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Pflegetipps

Winterschnitt bei Obstbäumen – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Obstbäume vertragen auch im Winter einen Schnitt
Kleinwüchsige Sorten vertragen sogar einen kräftigen SchnittFoto: Getty Images

Tragen die Bäume im Winter kein Laub mehr, erkennt man ihre Wuchsform besonders gut. Diese Gelegenheit sollte man für einen Winterschnitt nutzen, um die Bäume auszulichten und die kommende Fruchtbildung zu fördern. Was ist dabei zu beachten?

Im Winter, wenn die Bäume kahl sind, bietet sich ein Winterschnitt an. Hobbygärtner können damit gezielt das Triebwachstum für die neue Saison fördern. Allerdings kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an, wenn man die Obstbäume im Winter beschneiden möchte. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz gibt Tipps, wie man dabei am besten vorgeht.

Obstbäume im Winter richtig beschneiden

Zunächst sollte man die Form des Obstbaumes betrachten. Angestrebt ist in der Regel eine gedachte Pyramide. Obstbäume brauchen auf jeden Fall einen dominanten Mitteltrieb. Am besten geht man beim Schnitt im Winter von oben nach unten vor – also zunächst die konkurrierenden Triebe in der Spitze entfernen. Später dann Äste wegschneiden, die zu tief stehen.

Passend dazu: Wie und wann Sie Bäume richtig beschneiden

Die Experten raten, besser wenige, größere Eingriffe vorzunehmen, als viele kleine Schnitte zu machen. Je stärker der Schnitt im Winter, umso besser fällt bei Obstbäumen im kommenden Jahr die Fruchtgröße aus. Kleinwüchsige Sorten sollte man daher besser kräftiger schneiden. Um möglichst viele Früchte zu bekommen, sollte der Schnitt bei großwüchsigen Fruchtsorten hingegen weniger stark ausfallen. Alle Wassertriebe – also die Äste, die steil nach oben wachsen – sollte man entfernen.

Tipp: Bei Hochstämmen kann man mit einer Teleskopsäge oder -schere vom Boden aus arbeiten und so die Sicherheit erhöhen. Dann unbedingt an den Schutz der Augen und des Kopfes denken!

Obstbäume im Winter beschneiden – der richtige Zeitpunkt

Üblicherweise ist es im späten Winter, also im Januar und Februar soweit, die Obstbäume zu beschneiden. Die Bäume sind dann unbelaubt und befinden sich in der Winterruhe. Beim Winterschnitt hat man somit den vollen Durchblick. Allerdings kommt es auch auf die spezifischen Witterungsbedingungen an.

Es darf draußen nicht zu kalt sein, wenn Gärtner Obstbäumen und Gehölzen einen Winterschnitt verpassen. Denn bei stärkeren Frösten besteht die Gefahr, dass in offenen Wunden Schäden am Holz entstehen. Dabei sollte es nicht kälter sein als fünf Grad minus, ideal sind Temperaturen um fünf Grad plus. Auch Schnee und Regen sind beim Winterschnitt von Nachteil.

Auch interessant: Wann man die Hecke schneiden darf und wie es richtig geht

Hinweis: Generell darf man nur noch bis zum 29. Februar Bäume, Hecken und Sträucher radikal zurückschneiden oder ganz entfernen. So steht es im Bundesnaturschutzgesetz. Das Verbot, das jedes Jahr am 1. Oktober endet, soll Tiere schützen.

Was tun, wenn man den Winterschnitt verpasst hat?

Wenn man den Zeitraum im Winter verpasst hat, in dem man Obstbäume beschneiden kann, kann man den Schnitt auch noch während der Wachstumsphase durchführen. Das hat den Vorteil, dass sich die Wunden schneller schließen können. Am besten erledigt man das Beschneiden dann zu Beginn des Frühjahrs.

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