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Blume des Jahres 2021

Pflege-Tipps für den Großen Wiesenknopf im Garten

Großer Wiesenknopf ist Blume des Jahres 2021
Der Große Wiesenknopf wurde von der Loki-Schmidt-Stiftung zu „Blume des Jahres 2021“ gekürtFoto: Getty Images

Jedes Jahr kürt die Loki Schmidt Stiftung eine besondere Pflanze zur „Blume des Jahres“. Dieses Mal handelt es sich um ein eher unscheinbares Rosengewächs, das auch das eigene Blumenbeet im Garten zieren kann. Hier finden Sie Pflanz- und Pflegetipps für den Großen Wiesenknopf – die Pflanze des Jahres 2021.

Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) wurde am 21. Oktober 2020 zur „Blume des Jahres“ gewählt. „Mit der Benennung des Großen Wiesenknopfes zur Blume des Jahres möchte die Loki Schmidt
Stiftung auf die komplexen Probleme der Intensivierung der Grünlandwirtschaft aufmerksam machen“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Große Wiesenknopf mit seinen bunten Blütenköpfchen hat ein Problem: Sein Bestand ist rückläufig, da sein natürlicher Lebensraum bedroht ist. Hobbygärtner haben aber die Möglichkeit, die Blume im eigenen Garten zu kultivieren und damit die Artenvielfalt zu fördern.

Großer Wiesenknopf – die Blume des Jahres 2021

In freier Natur kommt der Große Wiesenknopf in Feucht- und Nasswiesen vor – ein Lebensraum, der immer kleiner wird. Er dient nicht nur vielen Pflanzen, sondern auch bedrohten Tierarten wie beispielsweise Wiesenvögeln und Schmetterlingen als wichtige Lebensgrundlage.

Sanguisorba officinalis erreicht eine stolze Wuchshöhe von bis zu 120 Zentimetern. Am Ende der Stängel sitzen die Blütenköpfchen, die zwischen Juni und August in Weiß, Rosa, Rot oder Rotbraun blühen.

Großer Wiesenknopf mit Schmetterling
Pflanzt man den Großen Wiesenknopf im Garten, freuen sich auch die SchmetterlingeFoto: Getty Images

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Pflanz- und Pflegetipps

Beim Pflanzzeitpunkt ist man recht flexibel: Sowohl vom Frühling bis zum Frühsommer, als auch noch im Spätsommer kann man den Großen Wiesenknopf ins Beet setzen. Allerdings sollte man sich beim Standort festlegen, da das Rosengewächs senkrechte Pfahlwurzeln ausbildet, die ein späteres Umpflanzen verhindern.

Der Große Wiesenknopf ist in der Pflege relativ anspruchslos, zudem ist er winterhart, wie sämtliche Sanguisorba-Arten. Bei frühblühenden Sorten reicht ein leichter Rückschnitt direkt nach der Blütephase. Spätblüher kann man einfach stehen lassen. Auch gegenüber Schädlingen und Krankheiten ist Sanguisorba officinalis sehr unempfindlich. Lediglich Schnecken machen sich gerne über jüngere Pflanzen her.

Tipp: Der Große Wiesenknopf eignet sich besonders gut für größere Flächen, beispielsweise Blühwiesen im Garten. Zudem kann man ihn gut mit Ziergräsern kombinieren.

Der richtige Boden und Standort

Da der Große Wiesenknopf in Grünflächen wie Feuchtwiesen zu Hause ist, sollten sich Hobbygärtner beim Pflanzen an diesen natürlichen Gegebenheiten orientieren. Im eigenen Garten bietet sich daher ein sonniger bis halbschattiger Standort an. Der Boden sollte feucht und nährstoffreich sein, aber nicht lehmig. Pro Quadratmeter sollte man nicht mehr als vier bis sechs der Rosengewächse setzen.

Der Große Wiesenknopf als Heilpflanze

Der Große Wiesenknopf ist nicht nur Kultur-, sondern auch Heilpflanze, ähnlich wie der Kleine Wiesenknopf. Der botanische Name „Sanguisorba“ bedeutet soviel wie „Blutsauger“, was auf die blutstillende und entzündungshemmende Heilkraft der Pflanze hinweist. Im Volksmund wird sie deshalb auch „Blutströpfchen“ oder „Blutkraut“ genannt. Zudem soll der Wiesenknopf auch eine verdauungsanregende Wirkung haben.