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Recht

Darf ich mit meinem Poolwasser den Garten gießen?

Darf man Poolwasser im Garten entsorgen und damit seine Pflanzen gießen?
Wohin mit dem Wasser aus Planschbecken oder kleinen Pools?Foto: Getty Images

Ein Planschbecken oder ein Pool im Garten sind an heißen Sommertagen der perfekte Zufluchtsort. Was aber, wenn es wieder kühler wird oder man den Platz doch anderweitig verwenden will – wohin mit dem Poolwasser?

Wenn man seinen Pool abbauen will, gibt es eine einfache Lösung: Man kann das Poolwasser doch einfach im Garten entsorgen und die Pflanzen damit gießen – oder? Nicht immer, denn das ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

Wann darf man Poolwasser im Garten entsorgen?

Bevor Sie Ihren Pool einfach auskippen und den Garten bewässern, müssen Sie sich sicher sein, dass das Wasser nicht mit Chemikalien, wie etwa Chlor, belastet ist. „Bei der Entsorgung dieser Wässer sind die rechtlichen Vorgaben und die Anforderungen der Abwassertechnik zu beachten: Stammt das Poolwasser aus der Trinkwasserleitung und ist, beispielsweise durch Baden, nicht genutzt und frei von Zusätzen, kann es problemlos in Oberflächengewässer geleitet oder auf dem Rasen versickert werden“, erklärt der NABU.

Hinweis: Strengere Regeln gelten allerdings in Berlin. Hier ist die Versickerung auch außerhalb von Wasserschutzgebieten nicht gestattet. Die Berliner Wasserbetriebe und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilen hierzu mit: Gemäß § 54 Wasserhaushaltsgesetz ist Poolwasser als Abwasser zu betrachten, da es sich um durch häuslichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändertes Wasser handelt. Poolwasser muss man daher generell über die Schmutz- oder Mischwasserkanalisation entsorgen, also etwa den Toiletten- oder Badewannen-Abfluss. Wenn kein öffentlicher Entsorgungsweg vorliegt, müssen Abwasserentsorger das Poolwasser mit einem Fahrzeug abpumpen und ordnungsgemäß entsorgen.

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Wie gebe ich das Poolwasser in meinen Garten?

Wenn man Wasser im Garten entsorgt, spricht man von einer breitflächigen Verrieselung. Das bedeutet eigentlich nur, dass man das Wasser ausgießt und langsam einsickern lässt. Die Voraussetzung für diesen Vorgang: Der Garten muss genügend Platz haben, damit man die Nachbargrundstücke nicht unter Wasser setzt. So oder so empfiehlt es sich, seinen Pool schrittweise über mehrere Tage hinweg zu entleeren.

Wohin mit belastetem Poolwasser?

„Nicht mehr benötigte Schwimmbadchemikalien sind als Problemabfall bei den entsprechenden Sammelstellen abzugeben. Gärtner und Poolbesitzer sollten sich nachhaltig und verantwortungsbewusst verhalten und im günstigsten Fall keine chemischen Badezusätze verwenden. Das angebaute Gemüse kann zumindest aus dieser Hinsicht auch im nächsten Jahr unbedenklich verzehrt werden. Unsere Bitte: Stopp, nicht einfach den Stöpsel ziehen!“, betont der NABU.