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Gardening

7 fatale Fehler bei der Pflege von Zimmerpflanzen

7 Fehler bei der Pflege von Zimmerpflanzen
Mit der richtigen Pflege können Zimmerpflanzen ein Zuhause in eine grüne Oase verwandeln.Foto: Getty Images

Zimmerpflanzen sind nicht einfach nur Deko – sie reinigen und befeuchten die Luft und verwandeln trostlose Ecken in kleine Oasen. Doch nicht jeder ist mit einem Grünen Daumen gesegnet. Welches die schlimmsten Fehler bei der Pflege von Zimmerpflanzen sind und wie man sie vermeidet, verraten wir hier.

Richtiges Gießen, Düngen und Umtopfen ist kein Hexenwerk. Dennoch gibt es einige typische Fehler, die gerade Pflanzen-Newbies häufiger machen als Vollprofis. Schließlich kommen die Topfpflanzen für Wohnzimmer und Co. in der Regel nicht mit einer umfangreichen Bedienungsanleitung. Wer den Dreh einmal raus hat und die wichtigsten Regeln für die Pflege von Zimmerpflanzen beachtet, wird lange Freude an ihnen haben.

Fehler Nr.1 : Pflanzen-Dealer

Die Lebenszeit einer Zimmerpflanze ist nicht nur von der richtigen Pflege abhängig. Schon beim Kauf kann man viel falsch machen. Der Supermarkt um die Ecke ist vielleicht ein guter Lieferant für Obst, Brot und Nudeln, pflanzliche Neuzugänge sollten aber idealerweise im Fachhandel oder der Pflanzenabteilung eines Baumarkts erworben werden. Diese Pflanzen haben von klein auf die optimale Pflege erfahren und deshalb auch bessere Voraussetzungen, ihrem neuen Besitzer möglichst lange eine Augenweide zu sein. Braune Flecken oder Ränder der Blätter deuten schon beim Kauf darauf hin, dass es dieser Zögling schwer haben könnte.

Fehler Nr. 2: Staunässe

Viele ungeübte Pflanzenfans meinen es zu gut mit ihren Zimmerpflanzen und baden den Wurzelballen regelrecht in Wasser. Es gibt natürlich wasserliebende Arten wie etwa das Zyperngras. Dieses braucht als Sumpfpflanze naturgemäß sehr viel mehr Feuchtigkeit als andere Zimmerpflanzen. Grundsätzlich sollte das Substrat bei Topfpflanzen aber allenfalls leicht feucht sein. Wer alle paar Tage mit dem Finger den Zustand der Erde prüft, wird schnell auf einen ausgetrockneten Wurzelballen aufmerksam. In diesem Fall kräftig gießen. Nach einer halben Stunde nicht aufgesogenes Wasser aus Übertopf oder Untersetzer entfernen. So werden Staunässe und Wurzelfäule bei der Pflege von Zimmerpflanzen vermieden.

Fehler Nr. 3: Standort

Pflanzen brauchen Sonnenlicht. Aber zu viel des Guten ist genau wie beim Gießen eher schädlich als nützlich. Wer annimmt, dass Zimmerpflanzen grundsätzlich am sonnigsten Fenster stehen sollten, liegt leider falsch. Nur Kakteen und Sukkulenten mögen die pralle Sonne. Die meisten anderen Arten leiden unter der starken Sonneneinstrahlung und ihre Blätter können so regelrecht verbrennen. Helle, aber halbschattige bis schattige Standorte sind für Zimmerpflanzen ideal. Sind alle Fensterbänke regelmäßig starkem Sonnenlicht ausgesetzt, kann auch der Platz neben dem Fenster – zum Beispiel auf einem Pflanzenhocker – ein guter Alternativstandort sein.

Fehler Nr.: 4: Erde

Pflanzen beziehen ihre Nährstoffe in der Regel aus dem Substrat, in dem sie wachsen. Deshalb ist es je nach Zimmerpflanzenart auch so wichtig, die richtige Erde auszuwählen. Kakteen lieben zum Beispiel eher ein sandiges, nährstoffarmes Substrat, während Starkzehrer wie einige Grünpflanzen eine reichhaltigere Erde brauchen. In der Regel werden Zimmerpflanzen in der für sie passenden Bodenumgebung zum Kauf angeboten. Im Fachhandel gibt es außerdem für nahezu jeden unserer grünen Mitbewohner die passende Erde mit dem idealen Nährstoffprofil.

Fehler Nr. 5: Topfgröße

Dass bei guter Pflege von Zimmerpflanzen jeder Topf irgendwann zu klein und eng für den wachsenden Pflanzenschützling wird, ist klar. Die Wurzeln einer Zimmerpflanze brauchen Platz, um sich zu entfalten und ausreichend Erde, um mit Nährstoffen versorgt zu werden. Spätestens, wenn aus dem Ablaufloch des Topfes erste Wurzeln ragen, sollte umgetopft werden. Aber Achtung: Auch ein zu groß geratener Topf ist nicht unbedingt von Vorteil. Abgesehen davon, dass ein überdimensionierter Topf mit einer winzigen Pflanze darin meist wenig ästhetisch wirkt, kann sich dies auch unvorteilhaft auf das Wachstum auswirken. Statt neue grüne Triebe auszubilden, verwendet die Pflanze bei so viel ungewohntem Platz im Topf ihre Kraft auf das Wurzelwachstum. Als Faustregel gilt: Der neue Topf sollte nicht mehr als fünf bis zehn Zentimeter größer sein als der bisherige.

Fehler Nr. 6: Schädlinge

Wer Spinnmilben, Trauermücken oder Thripse für eine natürliche Begleiterscheinung bei Zimmerpflanzen hält, wird überrascht sein, wie schnell das geliebte Grün an diesen Schädlingen zugrunde gehen kann. Beim Gießen der Zimmerpflanzen sollten regelmäßig Blattunterseiten und Stiele untersucht werden. Sind nur einzelne Tierchen zu entdecken, lässt sich der Befall meist einfacher in den Griff bekommen, als wenn die Population bereits überhandgenommen hat. Mittel der Wahl sollten immer natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel sein. Dazu gehören einfache Hausmittel wie Lösungen mit Spiritus und Schmierseife, aber auch Nützlinge. Diese fressen die Schädlinge einfach auf und verschwinden danach wieder von allein. Erst wenn diese natürlichen Methoden keine dauerhafte Wirkung zeigen, sollte zu aggressiveren Mitteln gegriffen werden. Dies bekommt nicht nur der Zimmerpflanze, sondern auch den menschlichen Bewohnern besser.

Fehler Nr. 7: Düngen

Genau wie das richtige Substrat ist auch die korrekte Düngung essenziell für die richtige Pflege unserer Zimmerpflanzen. Generell versorgt frische Erde die Pflanze einige Wochen mit ausreichend Nährstoffen. Doch gerade in der Wachstumsphase von März bis Oktober profitieren Topfpflanzen von zusätzlichen Düngergaben. Hierbei sollte wie auch beim Gießen auf die individuellen Bedürfnisse der Pflanze geachtet werden. Sonst droht schnell eine Überdüngung oder Mangelversorgung. Kakteen sollten deshalb nicht mit gewöhnlichem Blumendünger und Orchideen nicht mit Kakteendünger versorgt werden. Im Spätsommer kann die Nährstoffversorgung langsam zurückgefahren und den Winter über ganz ausgesetzt werden. Dann stellen die meisten Zimmerpflanzen das Wachstum ein und können auf ein Zuviel an Dünger mitunter auch empfindlich reagieren.