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Der richtige Schutz

Rosen überwintern und Frostschäden vermeiden

Rosen überwintern
Empfindliche Rosensorten brauchen bei fallenden Temperaturen zusätzlichen Schutz. Mit einfachen Maßnahmen lassen sich Rosen überwinternFoto: Getty Images

Rosen sind die Königinnen des Ziergartens – betörender Duft und Blüten in allen Formen und Farben. Deshalb sind Rosengewächse jeder Couleur auch in vielen Gärten zu finden. Wenn der Winter naht, sollten Rosenfans sensible Sorten aber mit einem geeigneten Schutz versehen.

Schon seit der griechischen Antike ist die Rose als „Königin der Blumen bekannt“. Bis zu 250 verschiedene Rosengewächse zählen Experten weltweit – darunter sowohl Wild- als auch Zierrosen. So schön die Rose besonders im heimischen Garten anzusehen ist, ganz ohne Pflege kommt sie nicht aus. Manche Sorten reagieren empfindlich auf sinkende Temperaturen. Mit ein wenig Geschick können diese Rosen überwintern und im folgenden Frühjahr schöner denn je neu austreiben.

Welche Rosen brauchen im Winter Schutz?

Grundsätzlich sind Wildrosen winterhart und können getrost der kalten Witterung ausgesetzt werden. Zu den Sorten, die nicht ohne Überwinterungsschutz auskommen gehören:

  • Teerosen
  • Noisette-Rosen
  • China-Rosen
  • Banks-Rosen

Tipp: Außerdem beim Kauf der Rose auf die Pflegeanleitung achten, die am Rosenstamm oder -Strauch hängt. Hier ist meist angegeben, ob die Rose frosthart ist oder nicht.

Auch interessant: Rosen richtig im eigenen Garten pflanzen

Rückschnitt vor dem Überwintern

Stehen die ersten Nächte mit Bodenfrost bereits kurz bevor, sollte die Rose nicht mehr zurückgeschnitten werden. Andernfalls drohen Erfrierungen an den Schnittstellen. Wer den Rückschnitt im Spätsommer und Herbst verpasst hat, sollte die erste richtige Wärmeperiode im Frühjahr abwarten und die Rose erst dann um ein Drittel kürzen und in Form schneiden.

Rosen im Beet überwintern

Im Rosenbeet oder auch bei einzelnen Rosensträuchern sollte die Erde rund um den Stamm angehäufelt werden. Dies schützt besonders die Veredelungsstelle, also die Stelle, an der zum Beispiel eine besonders widerstandsfähige Pflanze mit einer besonders schön blühenden Rose während der Aufzucht veredelt wurde. Zu diesem Zeitpunkt können auch Hornspäne untergemischt werden. So ist das Rosengewächs im folgenden Frühjahr gleich optimal mit Nährstoffen versorgt. Anschließend sollte die Pflanze locker mit einem Vlies umwickelt werden. Stroh oder Kokosfaser schaffen eine zusätzliche, luftige Schutzschicht, die mit dem Vlies fixiert werden kann. Ist es im Winter länger sehr trocken, vertragen die Beet- und Strauchrosen auch mal etwas Wasser.

Dazu passend: Lohnt es sich, Rosen im Herbst zu schneiden?

Rosen in Kübeln oder Töpfen überwintern

Wer einen Schuppen oder unbeheizten Keller hat, kann die Rosenkübel unkompliziert hier überwintern. Hier gilt besonders: Das Gießen nicht vergessen, da kein Regen den Pflanzen Feuchtigkeit spendet.

Sehr große Rosentöpfe oder -Kübel können auch auf der Terrasse überwintern. Hierfür den Kübel mit Rosenschutzhüllen einpacken und die Pflanze selbst zusätzlich mit Jute schützen.

Stammrosen vor der Kälte schützen

Bei Stammrosen liegt die empfindlichste Stelle – die Veredelungsstelle – anders als bei Beet-, Strauch- und Edelrosen nicht unter der Erde, sondern direkt unter der Krone der Pflanze. Somit ist diese dem kalten Wind und Frost besonders stark ausgesetzt und kann bei sensiblen Sorten schnell Schaden nehmen. Um das Rosengewächs zu schützen, empfehlen sich Jutesäcke, die über die Stammrose gestülpt und unterhalb der Veredelungsstellen verknotet werden. Vorteil von Jute gegenüber Vlies: Es ist besonders atmungsaktiv. So hat Kondenswasser unter der schützenden Haube keine Chance.

Schnee unbedingt liegen lassen

Man könnte annehmen, dass eisiger Schnee den Rosen schaden könnte. Doch das Gegenteil ist der Fall: Eine dicke Schneedecke bildet eine Art Isolationsschicht und schützt die Rose vor Wind und Frost. Starke Schneefälle sollten beim Rosen überwintern also keine Sorge bereiten.