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Bereit für den Sommer

Welcher Ventilator sorgt laut Stiftung Warentest wirklich für Abkühlung?

Ventilator
Die Stiftung Warentest hat sowohl Tisch-, als auch Stand- und Turmventilatoren genauer unter die Lupe genommenFoto: Getty Images

Wenn es allmählich wärmer wird, steigt auch wieder die Nachfrage nach Ventilatoren. Wer nicht vor leeren Regalen stehen will, sollte sich früh genug um ein Gerät kümmern. Stiftung Warentest hat jetzt 20 Ventilatoren getestet.

Eine frische Brise auf Knopfdruck – Ventilatoren sind für viele Menschen gerade in den Sommermonaten unverzichtbar. Egal ob tagsüber oder in der Nacht für einen erholsameren Schlaf – die Geräte sorgen für einen erfrischenden Wind. Die Experten der Stiftung Warentest haben jetzt 20 Ventilatoren genauer unter die Lupe genommen: sechs Tisch-, sechs Turm- und acht Standgeräte. Das günstigste Gerät ist ein Tisch-Ventilator, kostet 25 Euro und ist das Modell Silvercrest Metall 30 cm STVM 30 B1 von Lidl – das teuerste Gerät ist ein Standventilator von Meaco, das Modell Fan 1056P kostet 170 Euro (Stand Februar 2022). Welcher Ventilator im Test überzeugen kann, lesen Sie hier.

Was wurde getestet?

Die Experten von Stiftung Warentest haben die unterschiedlichen Ventilatoren genau untersucht. Im Mittelpunkt stand zudem der Luftstrom und wie dieser sich auf der Haut anfühlt. Angenehm sanft oder eher grob und störend? Zudem wurde bewertet, wie viele Stufen und wie stark oder schwach der Luftstrom ist.

Getestet wurde auch die Lautstärke der Geräte – immerhin sollen sie nur für Abkühlung sorgen und nicht zusätzliche Geräusche verursache oder stören. Nächster Punkt der Tester war der Stromverbrauch – geprüft wurde, wie sparsam oder verschwenderisch die Ventilatoren im Einsatz sind.

Ventilatoren stehen meist nicht außer Reichweite von Kindern. Genau deswegen haben die Experten von Stiftung Warentest auch die Sicherheit geprüft. Geschaut wurde, ob etwa beim Zusammenbau scharfe Kanten für Verletzungen sorgen könnten. Außerdem kam ein Prüffinger zum Einsatz – damit wurde getestet, ob Kinderfinger an den Rotor im Betrieb gelangen könnten. Auch die Standsicherheit hat man überprüft und ab welchen Winkeln die Ventilatoren umfallen könnten.

Wenn sich die Luft etwa in der Dachgeschosswohnung staut, dann sollte man ordentlich durchlüften. Auch das testeten die Experten, inwieweit das mit den Ventilatoren möglich ist und wie zügig größere Luftmassen bewegt werden können. Zu guter Letzt ging es um die Handhabung der Ventilatoren. Die Experten schauten sich die Gebrauchsanleitungen an und schauten, ob diese auch verständlich sind. Zudem wurden der Zusammenbau und die Reinigung der Geräte getestet.

Welcher Ventilator sorgt wirklich für Abkühlung?

Herzstück der Prüfung war laut Stiftung Warentest die Untersuchung des Luftstroms. Dabei kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass die Luftgeschwindigkeit der meisten Ventilatoren ein bis zwei Windstärken entspricht. Besonders laue Lüftchen pustet der Turmventilator von Suntec Wellness aus – der Vornado-Turmventilator ist da etwas stürmischer: Seine kleinste Stufe bläst mit einer Windstärke von zwei. Die Tester halten dabei aber auch fest, dass die Windstärke Geschmacksache ist und nichts über die Qualität des Geräts aussagt.

Sie empfehlen Ventilatoren, die mehrere Einstellungsmöglichkeiten haben. Der Standventilator Duux Whisper etwa hat 26 Stufen, die allerdings teils so feine Unterschiede haben, dass sie kaum spürbar sind. Der Tischventilator von Steba hat zwar nur vier Auswahlmöglichkeiten, diese reichen aber für eine abwechslungsreiche Erfrischung. Allerdings gibt es bei beiden Geräten Probleme mit der Sicherheit: Kinderfinger könnten in die laufenden Rotoren greifen.

Wichtigstes Kriterium für die Tester war, wie sich der Luftstrom auf der Haut anfühlt – in dem Fall konnten vor allem Standventilatoren punkten. Die Prüfpersonen empfanden den Luftstrom dieser Modelle besonders angenehm. Nur der Standventilator Pro Breeze schwenkt zu langsam. Angenehmen Luftströme verbreiteten zudem die Tischmodelle von Steba und Rowenta sowie der Turmventilator Profi Care. Dieser verdirbt sich allerdings sein Ergebnis, da das Gehäuse im Stabilitätstest brach. Besonders leise ist das Gerät von Meaco und Steba – sie sind kaum zu hören. Das Modell von Lidl röhrt dagegen bei gleicher Geschwindigkeit achtmal lauter.

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So haben die Ventilatoren insgesamt im Test abgeschnitten

Insgesamt schneiden die Ventilatoren im Test alle durchschnittlich gut ab – es gibt keinen Totalausfall. Allerdings kann auch kein Gerät vollends überzeugen. Testsieger ist das teuerste Modell für 170 Euro von Meaco. Es bekommt die Note 1,8 und das Qualitätsurteil „gut“. Der Standventilator kann in den meisten Kategorien überzeugen, schneidet aber beim Durchlüften nur befriedigend ab.

Für einen Ventilator muss man aber nicht unbedingt mehr als 100 Euro ausgeben: Das günstigste gute Modell ist von Pro Breeze und kostet 70 Euro. Das Qualitätsurteil lautet „gut“ mit einer Note von 2,3. Bei dem Gerät handelt es sich ebenfalls um ein Standventilator.

Die meisten Modelle erreichen im Test gute bis befriedigende Bewertungen. Lediglich das Gerät von Profi Care erhält nur ein „ausreichend“ und die Note 4,0. Der Turmventilator brach im Stabilitätstest.

Der ausführliche, kostenpflichtige Bericht über Ventilatoren im Test ist auf dem Onlineportal „test.de“ (Ausgabe 5/2022) der Stiftung Warentest erschienen.

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