Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Frühjahr

Frostschaden! Kann man Pflanzen noch retten? 

Pflanzen retten, die einen Frostschaden haben
Zu spät reagiert, erleiden Pflanzen in der kalten Jahreszeit schnell FrostschädenFoto: Getty Images

Während der verholzte Teil einer Pflanze robust ist und der Kälte trotzen kann, sind die Blätter und Triebspitzen anfällig für Frostschäden. Schnelles Handeln ist gefragt, wenn man erkennt, dass Teile der Pflanze erfroren sind. Wichtige SOS-Tipps bei Pflanzen mit Frostschäden im Überblick.

Auch im Frühjahr können die Temperatur unter Null sinken. Besonders in der Nacht kommt es dann zu Frost. Wer im März und April die Pflanzen bereits aus ihren Wintermänteln aus Vlies, Jute oder Reisig befreit hat, beobachtet in den nächsten Tagen wohlmöglich zusammengerollte Blätter oder leblos herunter hängende Triebe – klare Anzeichen für Frostschäden. Ob man die Pflanze mit Frostschaden noch retten kann, erklärt myHOMEBOOK.

Woran erkennt man einen Frostschaden bei Pflanzen?

  • herunterhängende Blätter und Triebe
  • faulige Wurzeln
  • Hobbygärtner können mit dem Fingernagel auch etwas Rinde abkratzen. Ist der Trieb darunter grün, lebt er. Eine braune Färbung bedeutet, dass er abgestorben ist.

Notfall-Tipps, um Pflanzen mit Frostschaden zu retten

Für Kübelpflanzen

Um Pflanzen mit einem Frostschaden zu retten, muss man sie sofort reinholen und an einen kühlen Ort (fünf bis sieben Grad) stellen – beispielsweise Keller oder Wintergarten. Dann heißt es: regelmäßig gießen und die Pflanze beobachten. Viele erholen sich bereits innerhalb weniger Tage wieder und Triebspitzen sollten sich wieder aufstellen.

Als Nächstes sollte die Pflanze dann ins Winterquartier umziehen. Vorher aber die Triebspitzen, die immer noch leblos herunterhängen, abschneiden. Sie können sich von dem Frostschaden nicht mehr erholen. Sofern Blätter abgefroren sind, sollte man sie erst dann entfernen, wenn sie wirklich komplett eingetrocknet sind. Im Winterquartier kann man die Bewässerung dann wieder verringern.

Auch interessant: Gurken vermehren – worauf man dabei unbedingt achten sollte

Für Beetpflanzen

Pflanzen im Beet mit Frostschaden lassen sich ad hoc nicht einfach retten. Es hilft, wenn man die erfrorenen Teile der Beetpflanzen so lange nicht abschneidet, bis sie neu austreiben. Dann ist klar erkennbar, welche Teile wirklich tot sind und nicht mehr gerettet werden können.

Vorsicht vor Austrocknen in Frostperiode

Während der Wintermonate brauchen Pflanzen zwar weniger als im Sommer, aber sie brauchen trotzdem regelmäßig Wasser. Ansonsten trocknen sie aus – auch eine Form des Frostschadens. Hobbygärtner sollten ihren Pflanzen daher an frostfreien Tagen Gießwasser verabreichen.

Auch interessant: Die richtige Pflege für Zimmerpflanzen im Winter

Kübel- und Beetpflanzen vor Frostschaden bewahren

Tipps für Kübelpflanzen

Erst einmal sollte man in Erfahrung bringen, wie gut die jeweilige Pflanze mit niedrigen Temperaturen oder sogar Frost umgehen kann. Empfindliche Pflanzen müssen unbedingt rechtzeitig ins Winterquartier umziehen. Diejenigen, die Kälte aushalten, sollte man trotzdem mit einem Frostschutz versehen. Kokosmatten oder Vlies um den Topf gewickelt schützen die Wurzeln und können auch ein vorzeitiges Verdunsten von Wasser verhindern.

Tipps für Beetpflanzen

Um Beetpflanzen vor einem Frostschaden bewahren zu können, muss man sie rechtzeitig mit Stroh, Reisig oder Vlies abdecken.

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für