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Nachhaltig Grillen

Grillkohle und Briketts im „Ökotest“ – 2 Produkte fallen durch

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Holzkohle oder Briketts? „Ökotest“ hat sich 18 Produkte angesehen und ein klares Urteil gefällt. Zwei fallen mit der schlechtesten Note durchFoto: Getty Images

Die Grillsaison hat begonnen und in den Märkten füllen sich wieder die Regale mit allerlei nötigen Produkten. Im aktuellen „Ökotest“ wurden daher 18 verschiedene Anbieter von Grillkohle und Briketts genauer unter die Lupe genommen. Der Testsieger ist das günstigste Produkt.

Sowohl im Supermarkt, als auch in den Baumärkten findet man allerlei Equipment für den Grill. Das Wichtigste ist dabei unter anderem das richtige Brennmaterial. Doch dieses unterscheidet sich stark voneinander. Wichtige Kriterien sind dabei die Beschaffenheit, die Qualität und auch die Art. Man unterteilt in der Regel nämlich zwischen Holzkohle und Briketts. Während erstere naturbelassen und durch Verkohlung entstanden sind, entstehen Briketts in der Regel aus gemahlener Holzkohle, die mit einem Bindemittel zu einzelnen „Klumpen“ zusammengepresst werden. „Ökotest“ hat sich acht Holz-Grillkohle- und zehn Brikettprodukte angesehen – mit interessanten Ergebnissen.

Discounter-Grillkohle ist Sieger im „Ökotest“

Gleich acht getestete Produkte wurden mit der „Ökotest“-Bestnote „sehr gut“ gekürt. Auf dem ersten Platz ist dabei die Discounter-Grillkohle von Aldi Süd, für die man umgerechnet pro Kilo einen Euro bezahlt. Damit ist diese Kohle auch das günstigste Produkt im aktuellen Test. Direkt dahinter auf dem zweiten Rang befindet sich die Edeka-Holzkohle.

Die restlichen sechs Testsieger sind allesamt Premium-Produkte und kosten weit über zwei Euro pro Kilogramm. Dazu gehört unter anderem die Kingston-Holzkohle von Bauhaus und auch die Bio-Briketts von Nero sind mit dabei. Zudem gab es jeweils für die Holzkohle und die Briketts von Pro Fagus die Bestnote im „Ökotest“. Und durchaus etwas überraschend, aber auch die alternativen Briketts aus Olivenkernen vom Teefachhandel Fruteg wurden mit „sehr gut“ bewertet. Ebenfalls unter den besten befinden sich die Briketts von Weber.

Punkten konnten alle acht Produkte in den Kategorien Zusammensetzung, Zertifizierung, Ursprung beziehungsweise Ausgangsmaterial und Grillen. Bei allen war ein FSC-, Naturland- oder PEFC-Siegel auf der Verpackung zu finden. Diese Zertifizierungen zeigen, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger und umweltgerechter Waldbewirtschaftung stammt.

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Viele Fachhandel-Produkte landen im Mittelfeld

Wie bereits erwähnt, schauten sich die Experten im „Ökotest“ auch Grillkohle und Briketts von Bau- und Fachmärkten genauer an. Die meisten bekamen entweder die Note „gut“ oder „befriedigend“. Eine „gut“-Bewertung bekam die Countryside-Grillholzkole (Kaufland), Mr. Gardener-Holzkohle (Hagebau) und die Weber-Holzkohle. Das Ausgangsmaterial stammt bei allen drei Produkten aus osteuropäischen Ländern.

Mit „befriedigend“ wurden die Briketts von Dehner, die Grillprofi-Briketts und die Kingstone-Briketts von Bauhaus bewertet. Beim Dehner- und Grillprofiprodukt (Rheinbraun) handelt es sich jeweils um Briketts mit fossilem Ursprung, bei der genauere Angaben zur Herkunft fehlen. „Ökotest“ stuft auch deshalb die beiden Brikettprodukte als nicht nachhaltig ein. Transparenter ist man hingegen bei den Briketts von Kingstone, die aus Buche, Birke, Hainbuche etc. bestehen. Polen und Ukraine werden dabei als Herkunftsländer angegeben.

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Von diesen Marken wird abgeraten

Zwei Produkte bekamen die Note „ausreichend“ und zwei Produkte fielen mit „mangelhaft“ durch den „Ökotest“. Besonders auffällig ist, dass gleich drei Grill-Produkte der Chemie-Firma Alschu, die unter dem Namen „Favorit“ vertrieben werden, mit schlechten Noten bewertet wurden. Die alternativen Briketts aus Kokosnussschalen bekamen „ausreichend“. Das Unternehmen machte keine Auskunft zur Herkunft und auch diverse Verunreinigungen (Quarz, Schlacke, Rost) wurden im „Ökotest“ entdeckt.

Sowohl die Favorit-Grillholzkohle, als auch die -Briketts wurden mit „mangelhaft“ benotet. Die Tester bemängeln unter anderem die Intransparenz des Anbieters. Es gibt weder Informationen zum Ausgangsmaterial, noch zur Herkunftsregion. Das vom „Ökotest“ beauftragte Labor fand heraus, dass das Holz aus tropischem beziehungsweise subtropischem Klima stammt.

Grillkohle und Briketts im „Ökotest“ 
Sehr gutBBQ Grill-Holzkohle (Aldi Süd), Grill-Holzkohle (Edeka), Premium Charcoal Kingston (Bauhaus), Nero-Grillbrikett ( bei mehreren Märkten), Olio Gourmet-Grill-Briketts aus Olivenkernen (Fruteg), Der Sommerhit Grill-Holzkohle (Pro Fagus), Der Sommerhit Grill-Holzkohlebriketts (Pro Fagus), Weber Briketts (bei mehreren Märkten)
GutCountryside Let's BBQ Buchenholzkohle (Kaufland), Mr. Gardener Grill-Holzkohle (Hagebau), Weber Premium Grill-Holzkohle (bei mehreren Märkten)
BefriedigendGrill-Briketts (Dehner), Grillprofi-Grillbrikett (Rheinbraun), Premium Charcoal Briquettes Kingston (Bauhaus)
AusreichendFavorit Kokosnuss Grill-Briketts (Alschu), Flammenco Grill-Holzkohlebrikett (DHG),
MangelhaftFavorit Grill Holzkohle-Briketts (Alschu), Favorit Grill Qualitäts-Holzkohle (Alschu),

Diese Kriterien waren für Ökotest wichtig

„Ökotest“ untersuchte bei den 18 getesteten Produkte unter anderem das Ausgangsmaterial und die Herkunftsregion. Außerdem beauftragten die Tester das Thünen-Institut für Holzforschung, um die Baumarten spezifischer zu klassifizieren und mehr über die Herkunft zu erfahren.

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Zudem wurde die Brennqualität der Holzkohle und der Briketts untersucht. „Ökotest“ berichtet, dass die Kohle besser brennt, wenn sie einen hohen Gehalt an festem Brennstoff (fixer Kohlenstoff) vorweisen kann. Den höchsten Wert haben die Grillholzkohle-Produkte von Kingstone und Pro Fagus mit 87 Prozent. Überdies nahm man mögliche Verunreinigungen genauer unter die Lupe. Bei einigen Produkten wurden Quarz, Schlacke oder Steinchen nachgewiesen.

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