Wir legen neben dem Becken eine neue Terrasse an“, erzählt Volker H. „Partys mit Freunden und der Nachmittagskaffee mit der Familie werden dann wohl hier steigen.“ Damit man nicht wegen jeder Kleinigkeit in die Küche laufen muss, gibt es auf der Veranda des hübschen Gartenhäuschens bereits eine selbst gebaute Sommerküche: „Dort steht der Grill, wir haben fließend Wasser und auch einen Kühlschrank – im Sommer findet das Familienleben bei schönem Wetter fast ausschließlich hier statt.“

In der Nähe des Pools gibt es schon ein Gartenhäuschen mit selbst gebauter Sommerküche: „Der Aufbau ging dank der übersichtlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung problemlos über die Bühne, und mit der neuen Terrasse werden wir sie wohl noch mehr nutzen als bisher“, freut sich die FamilieFoto: OBI

Krönung des Party-Areals am neuen Pool ist eine modulare Garten-Lounge: „Wir haben lange nach etwas Passendem gesucht und uns dann entschieden, das Möbel selbst zu bauen. So passen Farbe und Größe perfekt zu uns und unseren Bedürfnissen – und wenn wir mal mehr Platz brauchen sollten, können wir problemlos erweitern“, erzählt der Familienvater.

Die schicke Sitzecke für den Pool will Volker H. zusammen mit seinen Söhnen selbst bauen: „Das hat schon bei der Sommerküche gut geklappt“, erzählt der Familienvater

„Wir sind wirklich happy mit unserer Entscheidung für einen eigenen Pool. Das Schwimmbad am Ort ist in die Jahre gekommen und immer ziemlich voll, und Badeseen gibt es bei uns in der näheren Umgebung auch nicht. So können wir und die Kinder uns im Sommer abkühlen – auch wenn wir nicht verreisen“, freuen sich Karen und Volker H.

Sommerurlaub in NaPOOLi: Finn und Anton finden den Plan ihrer Eltern prima! Foto: iStock by Getty Images

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MachbarMacher* ist ein Service der MachbarMacher GmbH, Albert-Einstein-Str. 7-9, 42929 Wermelskirchen. Im Rahmen des Services wird die Umsetzung von Kundenprojekten durch Handwerker bzw. Dienstleister angeboten, die mit der MachbarMacher GmbH kooperieren und als „MachbarMacher“ tätig werden. Die MachbarMacher sind keine Mitarbeiter der MachbarMacher GmbH bzw. der OBI-Gruppe, sondern selbständige Dienstleister. Je nach Kundenprojekt können die MachbarMacher als Unterauftragnehmer der MachbarMacher GmbH oder auf Vermittlung der MachbarMacher GmbH im eigenen Namen und auf eigene Rechnung für den Kunden tätig werden; dies wird vor einer Beauftragung mit dem Kunden abgestimmt. Weitere Infos zum Service erhalten Sie auf www.obi.de/machbarmacher oder in Ihrem teilnehmenden OBI Markt.


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