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Liefern viel Vitamin C

Jetzt ist Erntezeit! Hagebutten richtig pflücken, trocknen und verarbeiten

Hagebutten ernten, trocknen und verarbeiten
Hagebutten enthalten viel Vitamin C – beste Voraussetzungen für einen kalten WinterFoto: Getty Images

Nach der Blüte wachsen im Herbst an vielen Wildrosen die meist knallroten Hagebutten. Die Früchte sind berühmt für ihren hohen Gehalt an Vitamin C. Und Hagebutten lassen sich hervorragend zu Marmelade, Aufstrich oder Tee verarbeiten. Es gibt jedoch eine Witterungslage, während der man lieber nicht ernten sollte.

Früher wurden ganze Generationen an Kindern mit ihm gequält – heute ist Hagebuttentee geradezu ein Trendgetränk. Warum nur haben sich die Zeiten so geändert? Das liegt womöglich am hohen Vitamin-C-Gehalt. Der findet sich übrigens vor allem in den Schalen der Hagebutten. Und Vitamin C ist bekanntlich gut für die Abwehrkräfte, die in diesen Zeiten alles geben müssen. Es lohnt sich also, jetzt die Früchte zu ernten und zu verarbeiten.

Was braucht man, um Hagebutten zu ernten?

Robuste Gartenhandschuhe oder Rosenhandschuhe schützen bei der Ernte vor dem dornigen Geäst, an denen Hagebutten wachsen. Als Werkzeug dient ein scharfes Gartenmesser oder eine Gartenschere. Um die Kerne leichter zu entfernen, hilft ein kleiner Holzspatel oder ein Löffel. Die Früchte wandern dann am besten in ein Erntegefäß, beispielsweise ein Korb, eine Schale oder ein Eimer. Schließlich hilft ein Dörrgerät, die Früchte zu trocknen. Alternativ kann aber auch der Ofen zum Einsatz kommen. Oder man lässt die Hagebutten an der Luft trocknen. Dabei sollte man die Früchte nicht der prallen Sonne aussetzen.

Wann sollte man die Früchte ernten?

Wer den höchsten Vitamin-C-Gehalt haben möchte, sollte Hagebutten ernten, wenn die Früchte noch hart sind, aber schon volle Farbe zeigen. Sind sie überreif, ist der Gehalt an Vitamin C geringer. Das gilt übrigens auch, wenn man nach länger andauernder nasser Witterung erntet. Daher eignen sich sonnige Tage besser zur Ernte.

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Welche Rosensorten eignen sich zur Hagebutten-Ernte?

Im Grunde sind die Hagebutten aller Rosen zum Verzehr geeignet. An Wildrosen sind in unseren Breiten rund 30 Arten bekannt, die sich gerne auch mal untereinander kreuzen. Die Hunds- oder Heckenrose (Rosa canina) wächst in ganz Europa. Auch die Kartoffelrose (Rosa rugosa) ist weit verbreitet. Sie bildet ihre Früchte über einen längeren Zeitraum aus und kann daher öfter abgeerntet werden. Die Apfelrose (Rosa vilosa) trägt zur selben Zeit wie die Hundsrose ihre Hagebutten. Beide Arten können gleichzeitig abgepflückt werden.

Die Hundsrose trägt Hagebutten
Die Hundsrose ist eine heimische Wildrose mit zarten Blüten und knallroten länglichen HagebuttenFoto: Getty Images

Wie werden Hagebutten verarbeitet?

Hagebutten sollten vor der Weiterverarbeitung von den Kernen befreit werden. Dazu mit einem kleinen Messer die Schale öffnen und die Kerne herauskratzen. Diese enthalten ebenfalls wertvolle Vitamine und Mineralien und können getrocknet für Heiltees verarbeitet werden. Tipp: Hagebutten besitzen winzige Stacheln oder Härchen an der Außenhaut. Das kann beim Verarbeiten an den Händen unangenehm pieksen. Daher am besten eine Schüssel oder einen Eimer Wasser bereithalten und sowohl Hände als auch Früchte waschen.

Früchte dörren oder trocknen

Wer Hagebutten nicht gleich verarbeiten will, sollte sie an einem luftigen, aber warmen Ort auf Küchenpapier oder einem sauberen Tuch zum Trocknen auslegen. Am elegantesten dörrt man die Früchte im Dörrautomaten. Oder man wählt den guten, alten Ofen und trocknet die Früchte langsam bei niedriger Temperatur. Anschließend werden die Hagebutten bis zur Weiterverarbeitung in einem luftdicht abschließbaren Gefäß aufbewahrt.

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Was macht man aus trockenen Hagebutten, was aus frischen?

Aus getrockneten Hagebutten wird in der Regel Teeaufguss gemacht, der bei Erkältungen das Immunsystem unterstützt. Kalt genießen ihn Hagebutten-Liebhaber aber auch als erfrischendes Getränk. Der Saft wird dann in der Regel aus frischen Hagebutten hergestellt. Frisch werden die Früchte gerne auch zu Marmelade eingekocht oder zu Sirup und Likör weiterverarbeitet. Auch kann man Gebäck mit Hagebutten füllen. Wer sich die ganze Arbeit sparen möchte, kann die Früchte sogar roh naschen.