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Tipps zur Pflege

Kann man Lavendel mit einem Schnitt noch retten?

Lavendel
Damit Lavendel lange schön bleibt, sollte man ihn regelmäßig zurückschneiden.Foto: Getty Images

Lavendel ist eine relativ anspruchslose Pflanze. Sie braucht viel Sonne, aber keinen Dünger. Wichtig sind hingegen die Pflegeschnitte, die Lavendel zweimal im Jahr braucht. Aber auch der Rückschnitt sollte für Hobbygärtner kein Problem darstellen, wenn sie wissen, worauf es ankommt und wie man dabei vorgeht.

Lavendel hat einen einmaligen Duft, der nicht nur nützliche Bienen anlockt, sondern auch fliegende Plagegeister wie Mücken fern hält. Und auch ohne seinen Duft hat die Pflanze mit den violetten Blüten einen hohen Zierwert für Garten, Balkon und Terrasse. Nicht ohne Grund ist sie eine beliebte Pflanze unter Hobbygärtner. Mit der Zeit fällt die Pflanze aus der Familie der Lippenblütler jedoch auseinander und verholzt von unten. Indem man Lavendel regelmäßig und richtig schneidet, kann man das verhindern.

Wann sollte man Lavendel schneiden?

Bei Lavendel-Rückschnitten spricht man von der „Ein-Drittel-Zwei-Drittel-Methode“. Das bedeutet, dass die Pflanze beim ersten Mal stärker zurückgeschnitten wird – etwa auf ein Drittel. Beim zweiten Schnitt kürzen Hobbygärtner ihn dann nur auf etwa zwei Drittel zurück.

Den ersten Schnitt sollte man im zeitigen Frühjahr (Ende Februar) durchführen. Der beste Zeitpunkt ist, wenn kein Frost mehr zu erwartet ist und der Lavendel noch nicht ausgetrieben hat. Mit diesem Schnitt sorgt man dafür, dass er buschig bleibt. In der Regel treibt er schon kurz danach wieder kräftig aus. Der zweite Schnitt, ein Verjüngungsschnitt, folgt dann im Sommer (Ende Juli / Anfang August) – am besten kurz bevor der Lavendel verblüht.

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Hinweis: Wenn man den Zeitpunkt für den Verjüngungsschnitt verpasst, dann sollte man den Lavendel nicht mehr schneiden. Ansonsten drohen im Winter Frostschäden. Wichtig ist aber, dass der Lavendel – unabhängig von der Sorte – im Sommer zurückgeschnitten wird. Sonst wird er kahl.

Wie schneidet man Lavendel zurück?

Die Herangehensweise ist bei beiden Schnitten dieselbe. Man sollte alle verwelkten Blütenstände und vertrockneten Stengel entfernen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass ein kurzer Abschnitt der Triebe mit ein paar Blättern erhalten bleibt. Außerdem darf man nicht zu tief ins alte Holz schneiden.

Hinweis: Wenn man den Lavendel während der Blüte zurückschneiden, kann man die blühenden Triebe als Trockenstrauß, Duftsäckchen oder als Gewürz verwenden. Welche heilenden Kräfte im Lavendel ruhen, erfahren Sie zudem bei unseren Kollegen von FITBOOK.

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Kann man verholzten Lavendel mit einem Schnitt retten?

In den meisten Fällen kann ein verholzter Lavendel nicht mehr durch einen radikalen Schnitt gerettet werden. Es schadet allerdings auch nicht, es zu versuchen.

Welche Lavendel-Sorten eignen sich für Terrasse und Balkon?

Für die Töpfe auf Balkon und Terrasse eignen sich besonders die kleinwüchsigeren Lavendel-Sorten. Die hell- bis dunkelviolett blühende Sorte ‚Peter Pan‘ erreicht zum Beispiel eine Höhe von rund 45 Zentimetern. Ebenfalls geeignet für den Balkon ist die Sorte ‚Coconut Ice‘. Sie hat weiße und rosafarbene Blüten und wird etwa 30 Zentimeter groß, sagt der Fachmann.

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Wie sollte man Lavendel gießen?

Aus ihrer Heimat ist die Pflanze Sonne und Hitze gewöhnt. Diese Bedingungen sollte man Lavendel auch hierzulande bieten. Gegossen wird Lavendel am besten nicht in der Mittagshitze, sondern morgens oder abends. Das Wasser sollte zudem möglichst nicht über die Blätter fließen, sondern direkt auf die Erde über den Wurzeln gegeben werden. Das verhindert eher die Bildung von Blatterkrankungen wie Mehltau.