Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Tipps für die Aussaat

Lupinen – der perfekte Gründünger

Blaue Lupinen
Lupinen schmücken den Garten und verbessern als sogenannter Gründünger die BodenqualitätFoto: Getty Images

Lupinen sind der perfekte Gründünger. Denn sie sehen nicht nur hübsch aus, sondern bessern auch den Boden auf. myHOMEBOOK erklärt, worauf es bei der Aussaat ankommt.

Bereits die alten Römer pflanzten sie zu diesem Zweck an. Als Vorkultur eignen sie sich für Beete, die erst ab Mai oder Juni belegt sind. Nach dem Abernten eines Gemüsebeetes sind sie eine ideale Zwischensaat in der Fruchtfolge.

Als Gründünger ist allerdings nicht jede Sorte der beliebten Zierpflanze gleich gut geeignet. Einen optimalen Gründünger ergeben nur die einjährigen Lupinen. Dazu zählen beispielsweise die weiße Lupine (Lupinus albus) oder die Blaue Lupine (Lupinus angustifolius). Beide erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 15 Zentimetern.

Gründüngung mit Lupinen: Tipps für die Aussaat

  • Entfernen Sie vor der Aussaat alten Gründünger und Pflanzenreste mit einer Hacke oder einem Unkrautstecher.
  • Säen Sie nun die Lupinensamen aus. Bei einer Aussaat bis Anfang Juli wachsen die Pflänzchen gut an und die Wurzeln haben genügend Zeit, sich in der Erde auszubreiten. Es spricht aber nichts dagegen, die Samen erst im Oktober unter die Erde zu bringen. Denn Lupinen wachsen selbst bei sehr niedrigen Temperaturen. Ihre Samen sind winterhart.
  • Klopfen Sie nach der Aussaat die Samen fest oder rollen Sie einmal mit einer Rasenwalze darüber, damit die Lupinensamen nicht wegfliegen oder als Snack für Vögel dienen. Wässern Sie die Samen, dann keimen diese rascher.
  • Schneiden Sie die Lupinen (wie jeden Gründünger) rechtzeitig, damit sich die Lupinensamen nach der Samenreife nicht selbst weiter aussäen.
  • Jäten Sie die angetrockneten Lupinenstängel und -blüten als Gründünger unter.

Auch interessant: Professionelle Bodenanalyse für den Garten

Wie wirksam sind Lupinensamen als Gründünger?

Mit einem Gründünger verbessern Sie die Qualität des Bodens. Denn sie lockern die Erde auf und reichert ihn mit Humus an. Ebenso wie ihre Verwandten, die Erbsen und die Bohnen, wurzeln Lupinen sehr tief, zudem bilden sie sogar zusätzliche Nährstoffe für den Boden. Die Vorteile im Überblick:

  • Lupinen verbreiten einen angenehmen Duft und sind ein echter Hingucker im Garten. Ihr Duft lockt Bienen an und diese bestäuben im Garten Ihre Obstbäume.
  • Die Wurzeln von Lupinen erreichen bis zu zwei Meter Länge. Sie lockern den Boden auf und durchlüften ihn.
  • Außerdem reichern Lupinen den Boden mit Stickstoff an und verringern so den Einsatz von chemischem Dünger. Denn sie bilden in ihren Wurzelknöllchen eine Art Wohngemeinschaft mit Bakterien, die Stickstoff aus der Luft binden. Die Bakterien leiten diesen Stickstoff als Nährstoff an die Pflanze weiter. Das erklärt, warum Lupinen sehr anspruchslos sind und sogar auf sehr mageren Böden gut gedeihen. Weiteres Plus: Die Lupinen wiederum geben den Stickstoff über die Wurzeln an weitere Bodenorganismen ab und versorgen diese ebenfalls mit Nährstoffen.
  • Das untergegrabene Blattwerk und die Wurzeln zerfallen im Boden. Die verrottende Biomasse ist ein guter zusätzlicher Gratis-Dünger.

Achtung! Zierlupinen sind Giftpflanzen

Lupinensamen der Süßlupine
Samen der Süßlupine – nicht zu verwechseln mit den giftigen Lupinen Foto: dpa picture alliance

In Supermärkten findet man zunehmend Lebensmittel aus Süßlupinen. Bei den hier besprochenen Zierlupinen handelt es sich allerdings um Giftpflanzen, deren Samen nicht zum Verzehr geeignet sind.

Themen