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Garten-Tipps

Kartoffeln vorkeimen und damit die Ernte verbessern

Kartoffeln vorziehen, um die Ernte zu verbessern
Wer Vorarbeit leistet, kann die Kartoffelernte verbessernFoto: Getty Images

Ist die Kartoffelernte in der vergangenen Saison eher mau ausgefallen? Es gibt eine Methode, mit der man nicht nur für eine verfrühte Ernte sorgen, sondern diese auch noch ertragreicher machen kann.

Vor Mitte April sollte man Kartoffeln nicht ins Beet setzen, da sie durch Frost noch Schaden nehmen könnten. Man kann jedoch Frühkartoffeln Anfang März bei etwa 15 Grad Celsius sechs Wochen vorziehen. Dadurch lassen sich die Kartoffeln etwa drei Wochen früher ernten, zudem ist der Ertrag größer. Ist es noch ein paar Grad wärmer beim Vorkeimen, entwickeln sich die Kartoffeln noch besser.

Was man zum Vorkeimen von Kartoffeln braucht

Die richtige Kartoffelsorte

Zum Vorkeimen von Frühkartoffeln benötigt man zuerst die richtige Sorte, denn nicht alle sind geeignet. Zu empfehlen sind:

  • Sieglinde (starker Geschmack)
  • Annabelle (Klassiker mit feinem Aroma)
  • Friesländer (frühe Reife)
  • Belena (gut zum Lagern)
  • Margit (besonders resistent gegen Krankheiten und Schädlinge)
  • Karlena (sehr robust und resistent, auch bei schlechten Bodenverhältnissen)
  • Gloria (sehr aromatisch)
  • Christa (festkochend, hohe Erträge)
  • Goldmarie (eine der frühesten Sorten)
  • August (mehlige Konsistenz, kann lange gelagert werden)

Tipp: Zum Keimen brauchen die Kartoffeln milde Temperaturen von mindestens 15 Grad und viel Licht.

Die notwendigen Utensilien

Im Prinzip braucht man nur eine Holzkiste mit Kompost oder Pflanzenerde. Die Knollen einfach zur Hälfte in die Erde stecken und die Kiste dann in einen hellen Raum mit vielen Fenstern stellen. Auch ein Pflanzenlicht oder ein Platz auf dem Fensterbrett unterstützen beim Vorkeimen.

Wenn die Kiste nicht auf das Fensterbrett kann, lassen sich Kartoffeln auch in einer Anzuchtschale oder einem Eierkarton vorkeimen, wenn man sie dabei leicht feucht hält. Am besten setzt man auf die Schalen Abdeckungen aus Kunststoff, damit darunter eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht. Doch Vorsicht: Ist die Schale direkter Sonne ausgesetzt, muss man diese entfernen – ansonsten wird es darunter zu heiß. Unabhängig von der gewählten Methode können die vorgekeimten Kartoffeln dann nach sechs Wochen ins Beet umziehen – der optimale Zeitpunkt dafür liegt zwischen Ende März bis Mitte April.

Hinweis: Alternativ kann man die Frühkartoffeln auch ganz ohne Erde in einer flachen Kiste ausbreiten und an einem möglich hellen, kühlen Platz aufstellen. Das sollte man aber erst frühestens vier Wochen vor dem Auspflanzen machen.

Die Vorteile von vorgekeimten Kartoffeln

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Kartoffeln ins Beet setzen

Für das Auspflanzen der Kartoffeln zieht man im Beet zehn Zentimeter tiefe Furchen in einem Abstand von 70 Zentimetern. Die ausgetriebenen Kartoffeln dann mit den Knospen nach oben in einem Abstand von 30 Zentimetern in die Reihe setzen. Regelmäßiges Gießen hält die Erde bis Ende Mai leicht feucht. Erscheint das erste Kartoffelgrün, häufelt man Erde locker darüber und deckt damit die Kartoffeln ab. Das wiederholt man alle zwei Wochen, bis die Kartoffeln blühen.

Welchen Boden Frühkartoffeln im Beet brauchen

Damit die Kartoffeln genügend Nährstoffe bekommen, gräbt man im Herbst Stallmist unter und im Frühjahr, vor dem Setzen der Kartoffeln, Kompost. Man kann schwere Böden auflockern, indem man Sand untergräbt.

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Ernte und Fruchtfolge

Bei der Blüte etwa Anfang Juni können die ersten Frühkartoffeln geerntet werden. Sie lassen sich nicht so gut in der Kartoffelmiete lagern wie andere Kartoffeln, können daher also nur bei Bedarf geerntet werden. Nach dem Anbau von Kartoffeln ist der Boden locker und unkrautarm, benötigt aber eine vierjährige Anbaupause. Nach Kartoffeln eignet sich der Boden in der Fruchtfolge gut zum Anpflanzen von Buschbohnen, Kopfsalat oder Kohlrabi. Mehr zur Fruchtfolge erfahren Sie hier.

(Annette Bauer / myHOMEBOOK)