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Viele machen es falsch!

Wie Sie Basilikum richtig pflücken

Man muss Basilikum richtig pflücken, um die Aromen zu schützen und das Wachstum nicht zu beeinträchtigen
Wer Basilikum falsch pflückt, kann die Aromen zerstörenFoto: Getty Images

Die Nudeln mit Pesto werden doch erst perfekt, wenn man sie mit ein, zwei Blättchen des hauseigenen Basilikumpflänzchens garniert. Und dafür muss man ja nur schnell die Blätter abzupfen. Falsch! Wer Basilikum auf diese Weise pflückt, macht einen fatalen Fehler. myHOMEBOOK erklärt, wie man Basilikum richtig pflückt.

Viele machen sich beim Pflücken von Basilikum nicht allzu viele Gedanken. Die paar benötigten Blätter werden einfach von der Pflanze abgeknipst und zum Kochen verwendet. Damit fügt man der Pflanze aber erhebliche Schäden zu.

Abzupfen beeinträchtigt Aroma, Wachstum und Lebensdauer

Das Zupfen beeinträchtigt nicht nur das Aroma, sondern auch das Wachstum und die Lebensdauer. Vor allem, wenn ein Zweig keine Blätter mehr besitzt, kann er keine Nährstoffe mehr aufnehmen und stirbt ab.

Dadurch kann die Blüte der Pflanze nicht unterbunden werden. Das ist aber wichtig, denn sobald ein Basilikum blüht, verliert es sein Aroma und entwickelt einen bitteren Geschmack. Vielmehr noch beginnt die Pflanze zu sterben, da sie ihre Kraft nur noch in das Wachstum von Blüten und Samen steckt.

Auch interessant: So können Sie ganz leicht Basilikum selbst vermehren

Daher sollten Sie beim Pflücken von Basilikum auf folgende Regeln achten:

  1. Schneiden Sie die Blätter ab, anstatt Sie mit den Fingern zu pflücken. Benutzen Sie dafür eine scharfe Schere oder ein Messer.
  2. Schneiden Sie ganze Triebspitzen auf eine Länge von fünf bis sieben Zentimeter ab.
  3. Setzen Sie einen Schnitt knapp über einem sogenannten Blattknoten, dann können an der Stelle weitere Verzweigungen sprießen.
  4. Achten Sie darauf, dass an jedem Zweig mindestens ein Blattpaar bestehen bleibt. Nur dann können sie wieder austreiben.
Basilikum pflücken Sie am besten nicht mit der Hand, sondern schneiden es mit einer Schere oder einem Messer ab

Hinweis: Wenn Sie doch ab und an nur einzelne Blätter pflücken, versuchen Sie, die älteren, dunkelgrünen zu nehmen.

Die beste Zeit zum Pflücken

Tatsächlich gibt es auch eine ideale Zeit, zu der man Basilikum pflücken sollte: In den frühen Morgenstunden, denn dann ist das Aroma auf dem höchsten Niveau. Noch besser fällt es aus, wenn die Pflanze gerade gegossen wurde.

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Wohin mit der Ernte?

Wenn Sie die Regeln befolgen und regelmäßig größere Mengen Basilikum pflücken und diese nicht direkt verbrauchen, gibt es drei Möglichkeiten, wie Sie die Ernte längerfristig aufbewahren oder verarbeiten können:

  • Sie können die Blätter an der Luft, im Backofen oder in einem Dörrgerät trocknen.
  • Alternativ frieren Sie frisches Basilikum als ganze Blätter oder fein püriert mit Olivenöl ein. Wichtiger Hinweis: Entfernen Sie vorher die Blattstiele.
  • Wenn Sie ganze Triebe ernten, zupfen Sie die Blättchen ab und legen sie in Salz, Essig oder Olivenöl ein.

Wachstum fördern und Blüte unterbinden

Unabhängig von der Ernte sollten Sie die Triebspitzen des Basilikum regelmäßig beschneiden. Auf diese Weise fördern Sie ein buschiges Wachstum und unterbinden eine Blüte.

Wenn das Basilikum doch blüht

Schaffen Sie es nicht, die Blüte Ihrer Basilikumpflanze zu unterbinden, können Sie aus Ihr trotzdem einen Nutzen ziehen. Die Blüten selbst können Sie entweder in eine Vase stellen oder aber einfach essen. Sie haben einen leicht herben Geschmack.

Wenn Sie warten, bis die Blüten verwelken, können Sie außerdem die Samenstände ernten und Ihre Pflanze dann vermehren. Dafür müssen Sie wie folgt vorgehen:

  1. Pflücken Sie die verwelkten Blütenstiele und zupfen Sie die verdorrten Blätter ab.
  2. Entfernen Sie die trockenen Blüten von den Stängeln.
  3. Sieben Sie die Samen und Blütenreste mehrfach durch.
  4. Übrig bleiben kleinen schwarze Samen, die Sie anschließend an einem kühlen Ort in einem verschließbaren Gefäß lagern und im nächsten Frühjahr aussäen können.