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Lichtverschmutzung

Haus- und Gartenbeleuchtung stört Wildtiere

Eule im Dunkeln
Wenn die Außenbeleuchtung an einem Wohnhaus die ganze Nacht leuchtet, ist das völlig unnötig. Besonders nach oben gerichtete Lichtstrahlen irritieren Vögel und Insekten.Foto: Getty Images

Künstliche Lichtquellen erhellen hier und da die Nacht. Vielen ist nicht bewusst, welche negativen Auswirkungen das mit sich bringen kann. Sie schaden unter anderem der Tierwelt.

Gehören Sie zu jenen, die es märchenhaft schön finden, wenn die Fassade des Hauses nachts angestrahlt und der Garten mit Lichterketten und Lichtkegeln in Szene gesetzt wird? Leider hat die romantischen Illuminationen auch eine Schattenseite: Haus- und Gartenbeleuchtung verursachen Lichtverschmutzung, die Wildtiere irritieren kann.

So nennen Forscher und Umweltschützer die Form der Umweltverschmutzung, wenn sich künstliches Licht negativ auf Mensch und Tier auswirkt. „Künstliche Lichtquellen machen die Nacht zum Tage. Das verhindert die Melatoninproduktion der Menschen, die dadurch schlechter zur Ruhe kommen. Auch Tiere werden im Tag-Nacht-Rhythmus gestört“, sagt Marianne Wolff vom Verbraucherservice Bayern.

Dazu passend: Wie kann man Lichtverschmutzung vermeiden?

Wildtiere werden durch Gartenbeleuchtung irritiert

Durch die Lichtstrahlen in der Dunkelheit würden Mäuse und Fledermäuse irritiert. „Vögel verwechseln das künstliche Licht mit der Dämmerung und fangen an zu früh zu singen. Tausende Insekten und Falter schwirren sich um eine Lichtquelle zu Tode statt nach Futter zu suchen“, zählt Marianne Wolff die Folgen auf. Und daran hätten eben nicht nur Straßenlaternen, Reklametafeln oder angestrahlte Kirchen und Rathäuser ihren Anteil.

Die stromsparenden Effekte von LED- und Solarlicht-Technik hätten auch im Privatgebrauch die Lichtverschmutzung befördert: „Früher wäre niemand auf die Idee gekommen, 60-Watt-Glühbirnen die ganze Nacht im Außenbereich leuchten zu lassen, sondern, nur wenn man es braucht“, sagt Wolff. Gerade im Herbst würden Nebeltröpfchen das Licht wie Aerosole in alle Richtungen streuen. Daher plädiert Wolff dafür: „Alles was nachts sinnlos leuchtet, sollte abgestellt werden.“

Und welche Maßnahmen reduzieren nächtliche Beleuchtungen noch?

  • Lichtquellen nicht nach oben richten, sondern nach unten
  • Kaltweißes und bläuliches Licht wirkt besonders anziehend auf Insekten. Daher sind warmweiße LEDs zu bevorzugen
  • Lichterketten auf dem Fensterbrett müssen nicht die ganze Nacht leuchten
  • Das Haus die gesamte Nacht über anzuleuchten, ist unnötig