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Wie man ihn vermeidet

Woher kommt eigentlich der ganze Staub in der Wohnung?

Staub in der Wohnung besteht aus organischen und anorganischen Stoffen
Staub in der Wohnung besteht aus organischen und anorganischen StoffenFoto: Getty Images

Staub in der Wohnung ist zwar lästig, aber leider kaum zu vermeiden. Doch es gibt Mittel und Wege, Hausstaub in den eigenen vier Wänden zu reduzieren. Dafür muss man jedoch zuerst wissen, wo die Staubkörner herkommen. myHOMEBOOK hat bei einer Expertin nachgefragt und erklärt, wie Staubpartikel in die Wohnung gelangen und wie Sie effektiv dagegen vorgehen.

Egal, ob in der Küche, im Wohnzimmer oder im Bad – Staub befindet sich überall in der Wohnung. Er besteht aus winzigen organischen und anorganischen Teilchen, die erst im Sonnenlicht sichtbar werden. Spätestens beim Putzen wird uns bewusst, wie viel Staub sich über die Zeit angesammelt hat.

Aus was besteht eigentlich Staub?

Staub ist eine Ansammlung winziger Partikel in der Luft, bestehend aus organischer und anorganischer Materie. Rund 130 Gramm Hausstaub entsteht durchschnittlich pro Jahr in einem Einpersonenhaushalt. Die organischen Bestandteile sondern hauptsächlich wir Menschen ab, aber auch Haustiere. Zu den organischen Anteilen zählen unter anderem Hautschuppen oder feine Härchen, aber auch pflanzliche Teilchen wie beispielsweise Pollen.

Den anorganischen Anteil bilden Textilfasern, Weichmacher aus Teppichfasern, winzige Gesteinskörnchen von der Straße oder Feinstaub. Zu letztem gehören auch Rußpartikel von Abgasen oder Reifenabrieb, welche von draußen in die Wohnung geweht werden.

Staub ist für uns zwar eine lästige Angelegenheit, für andere Organismen wie Milben, Bakterien oder auch Schimmelpilze jedoch Lebensgrundlage. Überall, wo es Staub gibt, existieren also auch Kleinstlebewesen. Vor allem den Hausstaubmilben kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, da viele Menschen allergisch auf deren Ausscheidungen reagieren, und nicht wie oft fälschlicherweise angenommen auf den Hausstaub selbst.

Wie gelangt Staub in die Wohnung?

In jeder Wohnung gibt es Hausstaub. So unterschiedlich wie seine Zusammensetzung sind auch seine Quellen. „Typischer Hausstaub entsteht vor allem in der Wohnung selbst“, weiß Rosemarie Weber vom DHB Netzwerk Haushalt, Ortsverband Augsburg e. V. Eine Hauptursache von Staub in Räumen sind die Menschen, die sich darin aufhalten. Da sich unsere Haut ständig erneuert, werden die winzigen abgestorbenen Hautpartikel an die Luft abgegeben.

Staub entsteht auch durch den Abrieb von Textilien „wie Teppichböden, Kissen aber auch Kleidung“, weiß Weber. „Das kann man besonders gut sehen, wenn man Wäsche im Trockner trocknet.“

Da Staub jedoch ein ganz natürlicher Bestandteil von Luft ist, gelangt er auch über das offene Fenster von draußen in die Wohnung. Eine weitere Staubquelle ist ebenso schwer zu vermeiden und entsteht durch menschliche Bewegung. Beim Gehen, Sitzen oder sogar Liegen werden Fasern von Schuhen, Teppich, Kleidung oder Polstermöbeln abgerieben, die zur Staubbildung beitragen.

Ist Staub in der Wohnung gesundheitsschädlich?

Staub in der Wohnung kann nicht nur optisch stören. Er kann sich auch schädlich auf unsere Gesundheit auswirken. Viele Stoffe atmen wir zusammen mit dem Staub ein, darunter Umweltgifte, ausgedünstete Chemikalien oder Schimmelpilze. „Besonders betroffen sind auch die Hausstauballergiker, denn ihnen macht die  überall vorkommende Hausstaubmilbe beziehungsweise deren Ausscheidungen zu schaffen“, weiß Weber.

Wie kommt Staub auf das Bücherregal oder den Kleiderschrank?

Viele Fragen sich, warum sich gerade auf höher gelegenen Oberflächen in der Wohnung relativ viel Staub ansammelt. Dazu zählen beispielsweise die Oberseiten von Regalen oder Schränken, aber auch Bilder- und Türrahmen. Die Erklärung für dieses Phänomen: Warme Luft sammelt sich in der Mitte des Raumes, steigt nach oben und transportiert die Staubteilchen in Richtung Decke. Da die Luft an den Wänden kühler ist, sinken die Partikel dort langsam wieder herab und sammeln sich auf den Flächen.

Eine andere Lösung ist die Tatsache, dass wir an diesen Stellen für gewöhnlich nicht so oft putzen und sich deshalb Staub über einen längeren Zeitraum hinweg ansammeln kann. Diese Schmutzteilchen bestehen zum Großteil aus menschlichem Hautabrieb.

Auch interessant: Erst Staub wischen und dann Staub saugen oder umgekehrt?

Was hilft gegen Staub in der Wohnung?

Staub ist lästig, aber da er natürlicher Bestandteil ist, kann man nicht viel dagegen tun. Wichtig: Laut Weber sollte man den „Staub wirklich aufwischen und nicht nur von den Möbeln wirbeln“. Greifen Sie deshalb anstatt zum Staubwedel lieber zu einem feuchten Lappen, womit Sie den Staub auch wirklich aufnehmen können. Einige Maßnahmen helfen dabei, Staub in der Wohnung einzudämmen. Dazu zählen:

  • Regelmäßiges Saugen
  • Lüften
  • Ausschütteln von beweglichen Textilien
  • Auf angemessene Luftfeuchtigkeit achten

Wie entstehen Staubmäuse?

Zusammenballungen von Hausstaub, im Volksmund häufig auch Staubmaus oder Wollmaus genannt, gibt es überall dort, wo sich viele Staubpartikel ansammeln. Vor allem unter Betten, Schränken und Kommoden tauchen sie auf. Oft kommen sie erst zum Vorschein, wenn sie in die Mitte des Raumes geweht werden.

Ein feiner Luftzug reicht schon aus, damit sich die Teilchen lösen, in Bewegung geraten und über den Boden wandern. Elektrostatische Ladung von Textilfasern kann diesen Prozess begünstigen. Unterwegs sammeln sie weitere Partikel auf, es bildet sich ein Ballen. Dieser kann mehrere Zentimeter groß werden.

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