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Finanzielle Unterstützung

Für grüne Dächer gibt es Geld vom Staat

Dachgärten sind pflegeintensiv
Das perfekte Mittel gegen Großstadt-Stress: Ein grünes Idyll auf dem HausdachFoto: Getty Images

Ob Dachgarten, begrüntes Dach oder begrünte Hausfassade – wer sein Eigenheim von außen bepflanzen will, muss einiges beachten. Die Kosten für Anschaffung und Pflege schrecken viele Eigentümer ab. Das Idyll auf dem Dach lohnt sich aber in jedem Fall. Und Förderungen gibt es obendrauf! myHOMEBOOK erklärt, wie Sie Geld vom Staat dazu bekommen.

Pflanzen auf dem Hausdach sehen einfach schön aus. Auch der Car-Port wirkt gleich viel freundlicher, wenn er oben begrünt ist. Doch neben der guten Optik bietet ein begrüntes Dach viele weitere Vorteile. Die Bepflanzung ist eine natürliche Klima-Anlage: Im Winter speichert das Gründach Wärme. Im Sommer sorgt die Bepflanzung für eine angenehme Raumtemperatur, denn Dach und Gebäude heizen nicht so schnell auf. Das spart Heizkosten und senkt den Stromverbrauch. Bei einer begrünten Fassade sinken zudem Sanierungs- und Instandhaltungskosten, da die Bausubstanz vor Umwelteinflüssen geschützt wird.

Schadstoffe filtern

Eine Dach- und Fassadenbepflanzung verbessert die Luftqualität, denn sie bindet Feinstaub, Schadstoffe und den Klima-Killer CO2 – gut für das Mikro-Klima in Ballungsgebieten. Laut Naturschutzbund (Nabu) können so bis zu 200 Gramm pro Quadratmeter an schädlichen Stoffen gebunden werden. Daneben dient das Grün als natürlicher Schallschutz, da man den Straßenlärm mindert.

Gründach schütz vor Hochwasser

Eine Dachbegrünung hilft, bis zu 90 Prozent Regenniederschlag zurückzuhalten. Verdunstet das Wasser, geht es direkt in den Wasserkreislauf zurück. Das restliche Regenwasser landet erst viel später in der Kanalisation, was diese entlastet. Deswegen müssen Hausbesitzer mit einem Gründach in vielen Städten weniger Niederschlagswasser-Gebühren bezahlen – ein echter Kostenvorteil in Zeiten zunehmender Wetter-Extreme.

Schilf-Fläche und begrüntes Dach in Berlin
Dach-Idylle mit Schilf-Fläche mitten im rauen BerlinFoto: dpa picture alliance

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Förderung fürs begrünte Dach

So gibt beispielsweise Düsseldorf 40 Euro pro Quadratmeter begrünter Dachfläche dazu. In Stuttgart werden 50 Prozent der Fertigstellungskosten übernommen, bis 10.000 Euro. Und auch München gewährt bis zu 50 Prozent Kostenzuschuss, pro Quadratmeter 15 Euro. Frankfurt am Main schießt bis zu 50 000 Euro dazu. Der Bundesverband Gebäudegrün e.V. bietet einen Überblick, welche Städte und Kommunen eine finanzielle Unterstützung zur Dach- und Fassadenbegrünung gewähren.

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) bietet günstige Kredite und Zuschüsse für die Dachbegrünung an. Die Staatsbank setzt bei der Kreditvergabe voraus, dass nach technischen Mindestanforderungen im Rahmen ihres Programms „Energieeffizientes Sanieren“ vorgegangen wird. Dann können bis zu 75.000 Euro für eine Wohneinheit oder bis zu 50.000 Euro bei einer Einzelmaßnahme beantragt werden.

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Eine begrünte Hausfassade kann richtig Eindruck machen
Spektakulärer Eindruck durch begrünte Hausfassade: Musée du Quai Branly in ParisFoto: dpa picture alliance

Welche Pflanzen gehören aufs Dach?

Viele Hauseigentümer wollen eine schöne Begrünung, aber wenig Pflegeaufwand. Dafür bieten sich Wildblumen, wilde Kräuter und Pizza-Kräuter wie Thymian oder Rosmarin an. Pflegeleicht sind auch dickblättrige und niedrig wachsende Pflanzen wie zum Beispiel Fetthenne. Auch gut geeignet: Glockenblumen, Scharfgarbe oder Margeriten. Nicht aufs Dach gehören Pflanzen mit starkem Wurzelwuchs, beispielsweise Disteln. Die könnten das Dach beschädigen.

Wollen Sie mehr Geld investieren und Ihr Dach intensiv begrünen, haben Sie einen breiten Gestaltungsspielraum. Sie können beispielsweise einen richtig schönen Dachgarten erschaffen. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt: Legen Sie einen Rasen und kleine Wege an, ziehen Sie kleine Bäume oder Stauden in Töpfen und Gemüse im Hochbeet. Sogar einen Teich können Sie anlegen. Voraussetzung auch hier: Die Statik des Gebäudes muss die Verkehrslast tragen. Zudem muss alles sicher und wetterfest installiert sein.

Kann man ein Haus mit steilem Dach begrünen?

Ja. Auch Steildächer mit einem Winkel bis 45 Grad können begrünt werden. Dabei muss die Bepflanzung so angelegt werden, dass sie nicht verrutscht. Auch der stärkere Abfluss von Wasser muss berücksichtigt werden. Um das Wasser besser zu speichern, können zum Beispiel dickere Wasserspeicher-Platten eingesetzt werden. Ob Steildach oder Flachdach – in jedem Fall sollten Sie einen Statiker zurate ziehen, bevor Sie mit der Dachbegrünung beginnen.