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Im Frühjahr und Herbst

Wie schneidet man Rosen richtig zurück?

Rosen schneiden im Garten
Rosen sollten nicht zu zaghaft geschnitten werdenFoto: Getty Images

Im Frühjahr ist die beste Zeit, um Rosen zu schneiden. Dann wächst der Austrieb verstärkt, späte Fröste sind generell nicht mehr zu erwarten. Allerdings kann es sich auch lohnen, Rosen ein zweites Mal im Herbst zurück zu schneiden – vor dem ersten Frost. Was man dabei beachten sollte.

Wenn Hobbygärtner Rosen kräftig schneiden, werden sie in der Regel mit einem kräftigen Neuwuchs der Triebe belohnt. Das sollten im Frühjahr passieren, in manchen Fällen lohnt sich auch ein zweiter Schnitt im Herbst. Allerdings gibt es dabei einige Hinweise zu beachten, damit die Blüten im nächsten Jahr wieder austreiben und die Pflanze über den Winter keinen Schaden nimmt. Wie man beim Schneiden von Rosen vorgeht, lesen Sie hier.

Welche Rosen muss man wie stark schneiden?

Einen Hauptschnitt sollten im Frühjahr vor allem Edelrosen, Zwergrosen und Beetrosen bekommen. Beetrosen sowie Edelrosen kann man auf 15 bis 20 Zentimeter runterschneiden, Strauchrosen um ein Drittel zurückschneiden. Moderne Rosensorten brauchen im Frühjahr keinen Schnitt, einmal blühende Kletterrosen wie den Kräftigen Rambler muss man nicht im Frühjahr, sondern erst nach der Blüte im Sommer schneiden.

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Lohnt sich ein zweiter Schnitt im Herbst?

Nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst nach der Blüte kann man Rosen schneiden. Einen genauen Zeitpunkt gibt es dafür nicht. So kann es sein, dass die Pflanzen im Oktober, oder auch erst Ende November geschnitten werden. Jedenfalls sollte der späte Schnitt vor dem ersten Frost erfolgen, damit die Pflanze sich noch vor dem Kälteeinbruch von dem Rückschnitt erholen kann.

Vor einigen Jahren ging man davon aus, dass man mit dem Schnitt im Herbst nicht zu lange warten sollte, und stutzte die Triebe schon im frühen Herbst. Allerdings nehmen die Pflanzen in der Regel keinen Schaden, auch bei einem späteren Schnitt. Unbedingt notwendig ist er jedoch nicht.

Handelt es sich um ein dicht bepflanztes Rosenbeet, hilft ein leichter Schnitt im Herbst, um einen Winterschutz besser anbringen zu können. Ist das Gestrüpp nämlich zu dicht, kann man die Strauchbasis nur schwer erreichen. Hierzu einfach die Triebe etwas kürzen, damit man die Basis mit dem Winterschutz aus Vlies oder Jute umschließen kann.

Passend dazu: Wann sollte man Rosen düngen?

Die Schnitt- und Wachstumsregeln bei Rosen

Für alle Rosen, die im Frühjahr zurückgeschnitten werden, gilt generell: Alle wilden, schwachen oder toten Triebe müssen abgeschnitten werden. Ansonsten wird der Wuchs behindert. Außerdem gelten folgende Schnitt- und Wachstumsregeln:

  • Zum Schneiden von Rosen sollten Hobbygärtner Scheren mit sauberen und vor allem scharfen Klingen verwenden. Ansonsten besteht die Gefahr, die Triebe abzuquetschen.
  • Ein starker Schnitt führt zu weniger Trieben mit großen Blüten.
  • Ein weniger starker Schnitt führt zu vielen neuen Trieben mit mehr aber kleineren Blüten.
  • Schwachwüchsige Rosen sollte man stärker, starkwüchsige weniger tief schneiden.

Die wichtigste Regel beim Rosenschnitt

Die nach außen zeigenden Knospen der Rose werden als Augen bezeichnet. Um das Wachstum und den Blütenflor zu fördern, sollte man den Trieb rund fünf Millimeter über einer gut nach außen wachsenden Knospe abschneiden, jedoch nicht ins Auge selbst.

Tipp: Hobbygärtner sollten immer darauf achten, die Wundfläche so klein wie möglich zu halten. Den Schnitt sollte sie außerdem schräg ansetzen, damit das Regenwasser besser ablaufen kann.