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Albtraum statt Oase

7 Fehler, die man bei der Gartenplanung vermeiden sollten

Wer einen neuen Garten plant, hat einige Herausforderungen zu meistern
Wer einen neuen Garten plant, hat einige Herausforderungen zu meisternFoto: Getty Images

Viele träumen von wildromantischen Blumenoasen, mediterranen Pflanzenparadiesen oder schmackhaften Pflückgärten mit Kinder-Spielbereich. Aber viel zu oft enden die Garten-Träume im Chaos. Woran liegt das – und wie geht man richtig vor?

Wenn man einen neuen Garten anlegen möchte, sollte man ihn vorab auch gründlich planen. Zu Beginn des Jahres ist der ideale Zeitpunkt, sich Gedanken darüber zu machen. Einige Fehler und Tücken lauern dabei, die es zu vermeiden gilt.

1. Fehler: Garten planen – ohne Plan

Bevor Sie anfangen einzukaufen, ist theoretische Planung nötig: Wege geben jedem Garten Struktur und Tiefe, sollten aber auch ein Ziel haben. Zu bedenken sind Aspekte wie Sichtschutz und Sitzgelegenheiten. Wissen Sie, welche Bereiche in Vollsonne und welche im Schatten liegen? Blickpunkte und Blickachsen sowie Strom- und Wasseranschluss sind zu planen. Spätere Veränderungen sind teuer und aufwändig.

2. Fehler: Der Problem-Baum 

Viel zu nah an der Terrasse oder am Zaun zu den Nachbarn gepflanzt – ein typischer Fehler, wenn Bäume wenig geplant gesetzt werden. Ist ein Baum gewünscht, sind die Wuchshöhe und –breite sowie die rechtlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen. Schließlich kann ein Baum die Krönung eines Gartens darstellen. Oder jede Menge Probleme schaffen. Ein Baum ist das Erste, was im Garten geplant werden sollte.

3. Fehler: Den Boden ignorieren

Die Bodenqualität ist den meisten Gartenanfängern unbekannt: ob sandig, lehmig oder zu sauer mit einem niedrigen ph-Wert wird nicht geprüft. Dabei kann der ph-Wert leicht mit Lackmuspapier festgestellt werden. Der Boden wird nach und nach durch Kompost, Bodenlebewesen, Düngung mit Hornspänen oder Gründüngung im Herbst verbessert.

4. Fehler: Die falsche Pflanzenauswahl

Pflanzen, was grade gefällt und im Gartenmarkt angeboten wird – das kann nach hinten losgehen. Berücksichtigen Sie grundlegende Wahrheiten wie Bodenbeschaffenheit oder Schatten- und Sonnenlage. Auch ist es wichtig, ein- und mehrjährige Pflanzen auszuwählen. Im Beet ist beim Setzen der Pflanze die Wuchshöhe zu berücksichtigen: niedrige nach vorne, höhere nach hinten.

5. Fehler: Wilde Pflanzenmischung

Empfehlenswert ist es, nicht mehr als sechs verschiedene Pflanzen auszuwählen, ansonsten wirkt ein Beet zu unruhig. Legen Sie sich auf eine gewisse Farbspanne fest und planen Sie eher mit Zonen und Flächen. Sinnvoll sind dafür nicht nur Pflanzen einer sondern mindestens drei Sorten. Oder deutlich mehr, wenn ein oder zwei Quadratmeter einer Pflanze Wirkung verbreiten sollen. Und: Nicht nur an Blühpflanzen denken. Gerade verschiedene Blattstrukturen und Gräser geben dem Auge Halt. Und in der dunklen Jahreszeit freut sich der Gärtner über ein winterhartes Pflanzengerüst als Blickfang.

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6. Fehler: Wasser im Garten unterschätzen

Wasser ist für Pflanzen lebenswichtig und zudem ein tolles Gestaltungselement. Doch zu viel oder zu wenig wässern kann unschöne Folgen haben. Hier ist Beobachtungsgabe und Geduld gefragt. Ein Sprudelstein, ein Gartenteich oder gar ein fließender Bach stehen häufig auf den Garten-Wunschlisten. Doch solche Highlights sind technisch und gärtnerisch aufwändig. 

Ein Teich im Garten ist schön, muss aber geplant sein
Ein Teich im Garten ist schön, will aber geplant seinFoto: Getty Images

7. Fehler: Sich selbst überschätzen

Ein neuer Garten fordert ein Budget. Und auch in den Folgejahren sind immer wieder Anschaffungen zu finanzieren. Hier ist eine realistische Einschätzung der monetären Möglichkeiten gefragt. Kritisch hinterfragen sollte man auch, wie viel Zeit man in der Umsetzungsphase eines neuen Gartens oder zur Pflege des Gartens wirklich aufbringen kann und will. Auch danach sollten sich realistische Planungen und Projekte ausrichten. Schließlich hat nicht jeder Geschick und Kraft, um Holzdecks oder gepflasterte Sitzplätze umzusetzen.