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Anleitung

Küchenfronten neu lackieren – so geht’s richtig

Eine Frau beim Lackieren der Küchenfronten in blau
Es muss ja nicht gleich eine komplett neue Küche sein – etwas Farbe auf den Küchenfronten kann schon reichenFoto: iStock / photoman

Etwas frische Farbe verleiht auch einer alten Küche neuen Glanz. Wie man beim Streichen der Küchenfronten vorgeht und welcher Lack sich eignet, erfahren Sie hier.

Sie suchen ein Projekt für daheim? Wie wäre es mit einem neuen Anstrich für die Küchenmöbel? Die meisten Küchenfronten bestehen aus Holz, das mit Melaminharz beschichtet ist. Dafür gibt es Spezialanstriche zum Lackieren der Küchenfronten. Bei Fronten aus Echtholz oder Kunststoff sind andere Lacke geeignet.

Das richtige Werkzeug zum Lackieren der Küchenfronten

Verschiedene Werkzeuge haben auch verschiedene Vor- und Nachteile. Zum Lackieren der Küchenfronten eignen sich folgende drei Tools:

  • Rolle: Das Lackieren mit der Farbrolle ist relativ unkompliziert bei gleichmäßigem Farbauftrag. Allerdings sollte man an Ecken und Kanten vorsichtig arbeiten und gegebenenfalls auf den Pinsel ausweichen.
  • Pinsel: Beim Streichen bleiben die Pinselstriche oft sichtbar, auch nach mehrmaligem Streichen. Der Pinsel ist deshalb eher weniger geeignet – außer man möchte diese Optik gezielt erreichen.
  • Sprühgerät: Mit Farbsprühgeräten, die es bereits ab 50 Euro im Baumarkt gibt, kann man ein sauberes und gleichmäßiges Ergebnis erzielen. Sorgfältiges Abkleben ist hier Pflicht.

Achtung: Küchenfronten aus geöltem Holz kann man nicht neu lackieren, da das Öl tief in die Holzstruktur eindringt. Der Lack hat hier nicht genügend Haftung, auch nicht nach dem Abschleifen. Hier erfahren Sie mehr darüber, was es beim Streichen von alten Holzmöbeln zu beachten gibt.

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Küchenfronten lackieren – die Vorbereitung

Wenn man die Küchenfronten neu lackieren möchte, sollte man die Flächen zunächst auf den Anstrich vorbereiten. Zunächst montiert man die Griffe ab. Anschließend reinigt man die Schranktüren bearbeitet sie mit Schleifpapier in 240er Körnung. Mit einem Schleifgerät, das man auch aus dem Baumarkt ausleihen kann, spart man sich mühevolles Abschleifen per Hand. Die Staubreste sollte man anschließend mit klarem Wasser entfernen, sonst wird die neue Lackschicht nicht glatt.

Tipp: Es lohnt sich, schon vor dem Lackieren den Küchenboden feucht zu wischen, sonst kann dort abgelagerter Staub aufwirbeln. Dieser könnte sich sonst auf der neuen Lackschicht festsetzen.

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Zuerst Grundieren, dann mehrere Schichten Lack auftragen

Sind die Küchenfronten abgeschliffen und gereinigt, folgt das Lackieren mit Grundierung. Damit kann man die Haftung der folgenden Lackschicht verbessern. Diese wird zweimal aufgetragen. Zusammen mit der Grundierung sind also drei Lackierungen nötig. Mit einem Zwischenschliff wird die Oberfläche besonders gleichmäßig und glänzend. Hierfür eignet sich besonders feines Schleifpapier ab 600er Körnung.

Tipp: Verwendet man zum Lackieren der Küchenfronten eine Farbrolle, sollte man diese nicht am Rand ansetzen, sondern immer etwas darunter oder daneben. Damit vermeidet man unschöne Spuren.