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Düngemittel

Was mache ich am besten mit Komposterde?

Komposterde
Gartenabfälle gibt es umsonst. Richtig kompostiert bekommen Sie in kurzer Zeit die beste Komposterde.Foto: Getty Images

Komposterde enthält wichtige Mineral- und Nährstoffe. Sie ist ein gutes Düngemittel, nicht nur für junge Pflanzen. Hier erfahren Sie über Sorten und die richtige Verwendung.

Wenn Sie in Ihrem Garten organische Abfälle kompostieren, erhalten Sie als Gratisprodukt nährstoff- und humusreiche Komposterde. Je nach Rottegrad setzen Sie sie in Ihrem Garten in unterschiedlichen Bereichen ein.

Brauchbare Komposterde entsteht übrigens schneller, wenn Sie Ihren Kompost regelmäßig umsetzen. So gelangt Sauerstoff in den Kompost und das beschleunigt den Verrottungsprozess. Mit einem Thermokomposter kommt dieser Prozess sogar noch schneller in Schwung. Richtige Turbo-Komposter sind Kompostwürmer von der Wurmfarm. Die Tierchen verlangen allerdings etwas Pflege. Doch Sie profitieren noch in der gleichen Saison von Ihrem Kompost.

Welche Komposterde-Sorten gibt es?

Fachleute unterscheiden zunächst nach ihren Rohstoffen. Es gibt:

  • Grüngut-Komposterde: Grüngut-Kompost ist das Endprodukt von Garten-, Park- und Landschaftspflege-Abfällen.
  • Biogut-Komposterde: Der Biogut-Kompost entsteht aus dem Inhalt von Biotonnen. Biogutkompost ist im Vergleich zu Grüngutkompost nährstoffhaltiger.

Die Bundesgütegemeinschaft Kompost differenziert zudem zwischen folgende Sorten:

  • Frischkompost: Frischkompost entsteht nach zwei bis sechs Wochen. Er ist ein noch nicht vollständig ausgereifter, aber gereinigter (= hygienisierter) Kompost (Rottegrad II oder III). Im Frischkompost stecken noch Anteile leicht zersetzbarer organischer Substanz (sogenannter Nährhumus). Nährhumus fördert die mikrobielle Aktivität des Bodens. Während sich der Frischkompost im Boden weiter zersetzt, setzt er weitere Nährstoffe frei. Frischkompost eignet sich allgemein gut zur Bodenverbesserung. Bauern düngen damit ihr Ackerland.
  • Fertigkompost: Fertigkompost ist ebenfalls hygienisiert. Er ist zudem biologisch stabilisiert und nach fünf bis zwölf Wochen Rottezeit etwas ausgereifter als der Frischekompost (Rottegrad IV oder V). Im Fertigkompost stecken mehr stabile Humusstoffe, die als Dauerhumus den Bodens verbessern. Fertigkompost ist ein sehr guter Dünger für jeden Hausgarten. Auch Bauern und Landschaftsgärtner nutzen Fertigkompost.
  • Substratkompost: Bei Substratkompost handelt es sich auch um einen Fertigkompost. Der Gehalt an löslichen Pflanzennährstoffen und Salzen ist im Substratkompost begrenzt. Sie kaufen Substratkompost sehr feinkörnig gesiebt. In der Erdenindustrie verwenden Hersteller Substratkomposterde zur Herstellung von Blumen- und Pflanzenerde.

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Komposthaufen im Garten
Idealerweise stellen Hobbygärtner ihre Komposterde selbst her, indem sie Gartenabfälle sammelnFoto: Getty Images

Für was verwende ich Komposterde?

Komposterde verwenden Sie als Powernahrung gleichermaßen für Ihre Blumen, Stauden und Gemüsepflanzen. Mischen Sie sie bei Blumentöpfen und Blumenkästen etwa zur Hälfte mit Gartenerde oder Sand. Auch Ziersträucher und Gehölze freuen sich über eine Extraportion Nährstoffe. Arbeiten Sie die Erde einfach rund drei Zentimeter in die obere Erdschicht ein. In der Pflanzzeit mischen Sie beim Einsetzen von Zwiebeln, Stecklingen und Jungpflänzchen etwa zur Hälfte Komposterde und Beeterde unter. Zum Nachdüngen reicht es, sie auf der Oberfläche zu verteilen und mit einer Gartengabel unterzumischen. Welches Gemüse welche Art von Dünger und Kompost verträgt, lesen Sie in unserem Ratgeber Kleine Fruchtfolge-Regelkunde für junges Gemüse.

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Wo kaufe ich Komposterde für meinen Garten?

Komposterde kaufen Sie am besten bei einem Anbieter in Ihrer Region. Fragen Sie einfach bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung nach. Alternativ bestellen Sie sie sich im Internet.

Lesetipp: Umweltbundesamt | Kompostfibel (PDF)

Quelle: Verband der Humus- und Erdenwirtschaft e.V.