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Standort, Dauer, Lüften

Wäsche in der Wohnung trocknen – die wichtigsten Tipps

Wäsche richtig in Wohnung trocknen – worauf man achten muss
Wenig Platz, aber viel Wäsche? Dann sollten Sie auf ein paar Dinge achtenFoto: Getty Images

Im Herbst und Winter trocknen viele die Wäsche in der Wohnung. Allerdings trocknet diese in der Regel nicht so schnell wie an der frischen Luft. Zudem sollte man dabei unbedingt vermeiden, dass sich Schimmel bildet. Wie trocknet man die Wäsche ohne Trockner und mit begrenztem Platz richtig in der Wohnung?

Was viele nicht wissen: Rund zwei Liter Wasser befinden sich in der Wäsche, wenn sie aus der Maschine kommt, trotz Schleudergang. Hängt man die Textilien in der Wohnung auf den Wäscheständer, zieht die Feuchtigkeit in die Wände und bietet dort einen perfekten Nährboden für Schimmel. Abhilfe kann man schaffen, wenn man seine Wäsche am richtigen Standort und vor allem auf die richtige Art und Weise in der Wohnung zum Trocknen aufhängt.

Wäsche in der Wohnung trocknen – ist das überhaupt erlaubt?

Ja. Laut Mieterbund dürfen Mieter ihre Wäsche in der Wohnung trocknen. Klauseln im Mietvertrag, die etwas anderes aussagen, sind unwirksam. Mieter müssen dabei nur für ausreichend frische Luft sorgen, damit keine Feuchtigkeitsschäden entstehen.

Welcher Standort ist der beste?

Entscheidend dabei kann schon die Wahl des richtigen Standorts sein. Am besten ist ein warmes Zimmer, das gut durchlüftet werden kann. Sobald der Wäscheständer aufgestellt ist, sollte man regelmäßig stoßlüften. Das bedeutet: morgens und abends die Fenster für etwa zehn Minuten weit aufmachen. Die Zimmertür sollte hingegen die ganze Zeit geschlossen bleiben, damit sich die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung verteilen kann.

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Wie hängt man Wäsche zum Trocknen richtig auf?

Um Wäsche in der Wohnung zu trocknen, braucht es nicht nur den passenden Standort, sie muss auch richtig aufgehängt werden. Das bedeutet konkret:

  1. Die frische Wäsche zuerst kräftig ausschlagen, um überschüssige Feuchtigkeit loszuwerden.
  2. Wäschestücke nicht zu nah aneinander aufhängen. Am besten einen Zentimeter Platz lassen.
  3. Hemden und Shirts auf einen Bügel ziehen und diesen am Ständer befestigen.
  4. Ständer dann am besten in die Nähe des Fensters stellen, damit die Luft gut zirkulieren und die Feuchtigkeit schneller hinausgeleitet werden kann.

Kann man das Trocknen beschleunigen?

  • Wenn es die Materialien zulassen, kann ein zusätzlicher Schleudergang helfen.
  • Mithilfe von Ventilatoren für einen guten Luftzug sorgen.
  • Einzelne Stücke auf Bügeln in die Nähe von Heizkörpern hängen.
  • Wenn es besonders schnell gehen muss, kann man einzelne Teile föhnen oder trocken bügeln. Das bietet sich aber nur in Notfällen und nicht etwa für eine ganze Ladung Wäsche an.

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Warum riecht nasse Wäsche, wenn sie länger liegenbleibt?

Das liegt oftmals an Bakterien, die sich in der nassen Wäsche tummeln. Sie produzieren Stoffe, die für einen muffigen Geruch sorgen. Je länger die nasse Wäsche liegenbleibt, desto stärker vermehren sie sich, desto stärker fällt wiederum der Geruch aus. Bakterien fangen aber auch an, sich stärker zu vermehren, wenn man zu wenig Waschmittel oder nur kurze Waschprogramme nutzt. Beides ist zu schwach, um die Bakterien zu bekämpfen.

Noch schlimmer wird es, wenn die nasse Wäsche zu lange in einer geschlossenen Waschmaschine liegt. Oft fängt dann nicht nur die Kleidung an zu riechen, sondern auch die Maschine selbst, da sich Mikroorganismen und sogar Schimmelsporen ausbreiten können. Übrigens: Bleibt Wäsche mal für ein, zwei Stunden in der Maschine, sollte beides noch nicht anfangen zu riechen.

Kann man Wäsche im Winter auch draußen trocknen?

Ja, Wäsche kann man sogar bei niedrigen Temperaturen im Herbst und Winter draußen aufhängen. Ein physikalischer Effekt sorgt dabei sogar dafür, dass die Feuchtigkeit schneller aus der Wäsche entweicht. Um was es sich dabei handelt, lesen Sie in diesem Artikel.