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Wunderschön, aber anspruchsvoll

Schützen Sie Ihre Kamelien im Winter vor Eis, Schnee und Sonnenbrand

Kamelien vor Winterschäden schützen: Schnee auf einer Kamelienblüte
Schön zickig: Damit Kamelien den Winter überstehen, brauchen sie viel PflegeFoto: Getty Images

Ein Kamelien-Baum im Garten ist ein seltener Hingucker, als Strauch im Kübel sieht man die schöne Teestrauch-Pflanze schon öfter. myHOMEBOOK gibt Tipps, wie man Kamelien gut durch den Winter bringt.

Kamelien sind wunderschön, jedoch auch ganz schön eigensinnig. Werden sie nicht richtig gepflegt, bilden sie entweder erst gar keine Knospen und wachsen nur mickrig. Oder sie werfen ihre Blütenknospen ab und gehen ein. Ein falscher Standort im Garten kann zudem zu Sonnenbrand auf den Blättern führen oder zum Austrocknen der Pflanze. Gerade im Winter brauchen Kamelien ausreichenden Schutz vor Winterschäden, damit sie Jahr für Jahr und für lange Zeit prächtig gedeihen und blühen.

Kamelien brauchen es kühl, aber nicht frostig

Wichtig: Der richtige Standort im Garten! Kamelien brauchen zwar viel Licht und auch Wärme, zu viel Morgensonne im Winter führt jedoch schnell zu Sonnenbrand auf den Blättern. Deshalb sollte man einen halbschattigen Standort wählen, beispielsweise in der Nähe einer Hecke oder Hauswand. Dort ist die Kamelie auch gut vor kaltem Wind geschützt. Zu viel Schatten wiederum verträgt die Garten-Diva wiederum auch nicht, sie bildet dann zu wenig Knospen aus.

Damit Kamelien ausreichend Zeit für die Wurzelbildung haben, werden sie im Frühjahr bis spätestens Anfang Juni in leicht saure Erde gepflanzt. Ideal sind Pflanzen, die schon vier bis fünf Jahre alt sind, denn dann werden Kamelien altersmilde und nicht mehr so anfällig für Winterschäden.

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Mulchschicht bietet Kamelien Schutz vor Winterschäden

Um Frostschäden am Wurzelballen zu vermeiden, sollte dieser mit einer Mulchschicht bedeckt werden. Dazu eignet sich beispielsweise Herbstlaub, das neben den Kälteschutz den Boden vor dem Austrocknen schützt. Zudem verhindert die Schicht, dass sich Unkraut breit macht. Laubmulch lässt sich auch gut mit Stroh und Kompost mischen.

Zusätzlich können der untere Stamm und der Wurzelballen mit Tannenzweigen und Vlies vor der Winterkälte geschützt werden. Von Plastikfolien als Winterschutz rät die Deutsche Kameliengesellschaft jedoch dringend ab und betont, wie wichtig das ausreichende Wässern in frostfreien Perioden im Winter ist. Denn neben Kälte macht den Pflanzen vor allem ein zu trockener Wurzelballen zu schaffen. Hier gilt: Lieber einmal in der Woche kräftig und durchdringend wässern – am besten mit Regenwasser. Wird zu oft, dafür aber nicht in ausreichender Menge gegossen, erreicht das Wasser nicht die tieferen Schichten im Boden. Dann droht die Pflanze auszutrocknen.

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Kamelien im Topf und Kübel sind pflegeintensiv

Viele Hobby-Gärtner glauben, eine Kamelie im Topf macht weniger Arbeit als ein im Garten gepflanzter Kamelienstrauch oder -baum. Irrtum! Denn gerade bei einer kleineren Kübel-Kamelie kann man viel falsch machen. Beispielsweise bei der Feuchtigkeit: Wird eine kleine Pflanze in einem zu großen Topf zu häufig gewässert, greift die zu nasse Erde schnell das feine Wurzelwerk an. Und bei falscher Dünnung kippt der pH-Wert der Erde, was die Kamelie nicht verträgt.

So lange es möglich ist, sollte die Kamelie überdies im Kübel draußen stehen. Erst, wenn die Temperatur unter den Gefrierpunkt rutscht, muss sie reingeholt werden. Aber auch da gibt es Fallstricke: Ein zu warmes Winterquartier mögen Kamelien ebenso wenig wie trockene Heizungsluft. Als Zimmerpflanze taugen Kamelien daher weniger. Ideal sind kühle zehn bis 15 Grad Zimmertemperatur, zum Beispiel im Keller, Treppenhaus oder in der Garage. Noch besser: Ein Gewächshaus oder Wintergarten.

Achtung: Der Wechsel des Standortes kann das empfindliche Gewächs schnell stressen. Dann reagiert sie mit dem gefürchteten Knospenabwurf. Daher sollte man Kamelien nicht mehr umstellen, wenn sich die ersten Knospen bilden.

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