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Farbenfroh in die neue Saison

Die 6 schönsten Frühblüher für Ihren Garten

Frühblüher: Krokusse
Frühblüher, wie hier Krokusse, erfreuen das Auge schon in den WintermonatenFoto: Getty Images

Wenn der Winter zu Ende ist, dauert es oft noch eine Weile, bis die meisten Blumen in all ihrer Pracht erstrahlen. Sogenannte Frühblüher können die Zeit bis zum Frühling farbenfroh überbrücken und den Garten schon vorher in ein buntes Farbenmeer verwandeln. myHOMEBOOK stellt die schönsten Frühblüher vor.

Bis der Frühling alle Pflanzen erreicht, müssen noch ein paar Monate ins Land gehen. Allerdings haben es manche Blumen ganz besonders eilig und blühen vor ihren Artgenossen. Diese Möglichkeit sollten Sie nutzen und in Ihrem Garten bereits im Winter farbenfrohe Frühblüher pflanzen. Denn schon der Februar und der März können aus Ihrem Garten eine bunte Blumenlandschaft machen, sodass Sie sich schon vor der eigentlichen Saison an duftenden Blumen erfreuen können. myHOMEBOOK macht mit Ihnen einen Streifzug durch die schönsten Frühblüher und sagt Ihnen, wie Sie Ihren Garten vor dem Frühling erstrahlen lassen können.

Die Frühblüher im Februar und März

Schneeglöckchen kennt wahrscheinlich jeder. Diese weit verbreitete Blume ist ab Februar fast überall zu sehen. Doch auch bei ihnen gibt es unterschiedliche Blütezeiten. Die frühesten Arten sprießen in gemäßigteren Regionen schon ab Januar, doch in unseren Breitengraden ist die Galanthus nivalis am häufigsten vertreten, welche ab Mitte Februar blüht. Der Name rührt übrigens nicht daher, dass das Schneeglöckchen oftmals schon sprießt, obwohl noch Schnee liegt, sondern wegen ihres schneeweißen Kelches. Schneeglöckchen mögen Halbschatten in der Nähe von Bäumen oder Sträuchern.

Auch Krokusse (Crocus) sind oft gesehene Frühblüher und sind in wärmeren Regionen schon ab Mitte Januar anzutreffen. Ihre Blütezeit reicht bis in den April. Bis dahin erstrahlen sie in allen erdenklichen Farben und bieten wirklich für jeden Geschmack etwas. Allerdings sollte man Krokus schon im September anpflanzen, wenn man im Februar etwas von ihm haben möchte. Sollten Sie letztes Jahr keine Krokusse gesät haben, brauchen Sie aber nicht verzagen, denn was viele nicht wissen: Krokusse sind echte Power-Pflanzen und können auch im Herbst für bunte Sprenkel im Garten sorgen. Dafür sollten Sie die Samen im Mai säen. Krokusse mögen es immer gerne sonnig.

Die gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) trägt ihren Namen zu Unrecht, denn sie ist alles andere als gewöhnlich. Ab März kann man diese wunderbaren Blumen mit ihren blauen und lilafarbenen Blüten bestaunen. Auch die Küchenschelle mag es sonniger. Das Duftveilchen (Viola odorata) ist zwar nicht ganz so prachtvoll wie ihre genannten Kollegen, punktet dafür aber – wie der Name schon erahnen lässt – durch einen betörenden Geruch. Der süßliche Duft wird garantiert nicht nur Insekten anlocken. Auch Nachbarn werden das ein oder andere Wort über diese angenehme Pflanze verlieren. Das Duftveilchen mag es lieber etwas schattiger.

Wichtig: Alle hier vorgestellten Frühblüher sind mal mehr, mal weniger giftig und sollten nicht verzehrt werden.

Die Frühblüher im April

Können die vorangegangenen Monate schon mit bunten Blumen punkten, geht es ab April richtig los. Blaukissen (Aubrieta), Gänsekresse (Arabis caucasica), Kaukasus-Gedenkemein (Omphalodes cappadocica), Gemswurz (Doronicum orientale) und Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea) haben alle prächtige Blüten und verschönern den Garten nochmals. Wenn Sie etwas ganz Exotisches Ihr Eigen nennen wollen, sollten Sie auf Nelkenwurz (Geum coccineum) zurückgreifen. Diese Pflanze ist hierzulande sehr selten anzutreffen.

Während Blaukissen, Gänsekresse, Gold-Fingerkraut und Nelkenwurz die Sonne mögen und deshalb an schattenfreien Plätzen gepflanzt werden sollten, sind Kaukasus-Gedenkemein und Gemswurz eher Schattengewächse. Die Palette dieser Blumen deckt das ganze Farbspektrum ab und lässt keine Wünsche offen. Achten Sie beim Aussäen darauf, dass Sie nicht wild durcheinander pflanzen. Dabei geht es weniger um die Verträglichkeit der Pflanzen untereinander, sondern eher um den visuellen Faktor. Rote Blüten machen sich besser neben gelben Blüten, Blau verträgt sich besser mit Grün. So sorgen Sie dafür, dass das Auge beim Betrachten nicht zu stark beansprucht wird. Zudem verfehlen viele bunte Pflanzen direkt nebeneinander die Wirkung. Hier gilt: Weniger ist oft mehr.

Viele der Blumen, die im April anfangen zu blühen, tragen noch bis in den Juni ihre Blüten und schließen damit den Kreis zu den Sommerblühern. Dieser nahtlose Übergang ermöglicht Ihnen also einen farbenfrohen Garten von Februar bis in den Herbst. Besser können Sie Ihren Garten gar nicht nutzen. In unserer Bildergalerie bekommen Sie noch einmal einen Überblick der hier vorgestellten Frühblüher. Viel Spaß!

Die 6 schönsten Frühblüher im Überblick

Blaukissen (Aubrieta)

Blaukissen ist sehr pflegeleicht. Die Pflanze mag es gerne sonnig und gedeiht am besten auf mäßig feuchtem Boden. Sollte das Frühjahr zu trocken sein, müssen Sie gießen. Von Violett bis Zart-Rosa bekommen Sie die Blaukissen in allen erdenklichen Farben.

Frühblüher: Aubrieta
BlaukissenFoto: Getty Images

Nelkenwurz (Geum coccineum)

Nelkenwurz braucht einen sonnigen bis leicht schattigen Platz. Sie blüht das ganze Jahr über und hält im Winter Temperaturen bis zu -18 Grad aus. Eine sehr robuste Pflanze also. Achten Sie darauf, dass der Boden immer feucht genug ist, denn die Nelkenwurz braucht viel Wasser. Dafür punktet sie mit herrlich bunten Blüten.

Frühblüher: Nelkenwurz (Guem coccineum)
NelkenwurzFoto: Getty Images

Gemswurz (Doronicum orientale)

Die Gemswurz ist sehr pflegeleicht und fühlt sich an halbschattigen Plätzen am wohlsten. Sie benötigt nicht so viel Wasser wie manch anderer Frühblüher und braucht auch nicht so einen nährstoffreichen Boden. Ideal also für Kübel oder Straßenränder. Allerdings benötigt sie durch ihre Wurzeln viel Platz. 30 bis 40 cm Abstand sollten zwischen den einzelnen Pflanzen liegen.

Frühblüher: Gemswurz, Doronicum orientale
Der GemswurzFoto: Getty Images

Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

Früher galt die Küchenschelle als Unkraut, heute gehört sie zu den beliebtesten Staudenpflanzen Deutschlands. Zu sonnig sollte sie nicht stehen und auch Staunässe bekommt ihr nicht. Ansonsten ist die Küchenschelle sehr pflegeleicht und bedarf keiner größeren Aufmerksamkeit.

Frühblüher: Gewöhnliche Küchenschelle, Pulsatilla vulgaris
Die Gewöhnliche KüchenschelleFoto: Getty Images

Duftveilchen (Viola odorata)

Das Duftveilchen ist durch seinen betörenden Geruch eine Bereicherung für jeden Garten. Zwar mag es das Duftveilchen gerne sonnig, sollte aber auch nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Vorsicht, das Duftveilchen neigt zur Teppichbildung und wächst gerne flächendeckend. Stetiges Schneiden ist daher Pflicht, falls Sie nicht wollen, dass im nächsten Frühjahr der Garten überwuchert ist.

Frühblüher: Duftveilchen (Viola odorata)
Das DuftveilchenFoto: Getty Images

Krokus (Crocus)

Krokusse gibt es mittlerweile in allen erdenklichen Farben und für jede Jahreszeit. Außerdem braucht die Pflanze nicht viel Pflege und vermehrt sich selbst. So ein Allrounder braucht Sonne. Deshalb können Sie Krokus auch frei im Beet aussäen. Auch beim Gießen ist er sehr pflegeleicht. Natürlich sollten Sie die Pflanze nicht austrocknen lassen. Ansonsten können Sie der Natur freien Lauf lassen.

Frühblüher: Krokus
KrokusseFoto: Getty Images