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Edelstahl, Gusseisen, Glas ...

Materialien beim Kochgeschirr – wann eignet sich eigentlich was?

Kochgeschirr aus verschiedenen Materialien
In der Küche findet sich in der Regel Kochgeschirr aus unterschiedlichen Materialien – aber wann kommt was zum Einsatz?Foto: Getty Images

Wer als Hobbykoch wie ein Profi kochen und backen möchte, braucht dafür die richtige Küchen-Ausstattung. Denn das passende Kochgeschirr ist das wichtigste Erfolgsrezept für ein perfektes Koch- und Genuss-Erlebnis. Doch welche Kochgeschirr-Materialien gibt es überhaupt und für welchen Bedarf sind sie geeignet?

Als Kochgeschirr werden die verschiedenen Kochutensilien bezeichnet, welche zum Kochen, Braten, Dünsten, Garen und Backen verwendet werden. Dazu gehören etwa klassische Kochtöpfe und Pfannen, aber auch Woks, Bräter oder Auflaufformen. Zu den gängigsten Kochgeschirr-Materialien zählen Edelstahl, Aluminium oder Kupfer, aber auch Keramik oder Glas sind top Favoriten für die Küche.

Beliebte Materialien für Kochgeschirr im Überblick

1. Aluminium

Als preiswerter Alleskönner ist Aluminium ideal für jede Küche, egal ob Koch-Anfänger oder Profi. Aluminium ist ein guter Wärmeleiter, weshalb das Material sowohl für Kochtöpfe als auch Suppentöpfe Verwendung findet. Da beim Braten die Speisen schnell am Boden des Topfes oder der Pfanne anbacken, sind Aluminiumtöpfe eher für Speisen geeignet, die vor sich hin köcheln. Hinweis: Damit sich die Wärme auf dem Elektroherd optimal verteilen kann, sollte der Aluminium-Kochtopf zwischen 4 und 7 mm Bodendicke besitzen.

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2. Edelstahl

Kochtöpfe und Pfannen aus Edelstahl – einer Metalllegierung aus Stahl, Kohlenstoff und Chrom – sind sehr hochwertig und kommen daher primär in Restaurants zum Einsatz. Zubereiten kann man in Edelstahl-Kochgeschirr so gut wie alles, vom Steak bis hin zu Pasta. Kochgeschirr aus Edelstahl ist sehr pflegeleicht, denn Speisen backen beim Garen weniger schnell an – dementsprechend einfach sind Töpfe und Pfannen nach Gebrauch zu reinigen.

Kochgeschirr aus Edelstahl
Kochgeschirr aus Edelstahl ist ein Klassiker in der KücheFoto: Getty Images

Da Edelstahl seinen Glanz nicht verliert, sieht Kochgeschirr aus diesem Material besonders hübsch aus. Wie bei Töpfen und Pfannen aus Aluminium besteht auch der Boden von Edelstahl-Kochgeschirr aus mehreren Schichten für eine bessere Wärmeleitfähigkeit.

3. Gusseisen

Auch Gusseisen ist ein echter Alleskönner, denn von Suppen über Fleisch bis hin zu Gemüse gelingt hier einfach alles. Töpfe und Pfannen aus Gusseisen sind auch für sehr hohe Temperaturen geeignet, weshalb scharfes Anbraten problemlos möglich ist. Aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten galt Kochgeschirr aus Gusseisen bis ins 20. Jahrhundert als Standard – bekam später jedoch Konkurrenz von günstigeren Materialien mit Antihaft-Beschichtungen. Doch inzwischen wissen sowohl Küchenprofis als auch Hobbyköche das Potenzial von hochwertigen gusseisernen Kochhelfern wieder zu schätzen und das Material erfreut sich heute erneut großer Beliebtheit.

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4. Emailliertes Gusseisen

Diese Materialkombination eignet sich vorwiegend für Auflaufformen und Kasserollen. Aufgrund ihrer hervorragenden Wärmeleitfähigkeit und Wärmespeicherung bereitet man in Formen aus emailliertem Gusseisen vorrangig Aufläufe oder Braten im Ofen zu. Gutes Kochgeschirr ist sowohl innen als auch außen mit Emaille beschichtet, wodurch eine glatte Oberfläche entsteht und Rost verhindert wird. Auflaufformen aus emailliertem Gusseisen verwendet man heutzutage auch vermehrt zum Servieren, da das Geschirr in vielen verschiedenen Farbtönen erhältlich ist.

5. Kupfer

Kupferne Kochtöpfe und Pfannen sehen mit ihrer gold-rötlichen Färbung nicht nur modern und ansprechend aus, sondern sind auch exzellente Wärmeleiter. Da Kupfer so einfach handhabbar ist, wird es sowohl von Profiköchen als auch von Hobbyköchen gerne verwendet. Die Zubereitung von Fisch oder Fleisch gelingt in einer Kupferpfanne hervorragend, während sich Kupfertöpfe gut zum Reduzieren eignen. Damit die Töpfe und Pfannen aus Kupfer keinen Kupfer-Geschmack an die Speisen abgeben, sind sie häufig mit Zinn oder Edelstahl beschichtet.

6. Porzellan

Porzellan war viele Jahre lang aus deutschen Küchen verschwunden – doch aktuell wird es von Genuss-Liebhabern wieder neu entdeckt! Porzellangeschirr sieht nicht nur dekorativ aus, sondern ist auch sehr beständig gegen „thermische Schocks“. Aus diesem Grund lassen sich Gerichte perfekt bei mäßigen Temperaturen im Ofen warmhalten und anschließend direkt in der Form servieren. Moderne Porzellankochtöpfe können zudem auf allen Herdarten, in der Mikrowelle und natürlich auch im Backofen zum Kochen und Garen von Speisen und Soßen verwendet werden.

7. Glas

Feuerfestes und hitzebeständiges Borosilikatglas ist perfekt für Aufläufe aus dem Ofen geeignet. Viele Modelle sind dabei so konzipiert, dass man sie sogar direkt aus dem Gefrierschrank oder Kühlschrank in den Ofen stellen kann. Ein weiterer Vorteil von Glas: es kann Wärme gut speichern und die Speisen nehmen keinerlei Fremdgeschmack an. Zubereiten kann man in Auflaufformen aus Glas beispielsweise Kartoffelgratin oder andere Aufläufe, doch auch zum Warmhalten von verschiedenen Speisen und Fleisch lässt es sich wunderbar einsetzen.

8. Tonwaren

Ton gehört zu den ältesten Materialien für Kochgeschirr und ist bereits seit Jahrhunderten im Einsatz. Obwohl sie äußerst dekorativ aussehen, sind Formen aus Ton nichts für Koch-Anfänger. Da das Material nicht sehr robust ist, werden Tonwaren heutzutage mit einer Glasur versehen, damit sie weniger Feuchtigkeit aufnehmen und die Reinigung erleichtert wird. Tonwaren nehmen Wärme zwar nur langsam auf, können sie aber lange speichern. Deswegen sind sie vorrangig zum langsamen Garen im Backofen geeignet. Backformen aus Ton lassen sich prinzipiell für alle Speisen verwenden, da sie keinen Geschmack an Lebensmittel abgeben.

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