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Viel zu warm

Was milde Winter mit Pflanzen und Bäumen machen

Was bedeutet ein milder Winter für Pflanzen und Bäume?
Wegen der aktuell milden Temperaturen beenden viele heimische Pflanzen frühzeitig ihre WinterpauseFoto: Getty Images

In diesem Winter ist es in Deutschland bisher ungewohnt warm. Das hat Folgen für die Natur. Denn auch Pflanzen und Tiere im Garten reagieren auf das veränderte Klima.

Der aktuell milde Winter kann sich durchaus negativ auf Pflanzen in Deutschland auswirken. Das sagt Justus Meißner von der Stiftung Naturschutz: „Arten, die an kalte Winter angepasst sind, brauchen eigentlich auch die kalte Winterruhe.“

Was passiert mit Pflanzen und Bäumen, wenn der Winter zu mild ist?

Denn wenn es zu warm ist, kann es sein, dass Pflanzen verfaulen, verschimmeln oder durch pflanzenfressende Tiere geschädigt werden, so Meißner weiter. Bei Obstbäumen bestehe zudem die Gefahr, dass sie zu früh blühen: „Bei einem Spätfrost können die Blüten oder die Fruchtansätze abfrieren.“

Auch interessant: Obstbäume vertragen im Winter einen Schnitt

Haben milde Winter Folgen für Tiere?

Milde Winter haben weniger Einfluss auf Tiere als auf Pflanzen: Sebastian Kolberg vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) schätzt die Folgen für das Gros der Tiere als „weniger problematisch“ ein. Winterruhe und Winterschlaf seien Anpassungsstrategien an Kälte und Nahrungsmangel. Finde dies nicht mehr statt, hätten die meisten Tiere damit kein Problem, so Kolberg. Spätfröste können jedoch für Igel gefährlich sein, die aus dem Winterschlaf erwachen und sich dann auf Nahrungssuche begeben. „Bei Frost müssen sich die Tiere dann wieder umgewöhnen. Für ältere, geschwächte Tiere kann das zum Problem werden“, so Kolberg. Das sei aber eher ein Problem für Individuen, nicht für die Population.

Vögel bleiben in Gärten aus

Der milde Winter führt nicht nur bei Pflanzen zu einem veränderten Verhalten, sondern laut Nabu auch dazu, dass sich weniger Vögel in Deutschlands Gärten blicken lassen. Bei einer Zähl-Aktion am Wochenende hätten Freiwillige knapp 38 Vögel pro Garten gemeldet, etwas weniger als im vieljährigen Schnitt im Winter, teilte der Nabu am Mittwoch mit. Erst wenn es kalt werde und Schnee liege, suchten viele Waldvögel Zuflucht in den Gärten der etwas wärmeren Städte, in denen sie oft reich bestückte Futterstellen vorfänden, hieß es. Da dies momentan nicht der Fall ist, bleiben die Vögel weg.

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