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Trendfrucht

Avocados ganz einfach selber züchten

Avocado wird in einem Wasserglas angezüchtet
Eine beliebte Methode für die Anzucht von Avocados ist es, den Kern in einem Wasserglas austreiben zu lassen. Foto: Getty Images

Schon die Azteken schätzten die gesunden Eigenschaften der Avocado. Dass sich um die südamerikanische Superfrucht ein richtiger Hype entwickelt hat, ist also nicht ganz verwunderlich. Doch die Avocado ist nicht nur ein kulinarischer Allrounder. Mit ein bisschen Geduld gibt sie auch eine dekorative Zimmerpflanze ab. Wir verraten Ihnen, wie die Zucht aus dem Kern gelingt.

Von wegen grüner Daumen – Ausprobieren lautet die Devise! Das gilt auch für die Anzucht exotischer Pflanzen. Ein paar Dinge gibt es natürlich trotzdem zu beachten. Um eine Avocado zu züchten, gibt es grundsätzlich zwei vielversprechende Methoden.

Avocadokern ziehen: Die Vorbereitung

Egal für welche Anzuchtmethode man sich entscheidet, die Vorbereitung ist dieselbe. Damit das Experiment gelingt, sollte man sich eine reife Avocado aussuchen. Dies lässt sich leicht überprüfen. Gibt die Schale bei leichtem Drücken nach, ist die Avodaco reif. Um an den Kern zu gelangen, muss das Fruchtfleisch vollständig vom Kern entfernt werden. Anschließend wird mit einem Messer nur noch die braune Haut vom Kern gelöst. Nun muss man das sensible Saatgut nur noch einmal waschen und ordentlich trocknen.

Avocado züchten – zwei Möglichkeiten

1. Avocadokern im Wasserglas keimen lassen

Bei dieser Methode werden an der Seite des Avocadokerns vier Zahnstocher gesteckt. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass man nicht zu tief bohrt, denn das könnte den Kern unnötig verletzen und dessen Keimfähigkeit beeinträchtigen. Anschließend kann der Kern mithilfe der Zahnstocherkonstruktion mit der Spitze nach oben in ein mit Wasser gefülltes Glas gehängt werden. Man sollte ihn dabei zur Hälfte mit Wasser bedecken.

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Der ideale Standort ist warm, hell und vor Zugluft geschützt. Regelmäßiges Wasserwechseln ist Pflicht. Nun ist warten angesagt. Mit ein wenig Glück zeigen sich nach etwa drei bis zehn Wochen Wurzeln und Trieb. Wenn die Avocadopflanze die ersten Blätter ausgebildet hat, ist es ratsam, sie in einen etwa 20 bis 30 Zentimeter breiten Topf zu pflanzen. Dabei sollte der Kern maximal zur Hälfte in der Erde stecken. Die Zahnstocher werden vorher entfernt.

2. Avocado direkt in der Erde züchten

Wer es ganz puristisch mag, kann den gewaschenen Kern der Avocado auch direkt in einem mit Erde befüllten Blumentopf züchten. Dabei sollte der Avocadokern wieder etwa maximal zur Hälfte mit Erde bedeckt sein. Bei dieser Methode muss auf eine ständige Durchfeuchtung geachtet werden. In Sachen Standortwahl verhält es sich ähnlich wie bei der Wasserglasmethode – ein heller und warmer Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist ideal.

Welche Pflege braucht eine Avocadopflanze?

Der weitere Wachstumsverlauf der kleinen Avocadopflanze hängt letztendlich von der richtigen Pflege ab. Im Grunde ist das aber kein schwieriges Unterfangen. Gerade im Anfangsstadium ist die Avocado noch etwas sensibel. Man sollte sie deshalb langsam an Sonneneinstrahlung gewöhnen, bis sie einen vollsonnigen Standort verträgt. Im Sommer genießt sie auch einen Stellplatz im Freien. Spätestens im Herbst sollte man sie aber wieder ins Haus holen. Temperaturen unter fünf Grad verträgt die Pflanze nicht.

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Tipp: Avocadopflanzen neigen dazu, nur einen Trieb auszubilden. Dem kann man aber entgegenwirken. Bei einer Trieblänge von etwa 15 cm sollte man auf die Hälfte zurückschneiden. Bei gutem Wachstum kann das Ganze bei etwa 30 cm wiederholt werden. So entwickelt sich die Avocado mehr in die Breite, wird buschig und kräftig.

Wie lange braucht eine Avocadopflanze bis sie Früchte trägt?

. In unseren Breitengraden ist das aber so eine Sache. Denn hierzulande gibt es, wenn überhaupt, nur im Sommer genug Sonnenstunden, um ausreichende Bedingungen zu schaffen.

Ein weiteres Problem ist die Befruchtung. Die Avocado ist eine Zwitterpflanze, besitzt dementsprechend sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Selbst befruchten kann sich die Pflanze aber nicht. Sie ist von einer Fremdbestäubung abhängig.

Auch wenn das mit den Früchten nichts wird: Spaß macht es trotzdem! Was gibt es Schöneres als zu sehen, wie sich der kleine Trieb nach anfänglichen Schwierigkeiten Tag für Tag weiter nach oben reckt? Das Ergebnis ist eine Zimmerpflanze, die nicht nur dekorativ ist, sondern auf die man richtig stolz sein kann!