Was passiert mit dem Poolwasser, wenn der Badespaß vorbei ist? Foto: Getty Images
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Laura Graichen
Redakteurin
20. August 2026, 15:37 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Ein Planschbecken oder Pool im Garten sorgt an heißen Sommertagen für willkommene Abkühlung, besonders bei Kindern. Doch wohin mit dem Wasser, wenn die Badesaison endet oder das Becken geleert werden muss? Ist es erlaubt, das Poolwasser zum Gießen des Gartens zu nutzen?
Wer seinen Pool leert, möchte das Wasser oft sinnvoll weiterverwenden. Die Bewässerung von Beeten, Rasenflächen und Gemüsepflanzen scheint dafür eine naheliegende Lösung zu sein. Allerdings ist das nicht immer zu empfehlen.
Bevor man den Pool einfach auskippt und den Garten damit bewässert, sollte man sicherstellen, dass das Wasser nicht mit Chemikalien wie Chlor belastet ist. „Bei der Entsorgung dieser Wässer sind die rechtlichen Vorgaben und die Anforderungen der Abwassertechnik zu beachten: Stammt das Poolwasser aus der Trinkwasserleitung und ist, beispielsweise durch Baden, nicht genutzt und frei von Zusätzen, kann es problemlos in Oberflächengewässer geleitet oder auf dem Rasen versickert werden“, erklärt der NABU.
Hinweis: Strengere Regeln gelten allerdings in Berlin. Hier ist die Versickerung auch außerhalb von Wasserschutzgebieten nicht gestattet. Die Berliner Wasserbetriebe und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt teilen hierzu mit: Gemäß § 54 Wasserhaushaltsgesetz ist Poolwasser als Abwasser zu betrachten, da es sich um durch häuslichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändertes Wasser handelt. Poolwasser muss man daher generell über die Schmutz- oder Mischwasserkanalisation entsorgen, also etwa über den Toiletten- oder Badewannenabfluss. Wenn kein öffentlicher Entsorgungsweg vorliegt, müssen Abwasserentsorger das Poolwasser mit einem Fahrzeug abpumpen und ordnungsgemäß entsorgen.
Wenn man Wasser im Garten entsorgt, spricht man von einer breitflächigen Verrieselung. Das bedeutet eigentlich nur, dass man das Wasser ausgießt und langsam einsickern lässt. Die Voraussetzung für diesen Vorgang: Der Garten muss genügend Platz haben, damit man die Nachbargrundstücke nicht unter Wasser setzt. So oder so empfiehlt es sich, den Pool schrittweise über mehrere Tage hinweg zu entleeren.
Wie kann man belastetes Poolwasser entsorgen?
Ist das Wasser mit Zusätzen wie Chlor oder Bioziden vermengt, muss man es laut NABU unbedingt in ein Schmutzwassersiel oder durch die Mischwasserkanalisation entsorgen. Alternativ sind auch die Kanalisation oder ein Abwasserentsorger möglich. „Nicht mehr benötigte Schwimmbadchemikalien sind als Problemabfall bei den entsprechenden Sammelstellen abzugeben. Gärtner und Poolbesitzer sollten sich nachhaltig und verantwortungsbewusst verhalten und im günstigsten Fall keine chemischen Badezusätze verwenden. Das angebaute Gemüse kann zumindest aus dieser Hinsicht auch im nächsten Jahr unbedenklich verzehrt werden. Unsere Bitte: Stopp, nicht einfach den Stöpsel ziehen!“, betont der NABU.
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