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Blähton oder Blumenerde – was eignet sich für welche Pflanzen? 

Wofür eignet sich Bläton?
Blähton kann bei der Pflanzenpflege hilfreich seinFoto: iStock/Warunporn Thangthongtip

Insbesondere wenn Hobbygärtner pflegeleichte Methoden bevorzugen, ist Blähton eine geeignete Methode, um Pflanzen zu kultivieren. Welche Vor- und Nachteile das Tongranulat birgt, verrät myHOMEBOOK im Überblick.

Anstatt herkömmlicher Blumenerde kann man auch Blähton verwenden, um verschiedene Pflanzen in Blumentöpfen zu kultivieren. Die Tonkugeln speichern besonders gut Wasser. Das bedeutet, dass man die Pflanzen nicht so oft gießen muss. Welche Pflanzen sich für diese Methode eignet, erfahren Hobbygärtner in diesem Artikel.

Was genau ist Blähton?

Blähton sind kleine Kügelchen, die aus Ton bestehen. Beim Zersetzen von Felsspaten entsteht das Tongranulat, das anschließend gemahlen, granuliert und am Ende bei etwa 1200 Grad Celsius gebrannt wird. Bei diesem Prozess verbrennen die organischen Stoffe, sodass Kohlendioxid entsteht, was das Granulat wiederum aufbläht. Daher stammt der Name.

Gibt es Unterschiede zu Tongranulat?

Beide Bezeichnungen meinen das Gleiche: Tonkügelchen. Weitere Begriffe hierfür sind übrigens noch Pflanzton oder Tonmehl. Sie alle können sich in ihrer Körnung oder dem Verwendungszweck unterscheiden, da sie unterschiedliche Vorteile beziehungsweise Stärken haben.

  • Blähton: geringer Wasser- und Nährstoffspeicher, wird vor allem für Hydrokulturen verwendet
  • Tongranulat: hoher Wasser- sowie Nährstoffspeicher, dient als vollwertiges Zimmerpflanzensubstrat
  • Tonmehl: hoher Wasser- und Nährstoffspeicher, erhöht sowohl Wasser- als auch Nährstoffgehalt in Topfsubstraten sowie Erdböden

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Die verschiedenen Blähton-Arten

Es gibt unterschiedliche Arten des Tongranulats, die sich wiederum in Körnung, pH-Wert und Salzgehalt unterscheiden. Nicht jeder Blähton ist für jede Pflanze geeignet, daher sollte beim Kauf unbedingt auf die Angaben geachtet werden.

Die Körnung

Die Tonkugeln gibt es in verschiedenen Größen. Für die meisten Pflanzen eignet sich die 4/8-Körnung. Je kleiner der Blähton ist, desto weniger Hohlräume entstehen zwischen den Kugeln, desto besseren Halt finden die Pflanzen darin. Allerdings ist bei kleineren Kugeln auch die Luftdurchlässigkeit geringer.

Der pH-Wert und Salzgehalt

Viele Granulate haben einen Wert von sieben, der sich für viele Pflanzen eignet. Beim Salzgehalt gibt es da schon erhebliche Unterschiede. Hier sollten Hobbygärtner besonders aufmerksam beim Kauf sein.

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Die Vorteile und Nachteile von Blähton

Blähton hat einige Vor-, aber auch Nachteile, die sich Hobbygärtner vorab vor Augen führen sollten.

Die Vorteile

  • Die Tonkugeln sind lange haltbar und man kann sie wiederverwenden.
  • Blähton speichert Wasser und versorgt die Pflanzen dadurch optimal.
  • Das Granulat ist luftdurchlässig, was einer Wurzelfäule vorbeugen kann.
  • Es schimmelt nicht.

Die Nachteile

  • Blähton ist teurer als Blumenerde.
  • Er enthält keine Nährstoffe, weshalb Hobbygärtner immer Dünger hinzugeben müssen.
  • Am Ton selbst lässt sich der Wasserspeicher nicht erkennen, daher braucht es immer einen Wasserstandsanzeiger.
  • Größere Pflanzen finden oft nur schwer Halt in den leichten Kugeln, daher sind sie in vielen Fällen ungeeignet.

Wann und wofür empfiehlt sich Blähton?

Das Granulat kann für Zimmerpflanzen und solche in Hydrokulturen verwendet werden. Alternativ fungiert es auch hervorragend als Drainage in Verbindung mit Erde oder als Hilfsstoff beim Bepflanzen von Teichen, Dächern oder Terrarien.

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