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Gardening

Pflanz- und Pflegetipps für den frostharten Liebesperlenstrauch

Liebesperlenstrauch Detailansicht mit Blättern und Früchten
Die violett-glänzenden Steinfrüchte des Liebesperlenstrauches bringen Farbe in den winterlichen GartenFoto: Getty Images

Wenn der Herbst und mit ihm die trostlose Winterzeit kommt, ist seine Zeit gekommen. Der pflegeleichte Liebesperlenstrauch, auch bekannt als Schönfrucht, bringt Farbe in die winterliche Gartentristesse.

Zugegeben: Fast das komplette Jahr über gehört der Liebesperlenstrauch (Callicarpa bodinieri var. giraldii „Profusion“) eher zu den Statisten im Garten. Seine lilafarbenen Blüten sind gegenüber all den anderen floralen Schönheiten recht unscheinbar. Sein Blattgrün sticht nicht unbedingt hervor. Auch sein Pflegeaufwand ist so gering, dass er wenig Aufmerksamkeit fordert. Er ist die ideale Besetzung für Sichtschutzhecken, macht sich gut in der Gruppe, wie auch als Einzelpflanze. Nur so wirklich hervor sticht er eben nicht – bis der Herbst und mit ihm seine glänzenden, violetten, pfefferkorngroßen Früchte kommen.

Ursprünglich kommt die am weitesten verbreitete Art des Liebesperlenstrauch Callicarpa bodinieri aus Mittel- und Westchina. Dort gedeiht sie auf Höhenlagen von bis zu 2300 m. Hierzulande ist es vor allem die Sorte „Profusion“, die es den Hobbygärtnern aufgrund ihres imposanten Fruchtansatzes angetan hat.

Liebesperlenstrauch im Garten anpflanzen

Im Garten ist noch Platz? Perfekt, denn der Liebesperlenstrauch, der zu den Lippenblütlern gehört, weiß Hobbygärtner zu begeistern. Dank seines komprimierten Wuchses ist er übrigens auch für kleinere Gärten wunderbar geeignet.

  • Pflanzzeitpunkt: Frühjahr
  • Standort: Der Standort sollte windgeschützt sein, da der Liebesperlenstrauch keinerlei kalte Winde verträgt. Ideal ist ein warmer, sonniger Platz im Garten.
  • Boden: Der Boden sollte nicht allzu kalkreich, jedoch humusreich, durchlässig und stets leicht feucht sein.
  • Pflanzabstand: Liebesperlensträucher sind Fremdbefruchter, daher unbedingt mehrere Exemplare in Abständen von mindestens zwei Metern nebeneinander pflanzen.
  • Vorbereitung: Ein Pflanzloch graben, das mindestens zweimal so groß wie der Wurzelballen sein sollte. Die Erde auflockern, mit einer Drainageschicht (z. B. aus Tonscherben oder Kieselsteinen) versehen und mit einem Gemisch aus Hornspänen und Sand bedecken. Nun die Pflanze einpflanzen, mit der restlichen Pflanzerde das Loch ausfüllen, festdrücken und angießen. Optional kann das Pflanzloch abschließend mit Rindenmulch bedeckt werden.
  • Pflanznachbarn: Ideal sind beispielsweise Fächer-Ahornsorten (Acer-palmatum), Zaubernusssorten (Hamamelis), Scheinhasel (Corylopsis) oder Frühlingsspiere (Spiraea thunbergii).

Ihren ausgesprochen dekorativen Charakter verbreiten Liebesperlensträucher nicht nur im Garten, sondern auch in den vier Wänden. So erfreut ein abgeschnittener Zweig in der Vase ebenfalls wochenlang.

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Liebesperlenstrauch optimal pflegen

Vor allem für Neulinge unter den Hobbygärtnern ist der Liebesperlenstrauch eine Empfehlung wert. Der Pflege- und Zeitaufwand ist erfreulich gering. Ebenso wenig verlangt dieses Gewächs spezielle gärtnerische Vorkenntnisse oder Fähigkeiten.

Bewässerung

Regelmäßiges Gießen ist empfehlenswert.

Düngung

Der Liebesperlenstrauch benötigt keine regelmäßige Düngung, um üppig zu blühen. Er freut sich dennoch über gelegentliche Kompost- oder Hornspänegaben.

Schnitt

Alle drei Jahre können Liebesperlensträucher im Februar verschnitten werden, wenn sie verkahlen oder zu üppig gewachsen sind. Liebesperlensträucher blühen nur an zweijährigem Holz. Mitunter kann daher nach einem Rückschnitt die Blüte ausbleiben.

Vermehrung

Liebesperlensträucher können über dreierlei Wege vermehrt werden: über Aussaat, Stecklinge oder Steckhölzer.

Frostschutz

Die hierzulande häufig anzutreffende Sorte „Profusion“ gilt als gut winterhart. Allgemein sind jedoch vor allem junge Sträucher frostgefährdet. Sie benötigen daher einen Winterschutz. Dagegen trotzen ältere, robuste Pflanzen den niedrigen Temperaturen recht gut.

Krankheiten und Schädlinge

Der Liebesperlenstrauch ist nicht nur sehr pflegeleicht. Auch ist er sehr robust Krankheiten gegenüber. Allerdings könnten sich durchaus Schädlinge an seinem Blattgrün laben. Regelmäßiges Wässern und Düngen hilft, den Strauch dagegen zu wappnen.

Wie der Liebesperlenstrauch zu seinem Namen kam

Seinen Namen verdankt das Gewächs den bei Kindern so beliebten kleinen bunten Zuckerbonbons namens Liebesperlen. Doch Vorsicht: Essbar sind die Früchte des Strauches nicht! Im Gegenteil. Sie sind giftig, daher sollte man diesen dekorativen Strauch lieber nicht in Gärten anpflanzen, in denen Kinder spielen.

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