11. September 2025, 12:46 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Der Spätsommer gilt als Pflaumenzeit: Die Früchte schmecken frisch ebenso wie im Kuchen oder in Marmelade. Pflaumen und Zwetschgen zählen neben Äpfeln, Birnen und Kirschen zu den beliebtesten heimischen Obstsorten und lassen sich vielseitig verwerten. Oft stellt sich jedoch die Frage, ob es sich bei Pflaumen und Zwetschgen um verschiedene Obstsorten handelt oder lediglich um Varianten derselben Frucht.
Der Unterschied zwischen Pflaume und Zwetschge
Pflaume, Zwetschge, Mirabelle und Reneklode: Das sind nicht etwa verschiedene Namen für ein und dieselbe Frucht. Alle vier sind Unterarten der gemeinsamen Art Pflaume (Prunus domestica), erklären die Experten der Bayerischen Gartenakademie.
Die Zwetschge, je nach Region auch Zwetsche, Zwetschke oder Quetsche genannt, hat eine ovale bis längliche Form und festes Fleisch, das sich meist gut vom platten Stein lösen lässt. Sie ist daher ideal für Kuchen. Es gibt mehrere Sorten, die süß, säurehaltig und aromatisch sein können. Manche Sorten werden schon im Juligeerntet, andere erst im September.
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Die Pflaume taugt für den Pflaumenkuchen eher weniger
Die Pflaume dagegen ist von der Frucht und auch vom Stein her rundlicher. Das Fruchtfleisch ist weicher, Pflaumen sollten daher nicht so lange gelagert werden. Weil sie viel Saft enthalten, sind sie für Kuchen weniger geeignet.
Auch Renekloden sind rundlich, allerdings nicht blau und violett wie die Pflaumen, sondern grünlich. Ihr Fleisch löst sich schwer vom Stein. Mirabellen sind dagegen nur kirschgroß und haben eine gelbe Farbe, teils mit roten Bäckchen. Sie schmecken sehr süß.
Mirabellen eignen sich für Marmelade
Mirabellen können sehr süß sein und manchmal auch leicht säuerlich. Ihr Geschmack ist aber einzigartig. Mirabellen eignen sich im Übrigen wunderbar für Marmelade.
Rezept für Mirabellenmarmelade
Marmelade aus Mirabellen ist schnell gemacht und eignet sich gut zum Verschenken oder einfach selbst zum Genießen.
Das benötigt man:
- Etwa 1 Kilogramm Mirabellen (Gewicht ohne Steine)
- 300 Gramm 3:1 Gelierzucker (wer es sehr süß mag, kann auch 500 Gramm 2:1 Gelierzucker verwenden)
- Zitronensaft
- Mixer oder Pürierstab
- Topf
- Löffel
- Sterile Marmeladengläser
- Kleine gekühlte Schüssel
So geht’s:
- Zuerst müssen die Mirabellen entsteint und kurz püriert werden. Je feiner die Marmelade später sein soll, desto länger sollte man die Mirabellen zerkleinern.
- Der abgewogene Zucker muss im nächsten Schritt mit dem Mirabellenpüree aufgekocht werden. Nun lässt man das Ganze etwa zehn Minuten leicht köcheln.
- Nach und nach gibt man etwas Zitronensaft hinzu. Dieser ist nötig, damit die Marmelade auch geliert.
- Nach etwa zehn Minuten kann man eine Gelierprobe machen. Dafür nimmt man das gekühlte Schälchen und gibt einen Klecks Marmelade hinein. Sie wird schnell abkühlen und man kann prüfen, ob sie fest genug ist oder noch verläuft.
- Ist sie noch zu flüssig, sollte man noch etwas Zitronensaft hinzugeben und nach weiteren etwa drei Minuten erneut eine Gelierprobe machen.
- Hat die Marmelade die gewünschte Konsistenz erreicht, kann sie in sterile Gläser gefüllt werden.
- Optional kann man die Gläser im Anschluss kurz auf den Kopf stellen, um Keime im Deckel zu verhindern oder für ein dichteres Vakuum zu sorgen.