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Giftiger Frühblüher

Pflanz- und Pflege-Tipps für den Märzenbecher

Märzenbecher wachsen am liebsten im Halbschatten
Der Märzenbecher wird oft mit dem Schneeglöckchen verwechseltFoto: Getty Images

Kleine weiße Blüten mit grünen Punkten an den Blütenblattspitzen – so sieht ein typischer Märzenbecher aus. Die kleine Pflanze blüht im Frühjahr meist als eine der Ersten. Was Hobbygärtner bei der Pflege des Frühblühers beachten sollten.

Oft wird der Märzenbecher, oder auch Frühlings-Knotenblume genannt, mit seinem nahen Verwandten dem Schneeglöckchen verwechselt, obwohl die Blüten bei genauerer Betrachtung deutliche Unterschiede aufweisen. Die Blüte des Märzenbechers ist bauchig und glockenförmig. Hingegen besitzt das Schneeglöckchen drei äußere, längere Blütenblätter, die die inneren, grün gemusterten umgeben. Darüber hinaus blüht der Märzenbecher früher als sein Verwandter. Bereits im Februar streckt er die kleinen weißen Blüten aus.

Der Märzenbecher enthält giftige Alkaloide in allen Pflanzenteilen – auch in der Zwiebel. Bereits eine kleine Dosis kann eine Vergiftung bedeuten, die zu einer Herzrhythmusstörung führen kann. Auch für Haustiere ist der Verzehr des Frühblühers giftig. Je kleiner die Katze oder der Hund sind, desto schwerwiegender können die Folgen sein. Die Frühlings-Knotenblume ist gefährdet und steht damit auf der Roten Liste der Bundesartenschutzverordnung.

Märzenbecher im Garten pflanzen

Der giftige Frühblüher wächst nicht gerne in direktem Sonnenlicht. Daher findet man ihn oft in Wäldern. Hier ist es halbschattig bis schattig. Im Garten wächst die Frühlings-Knotenblume auf fast jedem Boden. Besonders mag sie nährstoff- und humusreiche Böden, die nicht zu trocken sind.

Im Wald findet man den Märzenbecher oft flächendeckend vor. Daher lohnt es sich, zehn Zwiebeln mit je zehn Zentimetern Abstand im Garten anzupflanzen. Von September bis Oktober gräbt man dafür ein zehn bis fünfzehn Zentimeter tiefes Loch in den Boden und setzt je eine Zwiebel hinein. Meist tragen die Pflanzen erst nach zwei Jahren die ersten Blüten. Die kleine Frühlingsblume passt gut zu Krokussen, Sumpfdotterblumen, Winterlingen oder Schachbrettblumen.

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Die optimale Pflege

Der Märzenbecher ist eine sehr pflegeleichte Pflanze. Gut zu wissen: Der Märzenbecher ist winterhart und braucht daher keinen zusätzlichen Schutz. Der Boden darf im Winter aber nicht austrocknen, daher sollte an frostfreien Tagen leicht gegossen werden.

Bewässerung

Der Boden sollte immer leicht feucht, aber nicht nass sein. Die Erde darf aber niemals ganz austrocknen.

Düngung

Bereits beim Einpflanzen der Zwiebel ist es ratsam, etwas Kompost hinzuzugeben. So müssen Hobbygärtner erst etwas Volldünger im Frühjahr anreichen, wenn die Blühwilligkeit nachlässt.

Vermehrung

Märzenbecher bilden Tochterzwiebeln aus. Diese können Hobbygärtner nach dem Vergilben des Laubs aus der Erde nehmen und an der gewünschten Stelle wieder einpflanzen. Möchte man verhindern, dass sich die Frühlings-Knotenblume durch Selbstaussaat vermehrt, sollte man die Blütenstände nach der Blüte entfernen. Da der Märzenbecher giftig ist, ist es ratsam, dabei Gartenhandschuhe zu tragen.

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Krankheiten und Schädlinge

Wühlmäuse knabbern gerne die Zwiebeln der Märzenbecher an. Legt man die Zwiebel in einen Pflanzkorb aus Draht, kann der Schaden verhindert werden. Auch die Narzissenfliege und ihre Larven können den Zwiebeln des Frühblühers schaden. Um die Larven zu töten, sollten Hobbygärtner bei einem Befall die Zwiebeln für zwei Stunden in heißes Wasser legen.

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