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Inspiration

5 Gemüsearten, die mit wenig Wasser zurechtkommen

Mann gießt mit einer Gießkanne das Gemüsebeet
Nicht jedes Gemüse benötigt zwingend immer viel Wasser, um zu gedeihenFoto: Getty Images

Heiße Sommer, lange Trockenphasen und wenig Niederschlag: Der Klimawandel macht auch vor dem Garten nicht Halt. Damit das Gärtnern trotzdem Freude bereitet und die Ernte reichhaltig ausfällt, kann man auf wassersparende Gemüsearten setzen.

Heiße, trockene Sommer sind für viele Hobbygärtner der Endgegner schlechthin: Täglich werden Unmengen an vollen Gießkannen geleert, Gartenschlauch und Sprenger geben ihr Bestes. Doch irgendwann sind die Regentonnen leer, kein Wölkchen am Himmel und die Frustration beim traurigen Anblick der Pflanzen groß. Um der Trockenheit im Garten und den verzweifelten Gießbemühungen zuvorzukommen, kann es sich lohnen auf Low water-Gemüse zu setzen.

5 wassersparende Gemüsearten

Sie sind kein neues Trendgemüse. Sie sind die Asketen unter den Gemüsearten: Was viele Hobbygärtner gar nicht wissen: Nicht jedes Gemüse benötigt zwingend regelmäßig hohe Wassergaben. Sogenannte wassersparende Gemüsearten können der Trockenheit besser trotzen. Sie lassen auch an heißen Tagen nicht so schnell die Köpfe hängen und verschmerzen so manche Trockenperiode.

1. Kichererbsen

Kichererbsen (Cicer arietinum) sind nicht nur schmackhaft, sondern lassen sich auch wunderbar im heimischen Garten anbauen. Die kleinen grünen Früchtchen gehören zu den genügsameren Gemüsearten, die auch Trockenphasen gut tolerieren können.

  • Anpflanzen: Kichererbsen können ab Ende April drinnen vorgezogen werden. Nach den Eisheiligen (15. Mai) dürfen die Pflanzen ausziehen. Empfehlenswert ist ein Pflanzabstand von 30 x 20 Zentimetern.
  • Pflege: Kichererbsen müssen in der Regel nicht gedüngt werden. Sie wachsen sogar auf nährstoffärmeren Böden erstaunlich gut.
  • Ernte: Wenn sich die Hüllen gelb färben, sind die Kichererbsen bereit zum Ernten. Nun können die Pflanzen über dem Boden abgeschnitten werden. Kopfüber zum Nachreifen an einem trockenen, luftigen Ort aufhängen.

2. Asiasalate

3 Pak Choi liegen nebeneinander auf einem hölzernen Untergrund
Pak Choi lässt sich sehr gut im eigenen Garten anbauenFoto: Getty Images

Auch sie zählen überraschenderweise zu den wassersparenden Gemüsearten: Asiasalate. Dabei sind es vor allem Mizuna, Tatsoi und Pak Choi, die erfreulich anspruchslos sind. Sie sind erstaunlich robust gegenüber niedrigeren Temperaturen, aber auch gegenüber sehr trockenen und nassen Phasen.

  • Anpflanzen: Bis in den September hinein lassen sich die Salate ansäen oder anpflanzen. Wichtig ist ein Abstand von ca. 30 Zentimetern zwischen den einzelnen Pflanzen. Übrigens: Die Salate lassen sich auch über den Winter wunderbar ernten. Dazu müssen sie lediglich mit beispielsweise Vlies vor zu frostigen Temperaturen geschützt werden.
  • Pflege: Asiasalate müssen nicht gedüngt werden. Sie zählen zu den Schwachzehrern. Auch weitere Pflegemaßnahmen benötigt diese wassersparende Gemüseart erfreulicherweise nicht.
  • Ernte: Bereits nach zwei Wochen, bzw. wenn die Blätter zwischen 5 und 10 Zentimeter groß sind, lassen sich Asiasalate ernten.

3. Baumspinat

Beim Baumspinat (Fagopyrum cymosum) handelt es sich korrekterweise um zwei unterschiedliche Gewächse. Sowohl die mehrjährige Knöterichpflanze Fagopyrum cymosum, als auch das einjährige Chenopodium giganteum, ein Gänsefußgewächs, kennt man als Baumspinat. Bis zu stattliche zwei Meter kann diese wassersparende Gemüseart in die Höhe schießen. Einzige Voraussetzung: Die Pflanze bekommt viel Wasser. Wer jetzt zurecht stutzt, dem sei versichert: Baumspinat gedeiht auch vergleichsweise gut bei trockeneren Verhältnissen. Allerdings wird er dann keine zwei Meter hoch.

  • Anpflanzen: Baumspinat kann sowohl im Frühling als auch noch Herbst gepflanzt werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte mindestens 50 x 60 Zentimeter betragen. Ab April kann er im Freiland ausgesät, alternativ ab März vorgezogen werden.
  • Pflege: Baumspinat freut sich über eine Kompostdüngung im Frühjahr. Sofern erforderlich, kann er über den Sommer zudem mit Hornspäne versorgt werden. Besonders gut gedeiht er auf lockeren, nährstoffreichen, warmen Böden. Baumspinat können Hobbygärtner auch wunderbar als Zwischenkultur für Kohl oder Salat kultivieren.
  • Ernte: Die jungen, frischen Blätter können Sie fortwährend über die gesamte Saison frisch ernten. Zubereiten lassen sie sich wie herkömmlicher Spinat.

Auch interessant: 5 Gemüsearten, mit denen Anfänger erfolgreich gärtnern

4. Pastinaken

Pastinaken liegen in einem Korb
Schmackhafte Wiederentdeckung: PastinakenFoto: Getty Images

Seit einiger Zeit feiert die Pastinake (Pastinaca sativa) ein kleines Comeback. Nachdem Möhren und Kartoffeln ihr lange Zeit den Rang abgelaufen haben, erfreut sich das traditionelle Wurzelgemüse wieder wachsender Beliebtheit. Übrigens bauten es schon die Römer im 18. Jahrhundert an.

  • Anpflanzen: Pastinaken gedeihen sehr gut auf humosen Sandböden. Das Beet sollte sich im sonnigen bis halbschattigen Bereich befinden. Ab Ende Februar bis Ende Mai können Sie das wassersparende Gemüse anpflanzen. Der Pflanzabstand sollte 15 x 30 Zentimeter betragen. Die Pflanzen müssen Hobbygärtner später vereinzeln.
  • Pflege: Beete tiefgründig aufbereiten und mit Kompost vor der Aussaat vorbereiten.
  • Ernte: Ab September sind Pastinaken erntereif. Bekommen sie Frost, soll ihr Aroma noch aromatischer sein.

5. Grünkohl als wassersparende Gemüseart

Geernteter Grünkohl in den Händen einer Frau
Wer Grünkohl mag, kann das wassersparende Gemüse im eigenen Garten anbauenFoto: Getty Images

Grünkohl (Brassica oleracea var. sabellica) gilt als wahre Vitaminbombe – auch wenn das Gemüse nicht bei allen gleichermaßen beliebt ist.

  • Anpflanzen: Ab Mai können Hobbygärtner Grünkohl aussäen. Die Samen mit etwas Abstand ins Beet stecken und anschließend mit ein wenig Erde überdecken. Generell sind rund 40 bis 50 Zentimeter zwischen den einzelnen Samen gut, da Grünkohl etwas Platz braucht. Ideal ist ein aufgelockerter und nicht saurer Lehmboden. Danach sollte die Erde gut angegossen werden. Alternativ ist auch hier ein Vorziehen auf dem Fensterbrett möglich.
  • Pflege: Die Pflanzen immer ausreichend mit Kompost versorgen. Denn fehlen Nährstoffe, bildet die Pflanze gelbe und unansehnliche Blätter. Gerade während des Wachstums sollte daher ausreichend Stickstoff zugeführt werden, beispielsweise mit einer Jauche aus Brennnesseln.
  • Ernte: Generell kann man Grünkohl nach drei bis fünf Monaten ernten. Wann der beste Zeitpunkt zur Grünkohlernte ist, erfahren Sie hier.
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