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Beim Experten nachgefragt

Wann man das Wasser im Planschbecken wechseln sollte

Wann und wie oft sollte man das Wasser im Planschbecken wechseln?
Planschbecken sind im Sommer bei Kindern sehr beliebtFoto: Getty Images

Gerade in den warmen Sommermonaten bietet ein Planschbecken im Garten eine willkommene Erfrischung für die Kleinen. Eine Frage, die sich viele Eltern dabei stellen: Wie oft sollte man das Wasser wechseln – und was kann passieren, wenn es zu lange im Becken bleibt? myHOMEBOOK hat sich bei einem Experten erkundigt.

Wasserspaß im Garten, auf der Terrasse oder auch auf dem Balkon – mit einem Planschbecken bereitet man Kindern viel Freude. Damit die Abkühlung jedoch keine gesundheitlichen Folgen nachsichzieht, sollten Eltern auf ein paar Dinge achten. Beispielsweise darauf, wann man das Wasser im Planschbecken wechseln sollte. Alexander Kämpfe vom Umweltbundesamt klärt im Gespräch mit myHOMEBOOK darüber auf.

Wie oft sollte man das Wasser im Planschbecken austauschen?

„Es gibt keine allgemeingültigen Regeln“, antwortet Kämpfe auf die Frage, wann man das Wasser im Planschbecken wechseln sollte. Allerdings: „Wir raten, es täglich zu wechseln.“ Das Wasser kann sich in dem kleinen Becken schnell erwärmen und erreicht nach einem Wechsel rasch wieder Badetemperatur. Aber mit dem täglichen Auskippen ist es nicht getan: Eltern sollten das Planschbecken auch gut trocknen lassen. „Dann vermeidet man, dass sich Biofilme bilden, in denen sich Krankheitserreger vermehren könnten.“

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Was kann passieren, wenn man das Wasser im Planschbecken nicht regelmäßig tauscht?

„Wenn das gleiche Wasser länger verwendet wird, können sich Krankheitserreger vermehren“, mahnt Kämpfe im Gespräch mit myHOMEBOOK. Und diese können für Kinder gesundheitliche Folgen bedeuten. Kämpfe spricht dabei unter anderem von Entzündungen, beispielsweise an Ohren oder Füßen.

Durch eine hohe Belastung mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa könne auch das sogenannte „Hot-Foot-Syndrom“ verursacht werden, bei dem sich die Fußsohlen rot färben und Schmerzen an den Kinderfüßen auftreten. Zahlen über das Auftreten dieser Beschwerden im Zusammenhang mit der Nutzung von Planschbecken liegen nicht vor.

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Lohnt es sich, das Wasser aufzubereiten?

Manche Eltern, die das Wasser im Planschbecken gerne über mehrere Tage verwenden möchten, könnten auf die Idee kommen, das Wasser aufzubereiten. Doch davon hält Kämpfe nichts. „Der Klassiker wäre die Chlortablette“, meint der Experte. „Davon würde ich abraten, da diese für große Pools mit Umwälzung und Filtration ausgelegt und daher für kleine Planschbecken überdimensioniert sind. Deshalb können bei kleinem Wasservolumen in Planschbecken unaufgelöste Reste solcher Tabletten zurückbleiben, die dann von Kindern als vermeintliches Spielzeug benutzt werden und dabei gesundheitsschädlich sein können.“

Zudem könnte diese Praxis zu einer falschen Sicherheit bei Eltern führen, da die Dosierung und die Wirksamkeit des Desinfektionsmittels häufig privat nicht überprüft werden können. Da sei es hingegen effektiver, man wechselt das Wasser im Planschbecken täglich und lässt das Becken gut trocknen.

Der perfekte Platz für das Planschbecken

Der passende Standplatz ist besonders wichtig, unter anderem weil das Planschbecken für die Erwachsenen immer gut sichtbar sein muss. Zudem sollte der Mini-Pool sicher auf einem möglichst ebenen Untergrund stehen. Rasen hingegen ist nicht geeignet, denn da gibt es unter Umständen schon nach ein paar Tagen braune Flächen unter dem Pool.