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Befall verhindern

Wie kann man Pflanzen vor Pilzerregern schützen?

Pflanzen vor Pilzbefall schützen
Mehltau ist einer der häufigsten Pilze, unter denen Pflanzen leidenFoto: Getty Images

Werden Pflanzen von Pilzen befallen, kann auch die beste Pflege in vielen Fällen nicht mehr viel ausrichten. Daher ist es wichtiger, einem Pilzbefall zuvorzukommen – und das geht mit den richtigen Hausmitteln.

Weißer, mehlartiger Belag auf den Blättern oder gelb-bräunliche Flecken – die Pilzkrankheit Mehltau bereitet vielen Pflanzenliebhabern Probleme. Neben Rost oder Grauschimmel gehört sie zu den gängigsten der rund 100.000 Pilzkrankheiten. Mit welchen Hausmitteln kann man Pflanzen wie Tomaten, Gurken und Co. vor einem derartigen Pilzbefall schützen?

Verdünnte Milch und Zwiebeln verhindern Pilzbefall bei Pflanzen

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät zu Hausmitteln wie verdünnter Milch oder einem Zwiebel-Sud, um einem Pilzbefall bei Pflanzen vorzubeugen. Auch Brühe aus Ackerschachtelhalm oder ein Teeaufguss aus Brennnesseln gelten als Geheimtipp. Die Mittel können sowohl zur Vorbeugung, als auch bei fortschreitendem Pilzbefall auf die Blätter gespritzt werden.

Nicht bei Sonne oder Regen spritzen

Der Nabu empfiehlt, die Hausmittel an bedeckten und trockenen Tagen zu spritzen. Denn Sonnenlicht kann zur Verbrennung der Pflanze führen, Regen wiederum kann die Mittel wegspülen.

Entfernt man Teile der Pflanze, die stark unter einem Pilzbefall leiden, sollten die Blätter oder ganze Triebe nicht im Kompost landen, sondern in den Hausmüll wandern. Sonst können Pilzsporen darauf erhalten bleiben, die mitunter bei Wiederverwendung des Kompostes zu Neuinfektionen führen.

Feuchtigkeit verhindern

Gärtner sollten darüber hinaus darauf achten, dass die Blätter ihrer Pflanzen nicht zu dicht stehen. Sie regelmäßig zurückzuschneiden sorgt laut Nabu für eine bessere Durchlüftung und lässt die Blätter schneller abtrocknen.

Auch interessant: Wie schädlich ist Mehltau wirklich?

Produkte aus Fachhandel als Alternative

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) sieht den Einsatz von Hausmitteln zum Vorbeugen eines Pilzbefalls bei Pflanzen hingegen skeptischer. Vor allem, wenn man sie in hoher Dosierung anwendet. Zudem wurde die Umweltverträglichkeit dieser Lebensmittel nicht für den Zweck der Unkrautvernichtung geprüft. Besser ist es laut des Zentrums hingegen, zugelassene Produkte auf Essig- oder Pelargonsäurebasis in der richtigen Dosierung aus dem Fachhandel zu verwenden.