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von myHOMEBOOK

Das sagt das Gesetz

Darf man Haustiere im Garten begraben?

Hundegrab im Garten
Manche Haustierbesitzer wünschen sich, dass der geliebte Vierbeiner seine letzte Ruhe im eigenen Garten findet – doch ist das erlaubt?Foto: Getty Images

Haustiere begleiten uns oft über Jahre. Wenn der treue Vierbeiner dann stirbt, ist es nur verständlich, ihm einen würdevollen Abschied zu geben. Am besten in der Nähe im eigenen Garten. Aber ist es erlaubt, Hund, Katze oder ein anderes Haustier im Garten zu begraben?

Je nach Rasse dauert ein Hundeleben ungefähr zwischen 10 und 17 Jahren, eine Katze wird im Schnitt etwa 15 Jahre alt. Meist endet das Leben des geliebten Vierbeiners dann durch eine Spritze beim Tierarzt. Was folgt, löst bei so manchem Haustierbesitzer großes Unbehagen aus. Da ist dann die Rede von Tierkörperbeseitigung und Weiterverarbeitung zu Tiermehl. Verständlicherweise möchte man dieses Schicksal seinem einst treuen Begleiter ersparen. Den eigenen Hund oder die eigene Katze im Garten begraben – erlaubt? Eine häufig gestellte Frage. myHOMEBOOK erklärt, wann Sie Ihr Haustier im Garten begraben dürfen und wann nicht.

Haustiere im Garten begraben – was ist erlaubt und was nicht?

In Deutschland gibt es das nüchtern klingende „Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz“, kurz TierNebG. Darin wir grundsätzlich geregelt, was erlaubt ist und was nicht. Da das Gesetz in den verschiedenen Bundesländern teils unterschiedlich angewendet wird, empfiehlt es sich, beim zuständigen Veterinär- oder Ordnungsamt nachzufragen.

In der Regel müssen Sie folgende Dinge beachten:

  • Sie benötigen ein eigenes Grundstück oder die Genehmigung des Vermieters oder Eigentümers. Auf keinen Fall dürfen Sie Ihren Hund in öffentlichen Parks oder Waldstücken beisetzen. Das wäre eine Ordnungswidrigkeit und würde Bußgelder nach sich ziehen.
  • Das Tier darf nicht an einer meldepflichtigen Krankheit verstorben sein.
  • Ihr Garten darf nicht zu einem Wasser- oder Naturschutzgebiet gehören.
  • Das Grab muss ein bis zwei Meter entfernt von öffentlichen Wegen liegen.
  • Das Tier muss mindestens einen halben Meter tief eingegraben und mit reichlich Erde bedeckt werden. Dadurch wird verhindert, dass andere Tiere den Kadaver aufspüren und ausgraben.

Rechtzeitig Vorbereitungen treffen

Wenn Sie sich zu einer Gartenbestattung entschieden haben, dann tun Sie sich selber einen Gefallen, wenn Sie die Bestattung rechtzeitig vorbereiten. Sobald Sie Gewissheit haben und der Termin beim Tierarzt feststeht, sollten Sie die Grabstätte vorbereiten. Bevor Sie Ihren Hund begraben, wickeln Sie ihn in eine Decke oder ein Laken aus Baumwolle. Verzichten Sie lieber auf Folien oder Kunststoffasern, da diese Materialien schwer verrotten. Oder Sie benutzen einen speziellen Hundesarg.

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Alternative Bestattungsmethoden

Auch wenn Sie nur einen kleinen oder gar keinen Garten besitzen, können Sie Ihrem Haustier eine würdevolle Bestattung zukommen lassen, etwa auf einem Tierfriedhof. Dort wird Ihr Hund oder Ihre Katze begraben. Auch eine Einäscherung ist möglich. Die Asche können Sie in einer Urne mit nach Hause nehmen.