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Der beste Zeitpunkt, um Grünkohl anzubauen

Grünkohl im Garten selbst anbauen – so geht‘s
Grünkohl – lecker und gesundFoto: Getty Images

Man liebt ihn oder hasst ihn, aber Grünkohl ist in aller Munde. Und jetzt im Frühjahr ist die Zeit für Hobbygärtner, das gesunde Gemüse im Garten anzubauen. myHOMEBOOK erklärt, worauf man achten sollte.

Den Power-Kohl bekommt man ohne Weiteres, jedoch etwas lieblos dargereicht, im Tiefkühlregal vom Supermarkt oder in großen Plastiktüten auf dem Markt. Was jeder wahre Kohl-Kenner jedoch weiß: Besser schmeckt Grünkohl aus dem eigenen Garten. Doch für den Anbau sollten Hobbygärtner einiges beachten.

Kleine Notiz am Rande: Während man hierzulande ein deftiges Grünkohlgericht traditionell mit Wurst oder Speck verfeinert , rümpft man ob solcher Zutaten in Übersee eher die Nase. In den USA gilt Grünkohl – ohne alles –schon seit einiger Zeit als das Superfood schlechthin. Nicht ganz zu Unrecht: Der grüne Kohl ist reich an Vitaminen und Mineralien.

Nach Spätfrösten anpflanzen

Im Herbst geerntet, in der dunklen Jahreszeit genossen – dafür muss der grüne Kohl im Frühjahr angebaut werden. Allerdings erst nach den letzten Spätfrösten. Der Termin zur Aussaat liegt traditionell im Mai. Mit den stetig steigenden Temperaturen in den letzten Jahren können Gärtner jedoch wohl schon vorher mit der Anzucht beginnen.

Die Samen mit etwas Abstand ins Beet stecken und anschließend mit ein wenig Erde überdecken. Generell sind rund 40 bis 50 Zentimeter zwischen den einzelnen Samen gut, da Grünkohl etwas Platz braucht. Ideal ist ein aufgelockerter und nicht saurer Lehmboden. Danach sollte die Erde gut angegossen werden.

Grünkohl auf der Fensterbank vorziehen

Die Samen können auch in einer Anzuchtkiste, in Töpfen oder umgedrehten Eierkartons angezogen werden. Mit ein paar Zentimetern Abstand einfach Samen für Samen zwei Zentimeter in die Erde drücken und mit weiterer Erde bedecken, die stets feucht bleiben sollte. Die Pflanzen können ausgepflanzt werden, sobald sie eine Höhe von bis zu zehn Zentimetern erreicht haben.

Achtung: Die Jungpflanzen besitzen zarte Wurzelgeflechte, die beim Herausnehmen aus der Anzuchtschale leicht Schaden nehmen. Wer umgedrehte Eierkartons einsetzt, kann diese behutsam zerschneiden und die einzelnen Abschnitte mitsamt der Jungpflanze ins Anzuchtbeet einbringen, was das Wurzelwerk schützt. Mit der Zeit zersetzt sich dann die Karton-Pappe in der Erde.

Standort für Grünkohl im Garten

Grünkohl wärmt uns im Winter! Um sein volles, nährendes Aroma zu erreichen, braucht der Kohl im Sommer jedoch einen sonnigen Standort im Garten. Zudem brauchen die Pflanzen stets ausreichend Wasser.

Sollten vorher andere Kohlsorten im Beet angebaut worden sein, sollte man einen anderen Standort wählen, der nicht in der direkten Nähe liegt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die gefürchtete Kohlhernie über den Grünkohl herfällt. Pflanzen mit Hülsenfrüchten, Spinat oder Tomaten sind hingegen gute Nachbarn und können bedenkenlos neben Grünkohl wachsen.

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Wie sollte man Grünkohl düngen?

Die Pflanzen immer ausreichend mit Kompost nähren. Denn fehlen Nährstoffe, bildet die Pflanze gelbe und unansehnliche Blätter. Gerade während des Wachstums sollte daher ausreichend Stickstoff zugeführt werden, beispielsweise mit einer Jauche aus Brennnesseln.

Wer mag, kann den Grünkohl auch mit Bokashi verwöhnen. Wie man den Power-Dünger selbst herstellt, erfahren Sie hier. Aber auch andere organische Gemüsedünger bieten sich an.

Ernte erst nach dem ersten Frost

Generell kann man Grünkohl nach drei bis fünf Monaten ernten. Hobbygärtner, die Geduld besitzen, sind jedoch im Vorteil. Denn sobald die Temperaturen fallen, verändert sich der Stoffwechsel der Grünkohlpflanzen. Die Folge: Der Gehalt an Zucker in den Blättern steigt an, das Aroma wird dadurch reicher. Deshalb sollte man warten, bis sich der erste Frost über die Pflanzen gelegt hat.

Grünkohl erreicht im zweiten Jahr eine stattliche Höhe von rund eineinhalb Metern. Ernten sollte man ihn jedoch regelmäßig. Wartet man zu lange, können sich Bitterstoffe in der Pflanze freisetzen. Die Blätter nicht abrupfen, sondern von den äußeren Blättern aus nach innen mit einem Messer abschneiden. Auf diese Weise wird das Wachstum angeregt. Eine Ernte bis in den Winter ist so gesichert.

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Grünkohl richtig lagern

Wie viele andere Gemüsesorten bleibt auch Grünkohl nur für drei bis vier Tage im Gemüsefach des Kühlschranks knackig und frisch. Um ihn für bis zu einem Jahr im Gefrierfach aufzubewahren, sollten die Blätter vorab blanchiert werden.