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Gärtner-Tipps

Wie Sie Pilze an Stachel- und Johannisbeere bekämpfen

Wie man Pilze an Stachelbeeren und Johannisbeeren bekämpft
Ob Stachelbeeren von einem Pilz befallen sind, lässt sich nicht immer sofort erkennenFoto: Getty Images

Auf Stachel- und Johannisbeeren können Pilze überwintern. Erst im Frühjahr, wenn die Pflanzen wieder austreiben, kann man den Befall erkennen. Was Gärtner in diesem Fall tun können.

Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin.

Wo man den Pilz entdecken kann

Der weiße, mehlige Belag sitzt zunächst an den Triebspitzen und Blättern. Später sind auch die Früchte betroffen, die sich erst mehlig-weiß verfärben, dann braun werden. Sie können nicht verwertet werden.

Auch interessant: Welche Baumpilze sind wirklich schädlich – und was kann man tun?

Wie man die befallene Pflanze behandeln muss

Da die Pilze an den Triebspitzen und auch in den bereits angelegten Knospen überwintern, muss man hier ansetzen. Man schneidet die Triebe im nächsten Winter um etwa ein Drittel zurück. Ein leichter Rückschnitt kurz nach dem Austrieb sei auch sinnvoll, so die Landwirtschaftskammer.

Tritt die Krankheit häufiger an einem Strauch auf, kann zusätzlich ein Präparat mit Netzschwefel aus dem Gartenfachhandel versprüht werden. Es sollte schon mit Beginn des Austriebs verteilt werden, um dem Ausbruch des Mehltaus im Frühjahr vorzubeugen.

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe weist darauf hin, dass die Sorten unterschiedlich empfindlich auf Schwefel reagieren können. Das sollte man beachten. Außerdem maximal sechs Anwendungen durchführen mit Wartezeiten von jeweils sieben Tagen.

Resistentere Johannisbeersorten

Wer neu Sträucher setzt, dem empfiehlt das Technologiezentrum die Sorten 'Rokula', 'Rixanta', 'Remarka', 'Invicta' der Stachelbeeren, und 'Titania' und 'Ometa' der Schwarzen Johannisbeere. Laut Landwirtschaftskammer NRW ist die Rote Johannisbeere selten vom Mehltau befallen.